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method#Produktmanagement#Governance#Delivery

Dot Voting

Einfache Priorisierungstechnik, bei der Teilnehmer Punkte (Dots) auf Optionen verteilen, um schnelle Konsenshinweise zu erhalten.

Dot Voting ist eine einfache, schnelle Priorisierungsmethode, bei der Teilnehmer Punkte (Dots) auf Optionen verteilen, um Präferenzen sichtbar zu machen.
Etabliert
Niedrig

Klassifikation

  • Niedrig
  • Organisatorisch
  • Organisation
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Digitale Whiteboards (Miro, MURAL)Umfragetools oder Abstimmungs-PluginsProduktmanagement-Tools für Ergebnisübernahme

Prinzipien & Ziele

Klare Fragestellung und definiertes Ziel vorgebenBegrenzte Anzahl Dots pro Person festlegenErgebnisse gemeinsam interpretieren und dokumentieren
Erkundung
Team, Domäne

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Falsche Priorisierung durch Missverständnisse der Optionen
  • Scheinbare Konsenstäuschung ohne tieferes Commitment
  • Manipulation durch Abstimmungsverhalten
  • Optionen kurz, klar und vergleichbar beschreiben
  • Zeitlich begrenzte Abstimmungsphase festlegen
  • Ergebnis in nächste Schritte übersetzen und Verantwortlichkeiten klären

I/O & Ressourcen

  • Katalog von Optionen oder Ideen
  • Mechanik zum Markieren (Stifte, Punkte, digitale Tools)
  • Moderation und klare Fragestellung
  • Priorisierte Liste
  • Visuelle Ergebnisdarstellung
  • Entscheidungsgrundlage für nächste Schritte

Beschreibung

Dot Voting ist eine einfache, schnelle Priorisierungsmethode, bei der Teilnehmer Punkte (Dots) auf Optionen verteilen, um Präferenzen sichtbar zu machen. Sie eignet sich für Workshops und Entscheidungsfindung in Teams. Die Methode fördert Partizipation, reduziert Diskussionen, hat aber Limitierungen bei Komplexität und Kontextabhängigkeit.

  • Schnelle Sichtbarkeit von Gruppenvorlieben
  • Erhöhte Partizipation vieler Stakeholder
  • Reduzierter Zeitaufwand im Vergleich zu langen Diskussionen

  • Ungeeignet bei hochkomplexen, abhängigen Entscheidungen
  • Ergebnis hängt stark von der Formulierung der Optionen ab
  • Kann dominante Stimmen nicht vollständig ausgleichen

  • Zeit bis zur Entscheidung

    Misst die Dauer von Vorstellung bis zur priorisierten Liste.

  • Anteil beteiligter Stakeholder

    Prozentualer Anteil der eingeladenen Personen, die abstimmen.

  • Konsistenz zwischen Auswahl und späterer Umsetzung

    Vergleich ausgewählter Optionen mit tatsächlich umgesetzten Maßnahmen.

Design-Sprint eines Startups

Ein Startup nutzte Dot Voting, um aus zehn Produktideen drei zu priorisieren und fokussiert Prototypen zu bauen.

Produkt-Backlog-Refinement bei mittelgroßem Team

Das Team reduzierte Diskussionen und schuf rasch eine priorisierte Liste für den nächsten Sprint.

Stakeholder-Alignement in Strategie-Workshop

Mehrere Abteilungen nutzten Dot Voting, um gemeinsame Prioritäten sichtbar zu machen und Ressourcen zu diskutieren.

1

Optionen vorbereiten und sichtbar machen.

2

Anzahl Dots und Regeln kommunizieren.

3

Dots verteilen, Ergebnis zusammen auswerten und dokumentieren.

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Ergebnisse nicht digital erfassen und rückverfolgbar machen
  • Keine Verknüpfung zu Umsetzungs-Backlogs
  • Unklare Verantwortlichkeiten nach Priorisierung
Unklare OptionstexteUngleichgewicht der TeilnehmergruppenMangelnde Moderationserfahrung
  • Verwendung bei hochkomplexen Architekturentscheidungen ohne weitere Analyse
  • Anonyme Massenabstimmung ohne Moderation führt zu verzerrten Prioritäten
  • Optionen werden während der Abstimmung verändert
  • Fehlende Nachbereitung der Ergebnisse
  • Zu wenige oder zu viele Dots verteilen
  • Nichtrepräsentative Teilnehmerzusammensetzung
Moderation und ZeitmanagementKlarheit in der Formulierung von OptionenErgebnisinterpretation und Entscheidungsbefähigung
Bedarf an schnellen Entscheidungen in WorkshopsGeringe verfügbare ModerationszeitNotwendigkeit, viele Stakeholder einzubeziehen
  • Begrenzte Anzahl Dots pro Person
  • Klare, unterscheidbare Optionen erforderlich
  • Zeitbox für Abstimmungs- und Auswertungsphase