Databricks
Cloud‑native Plattform für Data Engineering, Analytics und kollaboratives Arbeiten mit Apache Spark.
Klassifikation
- KomplexitätHoch
- AuswirkungTechnisch
- EntscheidungstypTechnisch
- OrganisationsreifeReif
Technischer Kontext
Prinzipien & Ziele
Use Cases & Szenarien
Kompromisse
- Vendor‑Lock‑In bei Einsatz proprietärer Features
- Fehlende Kostenkontrolle ohne Governance
- Unsachgemäße Konfiguration kann Datenlecks erlauben
- Jobs idempotent und versionierbar gestalten
- Kosten‑Alerts und Quoten zur Budgetkontrolle nutzen
- Delta Lake für Transaktionen und Zeitreise nutzen
I/O & Ressourcen
- Rohdaten in Cloud‑Speichern (S3, ADLS, GCS)
- Zugriffs‑ und Sicherheitsrichtlinien
- Teamstruktur und Governance‑Vorgaben
- Bereinigte und katalogisierte Datensätze
- Ausführbare Jobs und Deployments
- Monitoring‑Daten und Betriebsmesswerte
Beschreibung
Databricks ist eine einheitliche, cloud-native Datenplattform, die Apache Spark mit verwalteter Infrastruktur und kollaborativen Arbeitsbereichen kombiniert. Sie ermöglicht Data Engineering, Data Science und Analytics-Teams, skalierbare ETL‑Pipelines zu erstellen, Notebooks auszuführen und Machine‑Learning‑Modelle produktiv zu setzen. Angeboten wird Databricks als SaaS auf großen Cloud‑Anbietern.
✔Vorteile
- Schnelle Skalierung von Spark‑Workloads
- Integrierte Kollaboration für Teams
- Managed Infrastruktur reduziert Operationalaufwand
✖Limitationen
- Kosten können bei schlecht optimierten Workloads steigen
- Enge Verzahnung mit Cloud‑Anbietern erforderlich
- Komplexe Berechtigungsmodelle in großen Organisationen
Trade-offs
Metriken
- Joblaufzeit
Durchschnittliche Dauer von ETL‑ oder Notebook‑Jobs.
- Kosten pro Datensatz
Rechenkosten bezogen auf verarbeitete Datenmenge.
- Cluster‑Auslastung
CPU/GPU‑ und Speicher‑Auslastung über Timeframes.
Beispiele & Implementierungen
ETL‑Pipelines für Analytics
Ein Unternehmen zentralisiert Logs in S3, transformiert sie mit Databricks und liefert bereinigte Daten an BI‑Systeme.
Gemeinsame Notebook‑Analyse
Data‑Science‑Team nutzt geteilte Notebooks für Explorative Datenanalyse und gemeinsame Visualisierung.
ML‑Modellserving mit Überwachung
Modelltraining, Versionierung und produktive Bereitstellung erfolgen über Databricks, inklusive Performance‑Monitoring.
Implementierungsschritte
Cloud‑Konto und IAM‑Rollen einrichten
Netzwerk und Storage‑Zugriffe konfigurieren
Workspace, Cluster‑Policies und Berechtigungen definieren
Erste Notebooks und ETL‑Jobs entwickeln und testen
Kostenmonitoring, Alerts und Governance etablieren
⚠️ Technische Schulden & Engpässe
Tech Debt
- Nicht refaktorierte monolithische ETL‑Jobs
- Veraltete Notebooks ohne Tests oder Dokumentation
- Hardcodierte Cloud‑Credentials in Skripten
Bekannte Engpässe
Beispiele für Missbrauch
- Produktion auf kleinen interaktiven Clustern laufen lassen
- Plattform als reines Archiv statt aktives Daten‑Platform verwenden
- Unkontrollierte Nutzung teurer GPU‑Instanzen für einfache Jobs
Typische Fallen
- Unzureichende Rechte‑Segregation führt zu Datenzugriffen
- Fehlende Kostenallokation erschwert Verantwortlichkeiten
- Overprovisioning von Clustern ohne Autoscaling
Erforderliche Fähigkeiten
Drivers (Architectural Drivers)
Constraints
- • Abhängigkeit von Cloud‑Anbietern
- • Kostenmodell und Budgetgrenzen
- • Regulatorische Datenstandorte