Double-Loop-Learning fördert nicht nur die Korrektur von Fehlern, sondern hinterfragt grundlegende Annahmen und Organisationsregeln, die Verhalten steuern. Es verbindet konkrete Problemlösung mit reflexiver Veränderung von Zielen und Prozessen und unterstützt dauerhafte Lernfähigkeit und Anpassung in komplexen Organisationen. Organisationen nutzen es, um übe…
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Theoretisches Gebilde: erklärt einen Begriff, ein Prinzip oder ein Denkmodell.
Was du verstehen musst, um ein Themenfeld sinnvoll zu denken.
Double-Loop Learning beschreibt eine Lernform, bei der Organisationen nicht nur Fehler beheben, sondern auch die Regeln, Ziele und Annahmen prüfen, die ihr Handeln steuern.
Der Begriff wurde von Chris Argyris im Kontext organisationalen Lernens in den 1970er-Jahren geprägt. Sein HBR-Artikel von 1991 macht die Unterscheidung zwischen Korrektur innerhalb bestehender Regeln und einer zweiten Schleife sichtbar, die diese Regeln selbst hinterfragt. Ausgangspunkt ist das wiederkehrende Problem, dass Organisationen Fehler oft reproduzieren, solange ihre grundlegenden Normen und Entscheidungslogiken unangetastet bleiben.
Man kann sich das als zwei Ebenen der Rückmeldung vorstellen. In der ersten Ebene wird eine Abweichung korrigiert: Ist das Ergebnis falsch, wird die Handlung angepasst. In der zweiten Ebene fragt das Team, ob Zielgröße, Regel oder Denkweise überhaupt stimmen. So kann aus wiederholter Fehlerbehebung eine Änderung der Leitplanken werden.
Abweichungen werden innerhalb bestehender Regeln ausgeglichen, ohne die Regeln selbst zu ändern.
Grundlegende Ziele, Normen und Entscheidungsregeln, an denen Verhalten ausgerichtet ist.
Verinnerlichte Annahmen darüber, wie eine Situation funktioniert und was als sinnvoll gilt.
Eine Organisation, die Lernen, Austausch und Anpassung so verankert, dass Erfahrung zu dauerhaftem Wandel führt.
Rückmeldungen liefern nicht nur Korrekturen, sondern auch Hinweise darauf, ob die Problembeschreibung selbst falsch ist.
Nützlich ist das Konzept bei wiederkehrenden Problemen, Incident-Analysen, Retrospektiven, Governance-Fragen oder wenn schnelle Korrekturen helfen, das Grundmuster aber bestehen bleibt. Es verlangt Offenheit für Kritik und genug Zeit für Reflexion; nicht jede Abweichung rechtfertigt eine Regelrevision, und die tiefere Prüfung kann konfliktträchtiger und langsamer sein als reine Fehlerbehebung.
Wo dieser Baustein im Themenmodell verortet ist.
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Die Ebene innerhalb der Organisation (Unternehmen, Domäne, Team), auf der der AssetBlock angewendet wird.