Die 3-Circle-Venn-Diagramm-Methode visualisiert Überlappungen und Schnittmengen zwischen drei Konzepten, Stakeholdergruppen oder Datenmengen. Sie dient der strukturierten Analyse, Kommunikation und Priorisierung von gemeinsamen und exklusiven Merkmalen. In Workshops unterstützt sie Entscheidungsfindung, Gap-Analyse und die Identifikation von gemeinsamen Ziel…
Nutze diesen Steckbrief, um den Baustein kurz zu verstehen, ihn im Modell einzuordnen und bei Bedarf in die 360°-Bewertung zu wechseln.
Ausführbares Vorgehen: kann angewendet werden und erzeugt ein Ergebnis.
Was Zusammenhänge ordnet, verbindet oder entscheidbar macht.
Das 3-Circle Venn Diagram ist eine Moderationsmethode, mit der drei Bereiche visuell verglichen werden. Sie macht Überschneidungen, Unterschiede und Lücken kompakt nutzbar.
Die Methode steht in der Tradition von Euler- und Venn-Diagrammen zur Darstellung von Mengenbeziehungen. John Venn popularisierte die Form im 19. Jahrhundert; die zugrunde liegende Idee war jedoch älter und diente bereits dazu, logische Relationen und Schnittmengen sichtbar zu machen. Die 3-Kreis-Variante überträgt dieses Prinzip auf Moderation und Workshop-Arbeit, um drei Perspektiven vergleichbar zu ordnen.
Stell dir drei Kreise als gemeinsame Arbeitsfläche vor. Jede Zone beantwortet eine andere Frage: nur A, nur B, nur C, A∩B, A∩C, B∩C und die Mitte als stärkste Gemeinsamkeit. Die Moderation ordnet Beobachtungen in diese Felder ein, bis sichtbar wird, wo Übereinstimmung, Konflikt oder blinde Flecken liegen.
Überlappende Flächen stellen Mengenbeziehungen so dar, dass Schnittmengen und Ausschlüsse direkt erkennbar sind.
Gemeinsame Merkmale erscheinen dort, wo sich zwei oder drei Kreise überschneiden.
Nicht überlappende Zonen zeigen Eigenschaften, die nur einem Bereich zugeordnet sind.
Der Vergleich macht Abweichungen zwischen Ist-Zustand, Zielbild und Optionen sichtbar.
Die Methode hilft, Anspruchsgruppen mit eigenen Interessen und Schnittmengen geordnet gegenüberzustellen.
Nützlich ist die Methode in Workshops, wenn drei Optionen, Teams, Zielgruppen oder Anforderungen schnell vergleichbar werden sollen — etwa für Priorisierung, Zielabgleich oder eine erste Gap-Analyse. Sie ist leicht aufzusetzen und fördert eine gemeinsame Sprache, bleibt aber abhängig von sauber benannten Kategorien und einer moderierten Auswahl der Inhalte. Bei vielen Attributen oder feinen Abstufungen wird das Bild schnell unübersichtlich; Tabellen oder ausführlichere Analysen sind dann oft belastbarer.
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