Event Sourcing ist ein Architekturansatz, der es ermöglicht, den Zustand eines Systems durch die Speicherung von Ereignissen nachzuvollziehen. Anstatt den aktuellen Zustand direkt zu speichern, werden alle Änderungen als Ereignisse aufgezeichnet. Dies ermöglicht eine vollständige Historie der Änderungen und erleichtert die Wiederherstellung von Zuständen zu…
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Theoretisches Gebilde: erklärt einen Begriff, ein Prinzip oder ein Denkmodell.
Was Zusammenhänge ordnet, verbindet oder entscheidbar macht.
Event Sourcing speichert fachliche Änderungen als unveränderliche Ereignisse und leitet den aktuellen Zustand daraus ab.
Der Ansatz wurde Mitte der 2000er von Martin Fowler im Kontext der Enterprise Application Architecture beschrieben. Ausgangspunkt war das Problem klassischer CRUD-Systeme: Sie halten meist nur den letzten Zustand, verlieren Historie, erschweren die Rekonstruktion früherer Zustände und stoßen bei konkurrierenden Schreibzugriffen schnell an Grenzen. Event Sourcing beantwortet das mit einer append-only Ereignisfolge als maßgeblicher Quelle.
Stell dir für jedes fachliche Objekt ein dauerhaftes Ereignisprotokoll vor. Jede Aktion hängt ein neues Ereignis an; der aktuelle Zustand entsteht erst, wenn der Strom in Reihenfolge abgespielt wird. Für Abfragen baut das System daraus Projektionen oder Materialized Views. Werden Verläufe lang, helfen Snapshots; ändern sich Regeln oder Datenformen, braucht es Schema-Versionierung und gelegentlich Kompensationen.
Die zeitliche Reihenfolge aller fachlichen Änderungen für ein Objekt oder Aggregat.
Der Zustand wird aus gespeicherten Ereignissen neu zusammengesetzt, statt direkt gelesen zu werden.
Eine abgeleitete Sicht auf Ereignisse, die auf schnelle und einfache Abfragen ausgelegt ist.
Neue Ereignisse werden nur angehängt, wenn der gelesene Stand noch gültig ist und keine Zwischenänderung vorliegt.
Ereignisse und Leser müssen mit weiterentwickelten Datenformen und Feldern umgehen können.
Mehrere lokale Schritte werden über Ereignisse und Kompensationen zu einem übergreifenden Prozess koordiniert.
Ereignisse orientieren sich an Fachsprache, Bounded Contexts und Regeln des Domänenmodells.
Event Sourcing ist nützlich, wenn Auditierbarkeit, historische Rekonstruktion, Debugging oder fachliche Nachvollziehbarkeit wichtiger sind als einfache Punktabfragen. Es passt oft zu komplexen Domänen und zu Systemen mit mehreren Lesemodellen. Der Preis ist höherer Aufwand bei Modellierung, Projektionen, Nebenläufigkeitskontrolle und Migration; für viele Standardanwendungen reicht klassisches CRUD.
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Die Ebene innerhalb der Organisation (Unternehmen, Domäne, Team), auf der der AssetBlock angewendet wird.