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concept#Architektur#Softwareentwicklung#Governance

Systems Thinking

Ganzheitlicher Denkansatz zur Analyse vernetzter Systeme und ihrer Rückkopplungen.

Systems Thinking ist ein ganzheitlicher Denkansatz zur Analyse von komplexen, vernetzten Systemen.
Etabliert
Hoch

Klassifikation

  • Hoch
  • Organisatorisch
  • Organisation
  • Reif

Technischer Kontext

Confluence / DokumentationsplattformenProjektmanagement- und OKR-ToolsModellierungswerkzeuge (z. B. causal loop tools)

Prinzipien & Ziele

Systemgrenzen explizit definierenRückkopplungen und Verzögerungen berücksichtigenHebelpunkte statt Symptombehandlung fokussieren
Erkundung
Unternehmen, Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Übervereinfachung führt zu falschen Hebelinterpretationen
  • Paralyse durch zu viele Szenarien und Optionen
  • Falsche Systemgrenzen verschleiern Ursachen
  • Einsatz visueller Modelle zur gemeinsamen Verständigung
  • Kleine Experimente statt großer Hypothesen
  • Regelmäßiges Monitoring kritischer Indikatoren

I/O & Ressourcen

  • Daten zu Prozessen und Leistung
  • Stakeholder-Wissen und Kontextinformationen
  • Visuelle Modellierungswerkzeuge
  • Kausale Modelle und Szenarien
  • Priorisierte Maßnahmenpläne
  • Monitoring- und Evaluationsmetriken

Beschreibung

Systems Thinking ist ein ganzheitlicher Denkansatz zur Analyse von komplexen, vernetzten Systemen. Er betont Rückkopplungen, Dynamiken und Wechselwirkungen zwischen Komponenten, um nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Anwendung findet er in Strategie, Architektur und Organisationsentwicklung, um Nebenwirkungen zu erkennen und langfristige Hebel zu identifizieren.

  • Bessere Vorhersage von Nebenwirkungen
  • Langfristig resilientere Entscheidungen
  • Verbesserte funktionsübergreifende Abstimmung

  • Erfordert Zeit und Moderationsaufwand
  • Modelle können komplex und schwer kommunizierbar werden
  • Nicht alle dynamischen Effekte sind vollständig vorhersehbar

  • Anzahl identifizierter Hebelpunkte

    Anzahl kritischer Hebelpunkte, die aus Systemanalysen abgeleitet wurden.

  • Reduktion wiederkehrender Incidents

    Messung der Abnahme von wiederkehrenden Problemen nach Interventionen.

  • Funktionsübergreifende Kollaborationsscore

    Bewertung der Zusammenarbeit zwischen beteiligten Teams und Stakeholdern.

Vermeidung von Optimierungen, die Nebenwirkungen erzeugen

Ein Team optimiert eine Kennzahl lokal, verursacht aber unerwartet Engpässe in nachgelagerten Prozessen.

Feedback-getriebene Architekturverbesserung

Durch Analyse von Feedback-Schleifen werden resilientere Service-Grenzen definiert.

Organisatorische Hebelpunkte identifizieren

Kleine Anpassungen in Governance reduzieren wiederkehrende Abstimmungsaufwände deutlich.

1

Stakeholder zusammenbringen und Ziele klären.

2

Gemeinsame Systemmodelle erstellen und validieren.

3

Hebelpunkte ableiten, Maßnahmen planen und iterativ evaluieren.

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Ungepflegte Modelle mit veralteten Daten
  • Fehlende Automatisierung für Monitoring
  • Inkonsistente Dokumentation von Annahmen
Datenverfügbarkeit für ModellbildungInterdisziplinäre KommunikationslückenBegrenzte Moderationskapazität
  • Modelle als endgültige Wahrheit interpretieren
  • Komplexe Modelle bauen, ohne umsetzbare Erkenntnisse zu liefern
  • Systemgrenzen so ziehen, dass Verantwortlichkeiten verschleiert werden
  • Zu enge Systemgrenzen führen zu Fehlschlüssen
  • Ignorieren von Zeitverzögerungen in Wirkungszusammenhängen
  • Stakeholder-Frustration durch zu abstrakte Modelle
Systemisches Denken und ModellierungswissenFacilitation und ModerationDomänenwissen und Dateninterpretation
Grenzen und SchnittstellenklarheitSkalierbarkeit und AnpassungsfähigkeitTransparenz von Rückkopplungen
  • Zeitliche Ressourcen für Workshops
  • Zugriff auf qualitative und quantitative Daten
  • Organisatorische Offenheit für systemische Sichtweisen