Ein Capability Landscape ist ein holistisches Modell zur Abbildung und Priorisierung von Geschäftsfähigkeiten über Organisationseinheiten hinweg. Es unterstützt strategische Entscheidungen, Investitionspriorisierung und Abstimmung zwischen Produkt- und IT‑Roadmaps. Die Visualisierung schafft Transparenz über Verantwortlichkeiten, Abhängigkeiten und Reifegrad…
Nutze diesen Steckbrief, um den Baustein kurz zu verstehen, ihn im Modell einzuordnen und bei Bedarf in die 360°-Bewertung zu wechseln.
Theoretisches Gebilde: erklärt einen Begriff, ein Prinzip oder ein Denkmodell.
Was Zusammenhänge ordnet, verbindet oder entscheidbar macht.
Eine Capability Landscape ist eine strukturierte Übersicht über die Geschäftsfähigkeiten einer Organisation. Sie ordnet Fähigkeiten in einen strategischen Gesamtblick ein, damit Produkte, IT und Investitionen auf gemeinsame Ziele ausgerichtet werden können.
Der Begriff stammt aus der Enterprise-Architecture- und Business-Architecture-Praxis, in der Organisationen ihre Geschäftsfähigkeiten getrennt von Aufbauorganisation und Prozesslandkarten sichtbar machen. Das adressiert ein wiederkehrendes Steuerungsproblem: Strategie, Produktplanung und IT-Investitionen müssen bereichsübergreifend auf dieselben Fähigkeiten ausgerichtet werden. TOGAF und ArchiMate liefern dafür den fachlichen Rahmen.
Stell dir eher eine Landkarte als ein Ablaufdiagramm vor: Jede Fläche steht für eine Fähigkeit, die Gruppierung zeigt fachliche Bereiche oder Domänen, und Farben oder Stufen markieren Reifegrad oder Priorität. Verbindungen machen Abhängigkeiten sichtbar. Die Karte sagt nicht, wie Arbeit sequenziell läuft, sondern wo die Organisation stark ist, Lücken hat oder doppelt aufgestellt ist.
Eine Fähigkeit beschreibt, was die Organisation fachlich leisten können muss, um Wert zu schaffen.
Fähigkeiten werden nach Geschäftsbereichen, Plattformen oder Produktzuschnitten geordnet, damit Vergleiche möglich werden.
Fähigkeiten werden nach strategischer Bedeutung, Risiko oder Investitionsbedarf gewichtet.
Eine Zuständigkeit pro Fähigkeit macht klar, wer Pflege, Entwicklung und Entscheidungen trägt.
Die Darstellung zeigt, welche Fähigkeiten ausgereift sind, wo Lücken bestehen und wie sich Bereiche gegenseitig beeinflussen.
Nützlich ist die Landscape bei Zielbildarbeit, Portfolio- und Plattformentscheidungen, M&A, Zielarchitektur und Roadmap-Abstimmung. Ihr Wert hängt von einer stabilen Capabilities-Taxonomie, geeigneter Granularität und klarer Verantwortlichkeit ab; zu feine Modelle werden schnell unübersichtlich. Sie ersetzt weder Prozessmodelle noch Organigramme, sondern ergänzt sie.
Wo dieser Baustein im Themenmodell verortet ist.
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Die Ebene innerhalb der Organisation (Unternehmen, Domäne, Team), auf der der AssetBlock angewendet wird.