Service-Choreographie beschreibt ein dezentrales Modell für die Koordination verteilter Dienste, in dem jede Komponente Interaktionsregeln lokal durchsetzt. Im Gegensatz zur Orchestrierung gibt es keine zentrale Steuerinstanz; Verantwortung und Fehlerbehandlung werden verteilt. Sie eignet sich besonders für lose gekoppelte, domänenspezifische Microservice-Ar…
Nutze diesen Steckbrief, um den Baustein kurz zu verstehen, ihn im Modell einzuordnen und bei Bedarf in die 360°-Bewertung zu wechseln.
Theoretisches Gebilde: erklärt einen Begriff, ein Prinzip oder ein Denkmodell.
Was Zusammenhänge ordnet, verbindet oder entscheidbar macht.
Service-Choreographie koordiniert verteilte Services über gemeinsam vereinbarte Interaktionsregeln, ohne dass ein zentraler Dienst den gesamten Ablauf steuert.
Das Konzept kommt aus der Beschreibung verteilter Geschäftsinteraktionen. Die W3C-Spezifikation WS-CDL beschreibt eine Choreographie als globales, beobachterunabhängiges Protokoll der erlaubten Nachrichten- und Rolleninteraktionen.
Jeder beteiligte Service kennt seine Rolle und reagiert auf Ereignisse oder Nachrichten gemäß dem Protokoll. Dadurch entsteht lose Kopplung, aber die Gesamtlogik verteilt sich über mehrere Teilnehmer. Versionierung, Korrelation, Idempotenz und Fehlerkompensation müssen deshalb ausdrücklich gestaltet werden.
Kein zentraler Controller steuert den gesamten Ablauf; Teilnehmer setzen ihre lokalen Regeln selbst um.
Rollen, Nachrichten und zulässige Reihenfolgen bilden einen gemeinsam verstandenen Ablauf.
Fehleranalyse und Änderungen werden anspruchsvoller, weil Verhalten und Verantwortlichkeiten verteilt sind.
Choreographie passt zu autonomen, ereignisorientierten Domänen, wenn zentrale Ablaufsteuerung vermieden werden soll. Sie ist keine bloße Synonym für asynchrone Kommunikation und unterscheidet sich von Orchestrierung durch die Verteilung der Ablaufkontrolle.
Wo dieser Baustein im Themenmodell verortet ist.
Keine Strukturpfade verfügbar.
Erkunde, wie dieser Wissensbaustein mit Konzepten, Methoden, Technologien und Tools verbunden ist.
Diese Quellen belegen den Begriff und seine fachliche Bedeutung.
Alle direkten Verbindungen des aktuellen Wissensbausteins in einer kompakten, textuellen Darstellung.
Diese Einordnung zeigt, in welchem Kontext der Baustein typischerweise relevant wird, wie anspruchsvoll er ist und welche Wirkung er im Modell hat.
Die Ebene innerhalb der Organisation (Unternehmen, Domäne, Team), auf der der AssetBlock angewendet wird.