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method#Daten#Qualitätssicherung#Sicherheit#Softwaretechnik

Datenvalidierung

Methode zur systematischen Überprüfung von Datenqualität und -konformität mittels Regeln, Validierungspipelines und Fehlerbehandlung.

Data Validation ist eine strukturierte Methode zur Prüfung und Sicherstellung der Korrektheit, Vollständigkeit und Konsistenz von Daten entlang von Pipelines und Schnittstellen.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Technisch
  • Architektur
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

JSON-Schema-Validatoren (z. B. AJV)API-Gateways für Request-ValidationETL-Tools mit Validierungsstufen

Prinzipien & Ziele

Frühe Validierung: Prüfe Eingaben am frühestmöglichen Punkt.Single Source of Truth: Regeln zentral definieren und wiederverwenden.Fail fast und klare Fehlerkommunikation.
Umsetzung
Team, Domäne

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Zu strikte Regeln blockieren legitime Eingaben
  • Fehlende oder inkonsistente Regeln erzeugen stille Datenfehler
  • Security-Lücken bei unzureichender Input-Sanitation
  • Zentrale Regelbibliothek mit Versionsmanagement
  • Kombination aus client- und serverseitiger Validierung
  • Klares Fehlerformat und konsistente Statuscodes

I/O & Ressourcen

  • Daten-Feeds oder API-Payloads
  • Schema-Definitionen oder Validierungsregeln
  • Kontextinformationen (Benutzer, Version, Quelle)
  • Validierte Daten oder Fehlerreports
  • Metriken und Dashboards zur Datenqualität
  • Audit-Logs und Korrekturaufgaben

Beschreibung

Data Validation ist eine strukturierte Methode zur Prüfung und Sicherstellung der Korrektheit, Vollständigkeit und Konsistenz von Daten entlang von Pipelines und Schnittstellen. Sie definiert Regeln, Formate und Grenzwerte, kombiniert automatisierte Prüfungen mit Rückmeldungen und Fehlerbehandlung. Geeignet für API-, Datenbank- und ETL-Kontexte.

  • Reduzierte Fehlerraten und weniger Nacharbeit
  • Bessere Datengüte und verlässliche Aggregationen
  • Schnellere Fehlerlokalisierung durch standardisierte Reports

  • Validierung alleine löst keine fehlerhafte Geschäftslogik
  • Hoher Aufwand bei heterogenen Altsystemen
  • Performance-Overhead bei sehr großen Datensätzen

  • Validierungsfehler-Rate

    Prozentsatz der fehlerhaften Datensätze gegenüber Gesamtinput.

  • Durchsatz der Validierungs-Pipeline

    Anzahl verarbeiteter Einträge pro Sekunde.

  • MTTR für Datenfehler

    Mittlere Zeit bis zur Korrektur erkannter Datenfehler.

API-Validator im Bestellservice

Ein E‑Commerce-Team setzte JSON-Schema zur Validierung von Bestellpayloads ein und reduzierte Fehlerfälle im Backend um 40%.

ETL-Qualitätschecks für Marketingdaten

Marketingdaten wurden vor der Aggregation automatisiert geprüft; Inkonsistenzen führten zu automatischen Korrekturschritten und Benachrichtigungen.

Migrationsvalidierung beim CRM-Wechsel

Bei der Migration wurden Validierungsregeln eingesetzt, um Mappingfehler zu finden und Rückläufer zu minimieren.

1

Anforderungen und Datenmodelle erfassen

2

Validierungsregeln und Schemas definieren

3

Validierungskomponenten implementieren und integrieren

4

Automatisierte Tests und Monitoring einrichten

5

Betrieb und kontinuierliche Regelpflege organisieren

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Harter Code für Validierungslogik in mehreren Services
  • Alte Regelversionen ohne Migrationspfad
  • Keine Test-Suites für Validierungsregeln
Inkonsistente SchemasLate-Binding ValidierungFehlende Observability
  • Blocking aller nicht exakt passenden Formate ohne Fallback
  • Ignorieren von Datensicherheitsprüfungen bei Validierung
  • Vertrauen auf menschliche Review statt automatischer Prüfungen
  • Regeln zu restriktiv definieren und später schwer lockern
  • Nicht berücksichtigte Varianten von Eingabeformaten
  • Fehlende Observability verschleiert Ursachen
Kenntnis von Datenmodellen und SchemataErfahrung mit Validierungsbibliotheken und TestingGrundlegendes Verständnis von Datensicherheit
Datenintegrität über SystemgrenzenSkalierbarkeit der ValidierungsprozesseSicherheits- und Compliance-Anforderungen
  • Legacy-Formate und nicht standardisierte Schnittstellen
  • Echtzeit-Anforderungen mit niedriger Latenz
  • Regulatorische Vorgaben für Datenhaltung