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concept#Daten#Analyse#Software-Engineering

Statistische Analyse

Methoden zur Sammlung, Darstellung und Interpretation von Daten mit dem Ziel, Muster, Zusammenhänge und Unsicherheiten zu erkennen und zu quantifizieren.

Statistische Analyse umfasst das Sammeln, Aufbereiten und Interpretieren von Daten, um Muster, Zusammenhänge und Unsicherheit zu erkennen.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Geschäftlich
  • Design
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Data Warehouse (z. B. Snowflake, BigQuery)Analytik- und Statistikbibliotheken (R, Python/pandas, statsmodels)BI-Tools und Dashboards (z. B. Tableau, Power BI)

Prinzipien & Ziele

Transparenz: Methoden, Annahmen und Schritte müssen dokumentiert werden.Reproduzierbarkeit: Analysen sollen mit denselben Daten reproduzierbar sein.Modellkritik: Annahmen, Limitationen und Unsicherheiten offen kommunizieren.
Erkundung
Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Fehldeutung statistischer Signifikanz als praktische Relevanz.
  • Overfitting durch unkritische Modellanpassung.
  • Verzerrungen durch fehlende oder fehlerhafte Daten.
  • Trennung von explorativen und konfirmatorischen Analysen
  • Automatisierte Datenqualitätsprüfungen integrieren
  • Ergebnisse mit Unsicherheitsmaßen berichten

I/O & Ressourcen

  • Strukturierte oder unstrukturierte Rohdaten
  • Metadaten und Metrikdefinitionen
  • Fachliche Fragestellungen und Akzeptanzkriterien
  • Analysen und Visualisierungen
  • Statistische Berichte mit Unsicherheitsangaben
  • Entscheidungsempfehlungen und Operationalisierungsschritte

Beschreibung

Statistische Analyse umfasst das Sammeln, Aufbereiten und Interpretieren von Daten, um Muster, Zusammenhänge und Unsicherheit zu erkennen. Sie beinhaltet deskriptive Statistik, Inferenz, Hypothesentests und Modellbildung und unterstützt evidenzbasierte Entscheidungen in Wissenschaft, Technik und Wirtschaft. Annahmen und Unsicherheiten sind dabei explizit zu dokumentieren.

  • Bessere Entscheidungsgrundlage durch quantifizierte Erkenntnisse.
  • Früherkennung von Trends und Anomalien.
  • Messbare Bewertung von Interventionen und Produkten.

  • Abhängigkeit von Datenqualität und -repräsentativität.
  • Ergebnisse sind durch Annahmen und Modellwahl beeinflusst.
  • Kausalaussagen sind oft nur mit zusätzlichen Designs möglich.

  • Konfidenzintervallbreite

    Maß für die Unsicherheit einer Schätzung; enger ist präziser.

  • Effektstärke

    Quantifiziert die praktische Relevanz eines Effekts neben der Signifikanz.

  • p-Wert und Fehlerraten

    Statistische Kennzahlen zur Bewertung von Hypothesentests und Fehlerrisiken.

A/B-Test für Checkout-Flow

Vergleich zweier Versionen des Checkout-Flows zur Bestimmung signifikant besserer Conversion-Raten.

Qualitätskontrolle mit statistischer Prozesslenkung

Einsatz von Kontrollkarten und SPC-Metriken, um Prozessabweichungen frühzeitig zu erkennen.

Kundenabwanderungsanalyse

Analyse historischer Vertrags- und Nutzungsdaten zur Identifikation treiberbasierter Abwanderungsrisiken.

1

Problemdefinition und Metrikfestlegung

2

Dateninventar erstellen und Qualität prüfen

3

Explorative Analyse und Visualisierung durchführen

4

Geeignete statistische Methoden auswählen

5

Modelle validieren, dokumentieren und operationalisieren

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Unstrukturierte, schlecht dokumentierte Skripte und Pipelines
  • Fehlende Tests für Analysepipelines
  • Entkoppelte Datenquellen ohne harmonisierte Schemas
DatenbereinigungFeature-EngineeringFachliches Domainwissen
  • Signifikanz als alleinige Entscheidungsgrundlage bei kleinen Stichproben
  • Kausalität aus rein korrelativen Analysen schließen
  • Modelle ohne Validierung direkt in Produktion übernehmen
  • Unangemessene Behandlung fehlender Werte
  • Nichtberücksichtigung von Selektionsverzerrung
  • Übermäßiger Vertrauensbruch bei autom. Feature-Auswahl
Statistische Methoden und WahrscheinlichkeitsrechnungDatenaufbereitung und Programmierung (R, Python)Fachdomänenwissen für sinnvolle Interpretation
Datenverfügbarkeit und -qualitätSkalierbarkeit der AuswertungsinfrastrukturNachvollziehbarkeit und Auditierbarkeit von Analysen
  • Datenschutzrechtliche Vorgaben und Anonymisierungspflichten
  • Begrenzte Rechenressourcen für große Analysen
  • Verfügbarkeit konsistenter, gepflegter Metadaten