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method#Qualitätssicherung#Zuverlässigkeit#Softwaretechnik

Black-Box-Testing

Black-Box-Testing prüft die funktionalen Anforderungen einer Software aus Anwendersicht, ohne interne Implementierungsdetails zu betrachten. Fokus liegt auf Eingaben, Ausgaben und Schnittstellenverhalten.

Black-Box-Testing ist eine Testmethode, die die funktionalen Anforderungen eines Systems überprüft, ohne interne Implementierungsdetails zu berücksichtigen.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Technisch
  • Design
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Testautomatisierung (z. B. Selenium)Testmanagement-Tools (z. B. TestRail, Zephyr)CI/CD-Pipelines zur Ausführung und Ergebnisaufnahme

Prinzipien & Ziele

Trennung von Testlogik und ImplementierungsdetailsFokus auf Anforderungen und NutzersichtKombination mit White-Box-Methoden zur vollständigen Abdeckung
Umsetzung
Team, Domäne

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Falsche Prämissen über Systemgrenzen führen zu Lücken
  • Übersehen von nicht-funktionalen Problemen wie Performance
  • Falsche Priorisierung von Tests bei begrenzten Ressourcen
  • Kombination aus Black-Box- und White-Box-Methoden zur vollständigen Abdeckung
  • Automatisierbare Kernpfade in CI integrieren
  • Explorative Sprints für frühe Entdeckung komplexer Fehler

I/O & Ressourcen

  • Anforderungsdokumente, Akzeptanzkriterien
  • Testumgebungen mit Schnittstellenzugang
  • Repräsentative Testdaten und Benutzerrollen
  • Testprotokolle und Fehlerberichte
  • Abnahmeempfehlungen und ‑entscheidungen
  • Reproduzierbare Testfälle für Regressionstests

Beschreibung

Black-Box-Testing ist eine Testmethode, die die funktionalen Anforderungen eines Systems überprüft, ohne interne Implementierungsdetails zu berücksichtigen. Tester prüfen Eingaben und Ausgaben sowie Schnittstellenverhalten und validieren Akzeptanzkriterien. Die Methode eignet sich für Abnahme-, Integrations- und Systemtests, hilft sichtbare Fehlverhalten aus Nutzersicht zu identifizieren und ergänzt White-Box-Verfahren in umfassenden Teststrategien.

  • Unabhängigkeit von Implementierungsdetails erleichtert neutralen Abnahmetest
  • Gute Eignung für Akzeptanz- und Integrationstests
  • Einfachere Automatisierung von End-to-End-Szenarien

  • Begrenzte Einsicht in interne Ursachen von Fehlern
  • Potentiell unvollständige Pfadabdeckung ohne White-Box-Analysen
  • Abhängigkeit von aussagekräftigen Anforderungen und Testdaten

  • Testfallabdeckung (Funktional)

    Anteilswert der validierten Funktionalitäten gegenüber spezifizierten Anforderungen.

  • Defektdichte pro Modul

    Anzahl gefundener Fehler bezogen auf Funktionsumfang oder LOC.

  • Mean Time to Detect (MTTD) für funktionale Fehler

    Durchschnittliche Zeit zwischen Fehlerinjektion und erster Entdeckung im Testprozess.

Webformular-Eingabevalidierung

Test von Eingabefeldern, Grenzwerten und Fehlermeldungen ohne Blick auf Backend-Implementierung.

API-Vertragstest als Konsument

Prüfen, ob die API erwartete Antworten liefert und Fehler korrekt behandelt werden.

Akzeptanztest für Geschäftsprozesse

End-to-end-Szenario durchspielen, um Geschäftsanforderungen aus Anwendersicht zu validieren.

1

Anforderungen analysieren und Akzeptanzkriterien ableiten

2

Testfälle aus Benutzersicht entwerfen

3

Tests ausführen, Ergebnisse dokumentieren und priorisieren

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Unzureichende Automatisierung der Kernpfade
  • Mangelnde Testdatenverwaltung führt zu instabilen Tests
  • Keine Regressionstests in der CI-Pipeline
TestdatenbereitstellungUmgebungsstabilitätSchnittstellen-Reproduzierbarkeit
  • Black-Box-Tests als einzige Qualitätsmaßnahme in kritischen Systemen
  • Unstrukturierte explorative Tests ohne Dokumentation
  • Automatisieren fragiler UI-Tests statt stabiler Integrationsszenarien
  • Anforderungen sind unvollständig, was zu falschem Testfokus führt
  • Fehlende Testdaten erschweren reproduzierbare Tests
  • Verwechslung von Black-Box- und White-Box-Zielen bei der Testplanung
Testdesign und Risikobasierte PriorisierungDomänenwissen und NutzerperspektiveUmgang mit Testwerkzeugen und Automatisierung
Sichtbarkeit der Anforderungen und AkzeptanzkriterienStabilität von Schnittstellen und VerträgenVerfügbarkeit realistischer Testdaten und Umgebungen
  • Begrenzte Einsicht in proprietäre Komponenten
  • Eingeschränkter Zugriff auf Produktionsdaten
  • Zeitliche Begrenzungen im Release-Zyklus