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concept#Integration#Architektur#Plattform#Sicherheit

Simple Object Access Protocol (SOAP)

SOAP ist ein standardisiertes, XML-basiertes Protokoll für den Austausch strukturierter Nachrichten zwischen Webdiensten. Es definiert Nachrichtentypen, Bindungen und Fehlerbehandlung und fokussiert auf Interoperabilität über heterogene Systeme.

SOAP (Simple Object Access Protocol) ist ein XML-basiertes Protokoll zum Austausch strukturierter Informationen zwischen Webdiensten.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Technisch
  • Architektur
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Enterprise Service Bus (z. B. Apache CXF, Mule)API-Gateways mit SOAP-UnterstützungSOAP-Client-Bibliotheken (z. B. Zeep, gSOAP)

Prinzipien & Ziele

Klare, versionierte Verträge (WSDL) definierenInteroperabilität und Typensicherheit priorisierenSicherheitsanforderungen (WS-Security) explizit abbilden
Umsetzung
Unternehmen, Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Fehlkonfigurationen führen zu Sicherheitslücken (z. B. falsche WS-Security-Implementierung)
  • Performance-Probleme durch große XML-Payloads
  • Vendor-Lock-in durch proprietäre Erweiterungen
  • WSDL strikt versionieren und Abwärtskompatibilität beachten
  • Sicherheitsrichtlinien zentral verwalten (z. B. Policy-Repositories)
  • Nutzlasten minimieren und Streaming/MTOM bei großen Binärdaten nutzen

I/O & Ressourcen

  • WSDL-Definitionen und XSD-Schemata
  • Sicherheitsanforderungen (z. B. WS-Security-Policy)
  • Netzwerk- und Betriebsanforderungen (SLA)
  • SOAP-Endpunkte mit dokumentierten WSDL-Verträgen
  • Fehlerhafte Nachrichten in Dead-Letter-Queues
  • Monitoring-Metriken und Log-Ausgaben

Beschreibung

SOAP (Simple Object Access Protocol) ist ein XML-basiertes Protokoll zum Austausch strukturierter Informationen zwischen Webdiensten. Es definiert Nachrichtentypen, Zugriffsmechanismen und Fehlerbehandlung und ist auf Interoperabilität und formale Vertragsspezifikationen (WSDL) ausgelegt. Es wird besonders in stark regulierten oder legacy-lastigen Umgebungen eingesetzt, wo strikte Typisierung und WS-* Standards wichtig sind.

  • Hohe Interoperabilität zwischen heterogenen Systemen
  • Formale, maschinenlesbare Verträge (WSDL)
  • Ausgereifte Standards für Sicherheit und Transaktionen

  • Hoher Overhead durch XML und umfangreiche Spezifikationen
  • Komplexität bei WS-* Standards und Interoperabilität
  • Weniger geeignet für leichte, mobil-orientierte APIs

  • Mittlere Nachrichtenlatenz

    Zeit zwischen Senden und Bestätigung einer SOAP-Nachricht, wichtig für SLAs.

  • Fehlerrate / Fault-Rate

    Anteil fehlgeschlagener SOAP-Aufrufe bezogen auf Gesamtaufrufe.

  • Payload-Größe

    Durchschnittliche XML-Nachrichtengröße, relevant für Netzwerk und Parsing-Performance.

ERP-Anbindung per SOAP

Ein ERP-System stellt SOAP-Services zur Verfügung, um Bestell- und Rechnungsdaten mit externen Partnern auszutauschen.

Banking-Schnittstellen in regulierten Umgebungen

Banken nutzen SOAP und WS-* Standards für streng typisierte, nachverfolgbare Transaktionen zwischen Systemen.

Legacy-Providerschnittstelle

Externer Dienstleister bietet nur SOAP-APIs; interne Systeme integrieren über ESB und Adapter.

1

WSDL-Verträge entwerfen und versionieren

2

Sicherheitsanforderungen (WS-Security) festlegen und Infrastruktur bereitstellen

3

SOAP-Endpunkt implementieren und gegen WSDL testen

4

Monitoring, Logging und Retry-Strategien einrichten

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Veraltete SOAP-Endpunkte ohne aktuelle Sicherheitsupdates
  • Fehlende WSDL-Versionierung in produktiven Schnittstellen
  • Legacy-Adapter mit manuellen Anpassungen statt wiederverwendbarer Transformationsregeln
Firewall- und Proxy-KonfigurationenGroße XML-Nachrichten und BandbreiteKomplexe WS-* Interoperabilitätsprobleme
  • SOAP für einfache, öffentliche RESTful APIs verwenden (unnötiger Overhead)
  • Schutzmechanismen abschalten, um Performance zu gewinnen
  • WSDL-Änderungen ohne Koordination ausrollen
  • Inkompatible WS-* Implementierungen zwischen Parteien
  • Fehlende Idempotenz bei Retry-Strategien
  • Übermäßige Nutzung großer XML-Payloads ohne Streaming
XML, XSD und WSDL KenntnisseVerständnis von WS-Security und PKIErfahrung mit Integrationsplattformen und ESBs
Interoperabilität heterogener SystemeSicherheits- und Compliance-AnforderungenVertragsspezifikation und Typensicherheit
  • Erforderliche Infrastruktur für WS-Security und Zertifikatsmanagement
  • Legacy-Systeme mit festen WSDL-Verträgen
  • Performance-Anforderungen bei hohem Durchsatz