Event-Driven Architecture (EDA) ist ein Architekturansatz, der sich auf die Erzeugung, Übertragung und Verarbeitung von Ereignissen konzentriert. In EDA-Systemen kommunizieren Komponenten über Ereignisse, die von einem Ereignis-Emitter erzeugt und von einem oder mehreren Ereignis-Handlern verarbeitet werden. Dieser Ansatz fördert die Entkopplung von Komponen…
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Event-Driven Architecture beschreibt Systeme, in denen fachliche Änderungen als Ereignisse veröffentlicht und von anderen Teilen verarbeitet werden, statt direkte Aufrufe zwischen allen Komponenten zu erzwingen.
Der Ansatz entstand in der Softwarearchitektur und in verteilten Systemen aus dem Problem, dass direkt gekoppelte Komponenten bei Änderungen, Lastspitzen oder unterschiedlichen Reaktionszeiten schwer beherrschbar werden. Ereignisse verlagern die Kopplung von unmittelbaren Aufrufen auf beobachtbare Zustandsänderungen: Ein Sender meldet etwas, andere Teile reagieren unabhängig. So lassen sich Integrationen, Benutzerinteraktionen und fachliche Prozessschritte flexibler verbinden.
Stell dir EDA wie eine Anschlagtafel mit Reaktionsketten vor. Eine Quelle erzeugt ein Ereignis und stellt es auf einem Ereigniskanal bereit. Ein oder mehrere Handler nehmen es auf, prüfen den Typ und führen lokal eine passende Aktion aus. Aus dieser Aktion können weitere Ereignisse entstehen. Die Architektur trennt damit Auslöser, Transport und Verarbeitung; die Koordination entsteht über die Folge der Ereignisse, nicht über enge Direktaufrufe.
Eine beobachtbare fachliche Änderung, auf die andere Komponenten reagieren können.
Eine Komponente erzeugt und veröffentlicht das Ereignis, ohne die spätere Verarbeitung fest zu verdrahten.
Der Kanal transportiert Ereignisse zwischen Quelle und Verarbeitungseinheiten.
Ein Handler empfängt ein Ereignis und setzt daraus eine lokale fachliche Reaktion um.
Auslösung und Verarbeitung werden getrennt, damit Änderungen in einem Teil nicht sofort alle anderen Teile betreffen.
EDA ist sinnvoll, wenn mehrere Systeme auf dieselbe fachliche Änderung reagieren, Benutzeraktionen schnell sichtbar werden sollen oder Integrationen nicht als starre Aufrufketten gebaut werden können. Sie passt besonders gut in neue Lösungen mit klaren Ereignisgrenzen. Trade-off: mehr verteilte Komponenten, schwierigeres Nachverfolgen und die Notwendigkeit sauber definierter Ereignisse; bestehende Monolithen lassen sich oft nur mit Aufwand umstellen.
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