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method#Produkt#Lieferung#Architektur#Governance

Rich Pictures

Visuelle, zeichnerische Methode zur Darstellung komplexer Systeme, Stakeholder und Beziehungen für Problemverständnis und Stakeholder-Alignment.

Rich Pictures sind freie, zeichnerische Darstellungen, die komplexe Systeme, Akteure und Beziehungsgeflechte visuell und narrativ erfassen.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Organisatorisch
  • Organisation
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Workshops in Discovery-Phasen von ProduktprozessenÜberführung in Jira/Issue-Tracker für NachverfolgungDokumentation in Confluence oder anderen Wikis

Prinzipien & Ziele

Visuell und inklusiv: Bilder fördern gemeinsame Interpretation.Iterativ: Mehrere Versionen statt eines finalen Diagramms.Beteiligung: Vielfältige Perspektiven einbeziehen.
Erkundung
Team, Domäne

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Falsche Vereinfachung komplexer Sachverhalte.
  • Dominanz einzelner Teilnehmer verzerrt das Bild.
  • Ergebnisse werden nicht dokumentiert oder weiterverarbeitet.
  • Beginne mit groben Formen, dann Details ergänzen.
  • Aktiviere verschiedene Perspektiven durch getrennte Zeichnungen.
  • Dokumentiere iterative Erkenntnisse digital für Nachverfolgung.

I/O & Ressourcen

  • Basisinformationen zum System, Stakeholderliste, Zielsetzung
  • Moderationsmaterialien (Flipcharts, Marker) oder digitale Whiteboard-Tools
  • Vertreter relevanter Interessengruppen
  • Visuelle Rich Pictures als Diskussionsbasis
  • Liste offener Fragen, Annahmen und identifizierter Konflikte
  • Ableitung von Hypothesen und nächsten Schritten

Beschreibung

Rich Pictures sind freie, zeichnerische Darstellungen, die komplexe Systeme, Akteure und Beziehungsgeflechte visuell und narrativ erfassen. Sie dienen zur Problemfindung, Perspektivenklärung und Stakeholder-Alignment in frühen Projektphasen. Die Methode fördert gemeinsames Verständnis, Hypothesenbildung und identifiziert Konflikte, Grenzen sowie implizite Annahmen. Sie ist einfach anzuwenden.

  • Schneller Aufbau gemeinsamen Verständnisses über komplexe Situationen.
  • Frühzeitiges Aufdecken von Konflikten, Annahmen und Lücken.
  • Niedrige Einstiegshürde; fördert kreativen Austausch.

  • Subjektivität: Interpretationen können variieren und müssen diskutiert werden.
  • Nicht formal: Eignung begrenzt für formale Spezifikationen.
  • Skalierung: Große, detaillierte Systeme schwer auf einer Seite darstellbar.

  • Anzahl identifizierter Themen

    Zählt die Kernprobleme oder offene Fragen, die aus Rich Pictures hervorgehen.

  • Teilnehmerzufriedenheit

    Feedback der Teilnehmer zur Klarheit und Nützlichkeit der Sitzung.

  • Umsetzungsrate abgeleiteter Maßnahmen

    Anteil der aus Rich Pictures abgeleiteten Maßnahmen, die umgesetzt werden.

Produkt-Discovery bei einem FinTech

Team nutzte Rich Pictures, um Nutzerreisen und betroffene Systeme zu visualisieren und Anforderungsgrenzen zu klären.

Unternehmensweite Prozessanalyse

Mehrere Abteilungen erstellten Rich Pictures, um Schnittstellenprobleme und redundante Aufgaben zu identifizieren.

Neuorganisation eines Support-Teams

Rich Pictures halfen, informelle Kommunikationswege sichtbar zu machen und formale Prozesse darauf abzustimmen.

1

Ziel und Teilnehmerkreis definieren; Materialien bereitstellen.

2

Einführung in Methode und Regeln; erstes gemeinsames Zeichnen.

3

Diskussion, Iteration und Dokumentation der zentralen Erkenntnisse.

4

Ableitung konkreter nächsten Schritte und Zuordnung von Verantwortungen.

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Nicht digitalisierte Ergebnisse erschweren spätere Nutzung.
  • Unklare Entscheidungen führen zu späterem Mehraufwand.
  • Inkonsistente Dokumentation zwischen Workshops.
Mangelnde ModerationskapazitätUnvollständige Stakeholder-AbdeckungFehlende Nachverfolgung der Ergebnisse
  • Verwendung als endgültige Dokumentation technischer Schnittstellen.
  • Auslassung betroffener Stakeholder und Annahmen bleiben verborgen.
  • Verwenden ohne Moderation in konfliktreichen Situationen.
  • Zu frühe Formalisierung führt zum Verlust kreativer Einsichten.
  • Keine klare Zielsetzung; Ergebnis bleibt diffus.
  • Fehlende Nachverfolgung macht Ergebnisse wirkungslos.
Moderations- und VisualisierungsfähigkeitenGrundverständnis systemischer ZusammenhängeFähigkeit zur Moderation heterogener Gruppen
Bedarf an gemeinsamem SystemverständnisNotwendigkeit, Schnittstellen und Abhängigkeiten zu klärenFrühe Identifikation von Verantwortungen und Grenzen
  • Zeitliche Begrenzung von Workshops
  • Vertraulichkeitsgrenzen bei sensiblen Themen
  • Physische oder digitale Tools müssen bereitgestellt werden