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method#Softwareentwicklung#Produkt#Architektur#Lieferung

Use Case Modeling

Eine strukturierte Methode zur Beschreibung funktionaler Anforderungen aus Anwenderperspektive. Erfasst Akteure, Ziele und Interaktionsschritte in klaren Szenarien zur Unterstützung von Analyse, Priorisierung und Testable-Ableitungen.

Use Case Modeling ist eine strukturierte Methode zur Identifikation und Modellierung funktionaler Anforderungen aus Anwenderperspektive.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Organisatorisch
  • Design
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

UML-Modellierungswerkzeuge (z. B. Enterprise Architect)Issue-Tracking-Systeme (z. B. Jira) zur Verknüpfung mit AnforderungenDokumentationsplattformen (z. B. Confluence) für Zusammenarbeit

Prinzipien & Ziele

Beschreibe Verhalten aus Sicht der Nutzer, nicht der Implementierung.Trenne Hauptszenarien klar von Alternativ- und Fehlerpfaden.Nutze iterative Verfeinerung in Abstimmung mit Stakeholdern.
Erkundung
Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Veraltete Use Cases führen zu falschen Annahmen in der Entwicklung.
  • Übermäßige Formalität blockiert schnelles Feedback.
  • Unklare Akteurserfassung kann Verantwortlichkeiten verschleiern.
  • Fokussiere auf Kernszenarien und dokumentiere Alternativen knapp.
  • Nutze einfache, erwartbare Rollenbezeichnungen für Akteure.
  • Verknüpfe Use Cases mit Akzeptanzkriterien und Tests frühzeitig.

I/O & Ressourcen

  • Produktvision oder Geschäftsziele
  • Stakeholder-Interviews und Nutzerstories
  • Bestehende Prozess- oder Systemdokumentation
  • Dokumentierte Use Cases mit Haupt- und Alternativszenarien
  • Ableitung von Akzeptanzkriterien und Testfällen
  • Priorisierte Umsetzungspakete und offene Fragen

Beschreibung

Use Case Modeling ist eine strukturierte Methode zur Identifikation und Modellierung funktionaler Anforderungen aus Anwenderperspektive. Sie beschreibt Akteure, Ziele und schrittweise Interaktionen in konkreten Szenarien und verbindet fachliche Erwartungen mit technischen Tests. Das Vorgehen fördert gemeinsames Verständnis, Priorisierung und die Ableitung konkreter Umsetzungsschritte.

  • Erhöht gemeinsames Verständnis zwischen Business und Entwicklung.
  • Ermöglicht klare Ableitung von Akzeptanzkriterien und Tests.
  • Hilft Priorisierung durch Sicht auf Nutzerziele.

  • Fokussiert auf funktionale Anforderungen, nicht auf nicht-funktionale Aspekte.
  • Kann bei zu großer Detailtiefe schnell unhandlich werden.
  • Benötigt aktive Stakeholder-Beteiligung für valide Ergebnisse.

  • Abdeckungsgrad der Use Cases

    Anteil der identifizierten Nutzerbedürfnisse, die durch Use Cases abgedeckt sind.

  • Testable-Akzeptanzkriterien pro Use Case

    Anzahl klar formulierter, überprüfbarer Akzeptanzkriterien je Use Case.

  • Zeit bis zur Validierung

    Durchschnittliche Zeit zwischen Entwurf eines Use Cases und Stakeholder-Validierung.

E-Commerce Checkout

Use Cases beschreiben Schrittfolge von Warenkorb bis Zahlung inkl. Ausnahmen wie Zahlungsfehler.

Support-Ticket-Workflow

Szenarien modellieren Ticket-Erstellung, Priorisierung und Eskalationspfade.

Banküberweisung

Use Cases definieren Berechtigungen, Bestätigungsmechanismen und Fehlerbehandlung für Überweisungen.

1

Vorbereitung: Stakeholder identifizieren und Ziele klären.

2

Erhebung: Workshops durchführen, Akteure und Hauptszenarien erfassen.

3

Modellierung: Haupt- und Alternativpfade dokumentieren.

4

Validierung: Use Cases mit Stakeholdern prüfen und anpassen.

5

Ableitung: Akzeptanzkriterien, Tests und Umsetzungs-Pakete ableiten.

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Unvollständige oder inkonsistente Use Case-Archive erschweren Wartung.
  • Veraltete Modelle ohne Traceability zu Implementierungen.
  • Fehlende Standardisierung führt zu divergenten Modellierungsstilen.
Unklare StakeholderverfügbarkeitZu hoher DokumentationsaufwandInkonsistente Modellierungskonventionen
  • Ersetzen von Benutzerinterviews durch reine Dokumentation serientypischer Abläufe.
  • Verwendung von Use Cases zur Festlegung technischer Implementierungsdetails.
  • Annahme, dass ein einzelner Use Case alle Nutzerfälle abdeckt.
  • Verwechslung von Akteur und Systemkomponente.
  • Nichtbeachten von Fehler- und Ausnahmepfaden.
  • Zu spätes Einbinden von Endnutzern in Validierungsschritten.
Anforderungsanalyse und ModerationGrundkenntnisse in UML oder strukturierten NotationenFähigkeit zur Stakeholder-Kommunikation
Klarheit der Anforderungen gegenüber der ArchitekturTestbarkeit und Ableitbarkeit von AkzeptanzkriterienNachvollziehbarkeit von Nutzerzielen und Verantwortlichkeiten
  • Zeitliche Begrenzung der Workshops
  • Beschränkte Zugänglichkeit technischer Details für Business-Stakeholder
  • Tool- oder Notationsvorgaben (z. B. UML-Version)