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concept#Architektur#Plattform#Integration#Sicherheit

TCP/IP

Grundlegender Protokoll-Stack für die Internetkommunikation, der Adressierung, Paketvermittlung und zuverlässigen Datentransport regelt.

TCP/IP ist das grundlegende Protokoll-Stack der Internetkommunikation und definiert Regeln für Adressierung, Fragmentierung und zuverlässigen Datentransport.
Etabliert
Hoch

Klassifikation

  • Hoch
  • Technisch
  • Architektur
  • Reif

Technischer Kontext

Router und Layer‑3‑SwitchesFirewalls und NAT-GatewaysDNS- und DHCP-Server

Prinzipien & Ziele

Schichtenprinzip: klare Trennung von Funktionen in LayernEnd-to-End-Prinzip: Intelligenz möglichst an den EndpunktenRobustheit durch Einfachheit und spezifizierte Standards
Umsetzung
Unternehmen, Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Unsachgemäße Konfiguration kann zu Sicherheitslücken führen
  • MTU- oder Fragmentierungsfehler verursachen stille Paketverluste
  • Abhängigkeit von Legacy-Protokollen erschwert Modernisierung
  • IPv6-Strategie frühzeitig einplanen
  • Monitoring für Latenz, Durchsatz und Paketverlust einrichten
  • Sicherheitsrichtlinien (Firewalls, Segmentierung) konsequent umsetzen

I/O & Ressourcen

  • Netzwerktopologie und Adresspläne
  • Spezifikationen für Durchsatz, Latenz und Verfügbarkeit
  • Kompatibilitätsanforderungen mit vorhandenen Systemen
  • Definierte IP-Subnetze und Routing-Tabellen
  • Konfigurationsrichtlinien für Transportprotokolle
  • Monitoring- und Testmetriken zur Betriebsüberwachung

Beschreibung

TCP/IP ist das grundlegende Protokoll-Stack der Internetkommunikation und definiert Regeln für Adressierung, Fragmentierung und zuverlässigen Datentransport. Es umfasst Schichten wie IP und TCP/UDP, ermöglicht Routing über heterogene Netzwerke und bildet die technische Basis für Web-, E‑Mail- und Anwendungsdienste. Netzwerkingenieure, Systemarchitekten und Entwickler verwenden TCP/IP als Referenzmodell für Design, Fehlersuche und Leistungsoptimierung.

  • Breite Interoperabilität zwischen Herstellern und Plattformen
  • Skalierbarkeit über heterogene Netzwerke und Router
  • Gut dokumentierte Standards und zahlreiche Implementierungen

  • Komplexität bei Fehlersuche in überlagerten Protokollen
  • IPv4-Adressknappheit erfordert zusätzliche Lösungen (NAT, IPv6)
  • Nicht alle Anwendungen benötigen zuverlässigen Transport; Anpassung nötig

  • Durchsatz

    Menge an übertragenen Daten pro Zeiteinheit, wichtig für Leistungsmessung.

  • Latenz

    Zeit zwischen Senden und Empfangen eines Pakets; kritisch für interaktive Dienste.

  • Paketverlust

    Anteil verlorener Pakete, beeinflusst Qualität und Wiederholungsbedarf.

World Wide Web

HTTP-Dienste laufen über TCP/IP und nutzen IP-Adressen für Routing und Erreichbarkeit.

E-Mail (SMTP über TCP)

E-Mail-Übertragung verwendet TCP auf Anwendungsebene für zuverlässige Zustellung.

VoIP/Streaming (UDP/IP)

Echtzeit-Audio/Video nutzt oft UDP über IP für geringere Latenz trotz möglicher Paketverluste.

1

Anforderungen und Topologie definieren

2

Adressierung und Subnetzplanung durchführen

3

Geräte konfigurieren, testen und überwachen

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Legacy-NAT-Lösungen statt IPv6-Migration
  • Veraltete Firmware oder nicht gepatchte Netzwerkgeräte
  • Unzureichende Automatisierung der Netzwerk-Konfiguration
Bandbreite (Durchsatzbegrenzungen)Latenz und jitter in EchtzeitübertragungenAdressraum- und Fragmentierungsprobleme
  • Verwendung von TCP für zeitkritische Streams ohne QoS
  • Ignorieren von MTU-Einstellungen und Fragmentierung
  • Offene, unpolicierte Endpunkte im Produktionsnetz
  • Schwerfällige Fehlersuche bei Schichtübergreifenden Problemen
  • Versteckte Performance-Einbußen durch kleine Konfigurationsfehler
  • Fehlende Dokumentation von Adress- und Routingänderungen
Grundkenntnisse der Netzwerktechnik und OSI/TCP-IP-ModelleErfahrung mit IP-Adressierung und SubnettingKenntnisse zu Routing-Protokollen und Paket-Analyse
Interoperabilität über heterogene GeräteSkalierbarkeit des Routings und AdressierungZuverlässigkeit und Fehlertoleranz beim Datentransport
  • Physikalische Mediumgrenzen (z. B. WLAN, Kupfer)
  • Kompatibilität mit Legacy-Hardware und -Protokollen
  • Regulatorische und Sicherheitsanforderungen in Netzen