UX Best Practice
Sammelt bewährte Gestaltungsprinzipien und Methoden zur Schaffung nutzerzentrierter Produkte. Ziel ist die Verbesserung von Gebrauchstauglichkeit, Zugänglichkeit und Produktnutzung.
Klassifikation
- KomplexitätMittel
- AuswirkungGeschäftlich
- EntscheidungstypDesign
- OrganisationsreifeFortgeschritten
Technischer Kontext
Prinzipien & Ziele
Use Cases & Szenarien
Kompromisse
- Fokus auf falsche Metriken führt zu irreführenden Optimierungen.
- Übermäßige Vereinfachung kann wichtige Funktionalität entfernen.
- Ignorieren technischer Einschränkungen erzeugt Umsetzungsprobleme.
- Testen mit echten Nutzern, nicht nur internen Stakeholdern.
- Kombinieren von quantitativen und qualitativen Daten.
- Designentscheidungen dokumentieren und wiederholbar machen.
I/O & Ressourcen
- Nutzerforschung (Interviews, Tests, Analytics)
- Geschäftsziele und Produktmetriken
- Technische Voraussetzungen und Designsystem
- Validierte Prototypen und Wireframes
- Usability-Reports und Priorisierte Maßnahmen
- Messpläne und Dashboards für UX-KPIs
Beschreibung
UX Best Practice fasst etablierte Gestaltungsprinzipien, Methoden und Prüfmechaniken zur Gestaltung nutzerzentrierter Produkte zusammen. Sie hilft Teams, Gebrauchstauglichkeit, Zugänglichkeit und Effizienz zu verbessern, indem signifikante Entscheidungsregeln und Evaluationskriterien bereitgestellt werden. Sie umfasst Forschungstechniken, Prototyping, Usability-Tests und Metriken zur Erfolgsmessung.
✔Vorteile
- Bessere Nutzerzufriedenheit und geringere Abbruchraten.
- Klarere Priorisierung von Produktentscheidungen.
- Frühzeitige Identifikation von Zugänglichkeitsproblemen.
✖Limitationen
- Benötigt Zugang zu repräsentativen Nutzern für valide Ergebnisse.
- Investitionen in Forschung und Prototyping sind nötig.
- Nicht alle Erkenntnisse lassen sich direkt skalieren.
Trade-offs
Metriken
- Aufgabenerfolgsrate
Anteil der Benutzer, die eine definierte Aufgabe korrekt abschließen.
- Zeit bis zum Abschluss (Time on Task)
Durchschnittliche Zeit, die Benutzer für eine Aufgabe benötigen.
- System Usability Scale (SUS)
Standardisierter Fragebogen zur Messung der wahrgenommenen Gebrauchstauglichkeit.
Beispiele & Implementierungen
E-Commerce Checkout-Redesign
Redesign reduzierte Abbruchrate durch vereinfachte Schritte und klare Fehlerkommunikation.
Mobile Onboarding-Optimierung
Iteratives Testing und personalisierte Inhalte steigerten Aktivierungsraten deutlich.
Dashboard-Barrierefreiheit
Anpassungen an Kontrast und Tastaturnavigation verbesserten Nutzbarkeit für überraschend viele Anwender.
Implementierungsschritte
Ziele und Erfolgskriterien definieren.
Nutzerforschung planen und durchführen.
Prototypen erstellen und testen.
Ergebnisse priorisieren und in die Roadmap überführen.
⚠️ Technische Schulden & Engpässe
Tech Debt
- Veraltete Komponenten, die UX-Inkonsistenzen erzeugen.
- Fehlende Telemetrie zur Nachverfolgung von UX-KPIs.
- Kein dokumentiertes Designsystem, dadurch hoher Wartungsaufwand.
Bekannte Engpässe
Beispiele für Missbrauch
- Usability-Tests mit ungeeigneten Zielgruppen durchführen.
- Metriken ohne Kontext oder Zielsetzung messen.
- Zugänglichkeit nur oberflächlich prüfen statt ganzheitlich umzusetzen.
Typische Fallen
- Falsche Generalisierung aus kleinen Stichproben.
- Zu starke Abhängigkeit von Benchmarks statt Nutzerfeedback.
- Unterlassen technischer Machbarkeitsprüfungen vor großem Rollout.
Erforderliche Fähigkeiten
Drivers (Architectural Drivers)
Constraints
- • Budget- und Zeitbegrenzungen für Tests und Prototyping
- • Datenschutz- und Compliance-Vorgaben beim Nutzerfeedback
- • Technische Legacy-Einschränkungen im Produkt