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concept#Architektur#Softwareentwicklung#Integration#Sicherheit

TCP/IP‑Modell

Ein konzeptionelles Schichtenmodell zur Beschreibung von Netzwerkfunktionen und Protokollen für IP‑basierte Kommunikation.

Das TCP/IP‑Modell ist ein konzeptionelles Rahmenwerk, das eine geschichtete Architektur für die Vernetzung und Kommunikationsprotokolle in IP‑basierten Systemen beschreibt.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Technisch
  • Architektur
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Netzwerk‑Monitoring (z. B. Prometheus, SNMP)Konfigurationsmanagement (z. B. Ansible)Security‑Tools (IDS/IPS, Firewalls)

Prinzipien & Ziele

Schichten klar trennen, Verantwortlichkeiten definierenProtokolle sollten interoperabel und minimal seinFehlerlokalisierung entlang der Schichten erleichtern
Umsetzung
Unternehmen, Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Fehlende Abgrenzung führt zu Verantwortungsproblemen
  • Falsche Schichteinordnung erschwert Debugging
  • Übermäßiges Vertrauen in Modell könnte Sicherheitslücken übersehen
  • Dokumentation der Schichtzuordnung für Dienste
  • Einsatz standardisierter Protokolle und Versionen
  • Regelmäßige Prüfungen der Netzwerkparameter und SLAs

I/O & Ressourcen

  • Topologie‑ und Konfigurationsdaten
  • Anforderungen an Sicherheit und Compliance
  • Messdaten aus Monitoring‑Systemen
  • Schichtbezogene Architekturentscheidungen
  • Empfehlungen für Protokolle und Kontrollen
  • Test‑ und Betriebsanweisungen

Beschreibung

Das TCP/IP‑Modell ist ein konzeptionelles Rahmenwerk, das eine geschichtete Architektur für die Vernetzung und Kommunikationsprotokolle in IP‑basierten Systemen beschreibt. Es differenziert Netzwerkfunktionen in vier Schichten mit klaren Zuständigkeiten und dient als Grundlage für Protokolldesign, Interoperabilität, Betrieb und Fehlersuche. Es hilft, Entwurfsentscheidungen und Kompromisse zwischen Leistung, Sicherheit und Komplexität zu analysieren.

  • Fördert Interoperabilität zwischen Herstellern
  • Ermöglicht modulare Protokollentwicklung
  • Unterstützt systematische Fehlersuche

  • Abstraktion kann Implementierungsdetails verbergen
  • Nicht alle modernen Protokolle passen exakt in vier Schichten
  • Vernachlässigt physikalisch‑spezifische Eigenheiten

  • Paketverlust

    Anteil verlorener Pakete über einen definierten Zeitraum; Indikator für Netzwerkzuverlässigkeit.

  • Latenz (Round‑Trip Time)

    Zeit für eine Nachricht hin und zurück; relevant für Performance‑kritische Anwendungen.

  • Durchsatz (Throughput)

    Maximal übertragene Datenmenge pro Zeiteinheit; misst Kapazität und Effizienz.

IPv4‑Routing zwischen zwei Rechenzentren

Einsatz von IP‑Routing (Netzwerkschicht) und BGP zur Anbindung heterogener Netzsegmente.

TLS für Webapplikationen

TLS wird auf Transportschichtdienste (TCP) aufgesetzt, um Applikationsdaten zu schützen.

NAT in hybriden Cloud‑Szenarien

Network Address Translation wirkt auf der Netzwerkschicht und beeinflusst Adressierung und Debugging.

1

Bestandsaufnahme der aktuellen Netzwerkarchitektur

2

Abbildung von Diensten auf TCP/IP‑Schichten

3

Definition von Kontrollen, Tests und Monitoring

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Veraltete Protokollversionen in kritischen Pfaden
  • Unzureichend dokumentierte Netzwerktopologie
  • Hartkodierte Adressierung und fehlende Automatisierung
Routing‑KonvergenzMTU und FragmentierungDNS‑Auflösung
  • Anwenden von Transportoptimierungen ohne Interoperabilitätstests
  • Sicherheitskontrollen nur auf Anwendungsebene implementieren
  • MTU‑Änderungen ohne End‑to‑End‑Validierung
  • Falsche Annahmen über transparente NAT‑Verhalten
  • Vermischung von Transport‑ und Anwendungssicht in Diagnosen
  • Unterschätzung von DNS‑Auswirkungen auf Verfügbarkeit
Netzwerkprotokolle und OSI/TCP‑IP‑KenntnisFehlersuche und MesswerterfassungSicherheits‑ und Segmentierungsprinzipien
Interoperabilität zwischen SystemenSkalierbarkeit von Netzwerken und DienstenSicherheit und Segmentierungsanforderungen
  • Abhängigkeit von Standardprotokollen und RFCs
  • Legacy‑Infrastruktur mit proprietären Eigenheiten
  • Physikalische Einschränkungen (Bandbreite, Latenz)