Das Cloud-Service-Modell klassifiziert Bereitstellungsarten wie IaaS, PaaS und SaaS sowie deren Verantwortungs- und Betriebsgrenzen. Es hilft Entscheidungsträgern, Abstraktionsgrad, Kontrolle und Betriebskosten von Diensten zu bewerten. Relevante Aspekte sind Multi-Tenancy, SLA-Verantwortung und Integration mit On-Premises-Systemen. Die Wahl des Modells beei…
Nutze diesen Steckbrief, um den Baustein kurz zu verstehen, ihn im Modell einzuordnen und bei Bedarf in die 360°-Bewertung zu wechseln.
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Was du verstehen musst, um ein Themenfeld sinnvoll zu denken.
Das Cloud-Service-Modell ordnet Cloud-Angebote danach, wie viel Infrastruktur, Plattform und Anwendung der Anbieter betreibt und wie Verantwortung zwischen Anbieter und Kunde verteilt wird.
In der Cloud-Architektur und ihrer Standardisierung entstand die Einteilung, weil ausgelagerte IT-Leistungen nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch und vertraglich abgegrenzt werden mussten. NIST machte die Modelle IaaS, PaaS und SaaS zu einer gemeinsamen Referenz, damit Kontrolle, Betriebsaufwand, Compliance und Integrationsbedarf vergleichbar werden.
Stell dir drei übereinanderliegende Schichten mit einer verschiebbaren Übergabekante vor. Bei IaaS liefert der Anbieter Rechenleistung, Speicher und Netzwerk; der Kunde verwaltet Betriebssystem und Anwendungen. Bei PaaS kommen Laufzeit und Plattform hinzu. Bei SaaS wird die fertige Anwendung bereitgestellt. Je höher die Schicht, desto mehr Betrieb liegt beim Anbieter und desto weniger Kontrolle beim Kunden.
Das übergeordnete Paradigma stellt IT-Ressourcen über Netzwerke bedarfsgerecht bereit.
Der Anbieter stellt Infrastruktur bereit; der Kunde verwaltet typischerweise Betriebssysteme, Laufzeit und Anwendungen.
Der Anbieter betreibt zusätzlich Plattform und Laufzeit; der Kunde fokussiert Code und Daten.
Der Anbieter liefert die fertige Anwendung; der Kunde nutzt und konfiguriert sie.
Sicherheits- und Betriebsaufgaben werden je nach Dienstschicht unterschiedlich verteilt.
Mehrere Kunden teilen eine technische Basis, bleiben aber logisch voneinander getrennt.
Das Modell ist nützlich bei Cloud-Auswahl, Migration, Vertragsprüfung und Governance. Es hilft, Kontrollbedarf gegen Betriebsentlastung abzuwägen und Pflichten sauber zuzuordnen. In der Praxis sind die Grenzen jedoch nicht immer scharf: Zusatzdienste, Identität, Datenhaltung und Netzwerkanbindung können das Verantwortungsprofil eines Angebots verschieben.
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