Rich Pictures sind freie, zeichnerische Darstellungen, die komplexe Systeme, Akteure und Beziehungsgeflechte visuell und narrativ erfassen. Sie dienen zur Problemfindung, Perspektivenklärung und Stakeholder-Alignment in frühen Projektphasen. Die Methode fördert gemeinsames Verständnis, Hypothesenbildung und identifiziert Konflikte, Grenzen sowie implizite An…
Nutze diesen Steckbrief, um den Baustein kurz zu verstehen, ihn im Modell einzuordnen und bei Bedarf in die 360°-Bewertung zu wechseln.
Ausführbares Vorgehen: kann angewendet werden und erzeugt ein Ergebnis.
Was Zusammenhänge ordnet, verbindet oder entscheidbar macht.
Ein Rich Picture ist eine offene, bildhafte Darstellung einer komplexen Situation. Sie verbindet Beteiligte, Beziehungen, Spannungen, Prozesse und Annahmen, ohne sie vorschnell in ein formales Modell zu zwingen.
Rich Pictures wurden von Peter Checkland im Umfeld der Soft Systems Methodology ab den 1970er-Jahren entwickelt und 1981 in seinem Buch zur Methodik beschrieben. Ihr Zweck ist, problematische menschliche und organisatorische Situationen gemeinsam erkundbar zu machen.
Beginne mit einer großen Fläche und zeichne, was für die Situation zählt: Menschen, Rollen, Artefakte, Bewegungen, Konflikte und Grenzen. Nutze Symbole, Pfeile und kurze Beschriftungen, besprecht Unterschiede zwischen den Sichtweisen und leitet daraus erst danach präzisere Fragen oder Modelle ab.
Das Bild hält relevante Elemente einer noch unklaren Problemsituation nebeneinander fest.
Unterschiedliche Deutungen werden sichtbar, statt in einer scheinbar neutralen Darstellung zu verschwinden.
Konflikte, Abhängigkeiten und Widersprüche zeigen Ansatzpunkte für weitere Untersuchung.
Rich Pictures helfen bei frühen Analysen, Workshops und Veränderungsvorhaben, wenn soziale Zusammenhänge wichtiger sind als formale Präzision. Das Bild ist ein Gesprächs- und Denkwerkzeug, keine vollständige Prozess- oder Architekturdefinition.
Wo dieser Baustein im Themenmodell verortet ist.
Erkunde, wie dieser Wissensbaustein mit Konzepten, Methoden, Technologien und Tools verbunden ist.
Diese Quellen belegen den Begriff und seine fachliche Bedeutung.
Alle direkten Verbindungen des aktuellen Wissensbausteins in einer kompakten, textuellen Darstellung.
Diese Einordnung zeigt, in welchem Kontext der Baustein typischerweise relevant wird, wie anspruchsvoll er ist und welche Wirkung er im Modell hat.
Die Ebene innerhalb der Organisation (Unternehmen, Domäne, Team), auf der der AssetBlock angewendet wird.