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concept#Cloud#Plattform#Architektur#DevOps

Serverless Computing

Betriebs- und Architekturparadigma, bei dem Cloud-Anbieter Laufzeit und Skalierung verwalten, während Entwickler sich auf Funktionen und Ereignisse konzentrieren.

Serverless Computing beschreibt ein Cloud-Betriebsmodell, bei dem Anwendungen in vom Anbieter verwalteten Laufzeitumgebungen ausgeführt werden, ohne dass Entwickler Serverinfrastruktur verwalten müssen.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Technisch
  • Architektur
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Objektspeicher (z. B. S3)Nachrichten- und Event-Systeme (z. B. Kafka, SNS)API-Gateways und Authentifizierungsdienste

Prinzipien & Ziele

Design für Kurzläufer und IdempotenzEntkopplung durch EreignisseBeobachtbarkeit und automatisches Scaling als Erstklassige Anforderungen
Umsetzung
Unternehmen, Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Vendor-Lock-in durch anbieter-spezifische Features
  • Unvorhersehbare Kosten bei hoher Invocationszahl ohne Limits
  • Komplexität bei Debugging und verteilten Fehlern
  • Funktionen kurz, zustandslos und idempotent halten
  • Verwendung von Dead-Letter-Queues für Fehlerfälle
  • Limits und Kostenbudgets früh konfigurieren

I/O & Ressourcen

  • Cloud-Account und Berechtigungen
  • Definition von Events und Triggern
  • Observability- und Monitoring-Stack
  • Skalierende Funktionen mit Monitoringdaten
  • Kostenberichte nach Nutzung
  • Automatisierte Fehlerbehandlungspfade

Beschreibung

Serverless Computing beschreibt ein Cloud-Betriebsmodell, bei dem Anwendungen in vom Anbieter verwalteten Laufzeitumgebungen ausgeführt werden, ohne dass Entwickler Serverinfrastruktur verwalten müssen. Es fokussiert auf ereignisgesteuerte Funktionen, automatische Skalierung und Abrechnung nach Nutzung, reduziert Betriebsaufwand und verändert Architektur- und Entwicklungsentscheidungen in Organisationen.

  • Reduzierter Infrastruktur-Betriebsaufwand
  • Feinkörnige Skalierung und Kosteneffizienz bei variabler Last
  • Schnellere Iteration durch Fokussierung auf Code statt Server

  • Einschränkungen bei Laufzeitdauer und Ressourcen je Ausführung
  • Potenzielle Kaltstart-Latenzen
  • Schwierigkeiten bei lang andauernden oder stateful Workloads

  • Kaltstart-Latenz

    Zeit bis zur ersten bedienbaren Antwort nach Inaktivität; relevant für Latenz-SLAs.

  • Kosten pro Million Aufrufe

    Monetäre Kennzahl zur Abschätzung der Nutzungsabhängigen Kosten.

  • Fehlerquote pro Invocation

    Anteil fehlgeschlagener Ausführungen; Indikator für Zuverlässigkeit und Resilienz.

Dateiverarbeitung per Objekt-Storage-Trigger

Upload löst Funktion aus, die Bildverarbeitung durchführt und Metadaten speichert.

Echtzeit-Benachrichtigungen durch Event-Streams

Ereignisse erzeugen Benachrichtigungen, die durch serverlose Funktionen verteilt werden.

Webhook-gestützte API-Endpunkte

Externe Dienste senden Webhooks, die Funktionen zur Verarbeitung und Weiterleitung auslösen.

1

Analyse geeigneter Workloads für Serverless

2

Prototyp mit typischem Event-Flow erstellen

3

Monitoring, Retries und Kostenalarme einführen

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Lock-in durch anbieter-spezifische SDKs
  • Verwaiste Funktionen ohne Lifecycle-Management
  • Mangelnde Observability-Standards für Funktionen
KaltstartsProvider-LimitsNetzwerk- und I/O-Latenzen
  • Lang laufende Datenbankmigrationen in Functions ausführen
  • Große Binärartefakte als direkte Funktionspakete verteilen
  • Unbegrenztes Retries ohne Backoff konfigurieren
  • Ignorieren von Kaltstart-Strategien bei Latenzanforderungen
  • Nichtbeachtung von Anbieter-Limits und Throttling
  • Fehlende End-to-End-Tests für verteilte Abläufe
Cloud-ArchitekturverständnisErfahrung mit ereignisgesteuerten SystemenKenntnisse in Observability und Kostenkontrolle
Ereignisbasierte VerarbeitungKosteneffizienz bei variabler LastMinimierung von Betriebsaufwand
  • Maximale Ausführungsdauer je Funktion abhängig vom Anbieter
  • Beschränkte Ressourcen pro Invocation (Memory/CPU)
  • Anbieter-spezifische APIs und Konfigurationen