Parallel Run ist eine Migrations- und Rollout-Methode, bei der das neue System für eine definierte Zeit parallel zum alten betrieben wird, um Funktionalität und Datenabgleich zu validieren. Sie reduziert Ausfallrisiken und ermöglicht kontrollierte Rückfalloptionen. Aufwand und Koordination steigen mit Systemkomplexität.
Nutze diesen Steckbrief, um den Baustein kurz zu verstehen, ihn im Modell einzuordnen und bei Bedarf in die 360°-Bewertung zu wechseln.
Ausführbares Vorgehen: kann angewendet werden und erzeugt ein Ergebnis.
Was Zusammenhänge ordnet, verbindet oder entscheidbar macht.
Ein Parallel Run betreibt eine neue und eine bestehende Lösung zeitweise gleichzeitig, um Ergebnisse, Verhalten und Betriebsfolgen vor einer Umstellung zu vergleichen.
Der Ansatz entstand aus dem Bedarf, migrations- und modernisierungsbedingte Risiken durch einen kontrollierten Vergleich zu begrenzen. Er ist in Migrationsmustern wie Strangler Fig und bei schrittweisen Cloud-Umstellungen verbreitet.
Beide Systeme erhalten denselben fachlich geeigneten Input. Eine Vergleichsschicht prüft Ergebnisse und Latenzen, während nur ein System als führend gilt. Abweichungen werden klassifiziert; erst nach definierten Abnahmekriterien wird der Traffic umgeschaltet.
Alt- und Neusystem laufen mit abgestimmtem Daten- und Betriebsmodell gleichzeitig.
Fachliche Resultate, Fehler und Laufzeiten werden gegen gemeinsame Erwartungen geprüft.
Ein kontrollierter Wechsel legt fest, wann das Neusystem führend wird und wie Rückfall funktioniert.
Parallel Runs senken das Risiko kritischer Migrationen, erhöhen aber Kosten, Datenabgleich und Betriebsaufwand. Aussagekräftige Testdaten, Idempotenz, Datenschutz und ein begrenzter Zeitraum müssen vorab geklärt werden.
Wo dieser Baustein im Themenmodell verortet ist.
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Diese Einordnung zeigt, in welchem Kontext der Baustein typischerweise relevant wird, wie anspruchsvoll er ist und welche Wirkung er im Modell hat.
Die Ebene innerhalb der Organisation (Unternehmen, Domäne, Team), auf der der AssetBlock angewendet wird.