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method#Produkt#Delivery#Governance

Brainwriting

Brainwriting ist eine moderierte Methode zur systematischen Ideenfindung, bei der Teilnehmende Ideen schriftlich sammeln und in Runden weitergeben.

Brainwriting ist eine strukturierte Kreativitätstechnik, bei der Teilnehmende zunächst individuell Ideen schriftlich festhalten und dann in Runden weiterentwickeln.
Etabliert
Niedrig

Klassifikation

  • Niedrig
  • Organisatorisch
  • Organisation
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Miro / Mural TemplatesConfluence / Notion zur DokumentationGoogle Docs / Sheets für Nachbereitung

Prinzipien & Ziele

Schriftlichkeit erhöht Teilhabe und Vielfalt.Zeitboxen schaffen Fokus und Vergleichbarkeit.Anonymität reduziert Dominanz und Bias.
Erkundung
Team, Domäne

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Unklare Regeln führen zu geringer Beteiligung.
  • Zu kurze Zeitboxen verhindern Tiefe.
  • Schlechte Dokumentation verliert Ideenverlauf.
  • Zeitboxen klar einhalten und kommunizieren.
  • Anonymität nutzen, um soziale Hemmungen zu senken.
  • Ergebnisse dokumentieren und für Nacharbeit strukturieren.

I/O & Ressourcen

  • Klare Problem- oder Aufgabenstellung
  • Moderationsskript und Zeitplan
  • Arbeitsmaterialien (Papier, Whiteboard, digitales Board)
  • Sammlung roher Ideen
  • Kategorisierte Ideencluster
  • Auswahl priorisierter Konzepte

Beschreibung

Brainwriting ist eine strukturierte Kreativitätstechnik, bei der Teilnehmende zunächst individuell Ideen schriftlich festhalten und dann in Runden weiterentwickeln. Sie reduziert Dominanz durch Einzelne, erhöht die Ideenvielfalt und eignet sich besonders für verteilte oder leise Gruppen. Anwendungskontext, Moderation und Zeitboxen beeinflussen die Wirksamkeit.

  • Erhöhte Ideenmenge durch paralleles, individuelles Arbeiten.
  • Geringerer Einfluss dominanter Teilnehmender.
  • Gute Eignung für verteilte oder stille Teams.

  • Benötigt klare Moderation und Struktur.
  • Kann weniger spontane Interaktion erzeugen.
  • Nicht alle Ideen werden sofort kontextualisiert.

  • Anzahl eingereichter Ideen

    Misst Volumen der Beiträge pro Session und Teilnehmer.

  • Anteil umsetzbarer Ideen

    Prozentsatz der Ideen, die kurzfristig getestet oder umgesetzt werden können.

  • Teilnahmequote

    Anteil der eingeladenen Personen, die aktiv beitragen.

Produkt-Team erhöht Ideenanzahl

Ein Produktteam ersetzte offenes Brainstorming durch Brainwriting und verdoppelte die eingereichten Ideen, da leisere Mitglieder mehr beitrugen.

Remote-Design-Sprint

Während eines Remote-Design-Sprints nutzte ein Team digitales Brainwriting, um asynchron Ideen über Zeitzonen hinweg zu sammeln.

Interdisziplinäre Lösungsfindung

In einem Strategie-Workshop half Brainwriting, unterschiedliche Fachperspektiven gleichwertig einzubringen und verdeckte Annahmen zu identifizieren.

1

Ziel definieren und Problem kurz beschreiben.

2

Teilnehmende und Zeitboxen festlegen.

3

Regeln erklären (schriftlich, anonym/benannt, Rundenanzahl).

4

Erste Schreibrunde: individuelle Ideensammlung.

5

Weitere Runden: Ideen weitergeben und ergänzen.

6

Clustern, bewerten und nachbereiten.

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Nicht standardisierte Templates erschweren Wiederverwendung.
  • Keine zentrale Ablage für Ideenverlust führt zu Wissensverlust.
  • Fehlende Integrationen in Tools erschweren Follow-up.
TeilnehmerzahlZeitbegrenzungModerationskompetenz
  • Brainwriting als alleinige Validierung statt Ideengenerierung.
  • Zeitdruck so hoch, dass nur oberflächliche Ideen entstehen.
  • Keine Moderation: Regeln werden missachtet und Chaos entsteht.
  • Übermäßige Struktur tötet kreative Impulse.
  • Zu frühe Bewertung reduziert Einfallsreichtum.
  • Unklare Dokumentation verhindert Nachvollziehbarkeit.
ModerationserfahrungGrundkenntnis von KreativitätstechnikenFähigkeit zur Synthese und Priorisierung
Psychologische SicherheitModerationskompetenzVerfügbarkeit geeigneter Moderationswerkzeuge
  • Begrenzte Workshopdauer
  • Notwendigkeit dokumentierter Vorlagen
  • Zugänglichkeit für remote Teilnehmende