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concept#Sicherheit#Plattform#DevOps#Governance

Secret Management

Konzept zur sicheren Verwaltung, Speicherung und Verteilung von Zugangsdaten, Schlüsseln und Zertifikaten in verteilten Systemen.

Secret Management umfasst Konzepte und Praktiken zur sicheren Verwaltung, Verteilung und Rotation von Zugangsdaten, Schlüsseln und Zertifikaten in verteilten Systemen.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Technisch
  • Architektur
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

CI/CD-Systeme (z. B. GitLab CI, GitHub Actions)Orchestratoren (z. B. Kubernetes, Nomad)Cloud-Provider IAM und KMS-Dienste

Prinzipien & Ziele

Privilegienminimalprinzip: Dienste bekommen nur die minimal notwendigen Rechte.Automatisierung der Rotations- und Entfernungsprozesse.Zentral definierte Richtlinien für Zugriff, Audit und Lebenszyklus.
Betrieb
Unternehmen, Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Kompromittiertes Verwaltungs-Token öffnet potenziell viele Ressourcen.
  • Fehlkonfigurierte Zugriffsregeln führen zu Überprivilegierung.
  • Unzureichende Rotation erhöht die Wirkungsdauer geleakter Schlüssel.
  • Verwende kurzlebige und automatisch rotierende Anmeldeinformationen.
  • Implementiere rollenbasierte Zugriffssteuerung und Prinzip der geringsten Rechte.
  • Aktiviere umfassende Audit-Logs und überwache Zugriffsmetriken.

I/O & Ressourcen

  • Inventar vorhandener Geheimnisse und Zugangspfade.
  • Rollen- und Zugriffsmodelle der Organisation.
  • Integrationspunkte (APIs, CI/CD, Orchestratoren).
  • Zentrales Secret-Repository mit Richtlinien und Audit-Logs.
  • Automatisierte Rotations- und Widerrufsprozesse.
  • Metriken und Nachweise für Compliance-Prüfungen.

Beschreibung

Secret Management umfasst Konzepte und Praktiken zur sicheren Verwaltung, Verteilung und Rotation von Zugangsdaten, Schlüsseln und Zertifikaten in verteilten Systemen. Es beschreibt Architektur-, Betriebs- und Governance-Anforderungen, Entscheidungsfragen zu Zentralisierung, Zugriffskontrolle und Automatisierung. Ziel ist Minimierung von Lecks, Compliance-Unterstützung und betriebssichere Geheimnishandhabung.

  • Reduziert das Risiko von Credential-Leaks durch zentrale Steuerung und Rotation.
  • Erleichtert Nachweisführung und Compliance durch Auditing.
  • Verbessert Betriebsstabilität durch automatisierte Prozesse.

  • Einführung erfordert Integrationsaufwand mit bestehenden Systemen.
  • Zentrale Systeme können Single Point of Failure sein, wenn nicht hochverfügbar betrieben.
  • Nicht alle Legacy-Anwendungen unterstützen dynamische Geheimnisse ohne Anpassung.

  • Anzahl roter Geheimnisse

    Misst wie viele Geheimnisse innerhalb eines Zeitraums erfolgreich rotiert wurden.

  • Mean Time to Rotate (MTTRot)

    Durchschnittliche Zeit vom Erkennen eines kompromittierten Secrets bis zur Rotation.

  • Anzahl zugreifender Entitäten pro Geheimnis

    Gibt Hinweise auf Überprivilegierung oder Secret-Sharing.

HashiCorp Vault Einsatz bei einem Zahlungsanbieter

Zentrale Verwaltung von API-Schlüsseln und TLS-Zertifikaten mit automatisierter Rotation.

Kubernetes Secrets mit externem Provider

Aufbewahrung sensibler Daten in externem Secrets-Store statt in Kubernetes-Objekten.

CI/CD-Integration über kurzlebige Tokens

CI-Runner erhält temporäre Zugriffstoken für Deployment-Aufgaben anstelle dauerhafter Schlüssel.

1

Bestandsaufnahme vorhandener Geheimnisse und Abhängigkeiten.

2

Auswahl einer Secret-Management-Lösung und Architekturdesign.

3

Schrittweise Integration mit kritischen Workloads und CI/CD.

4

Einführung von Rotations-, Audit- und Notfallprozessen.

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Hartkodierte Secrets in Altanwendungen, die schwer zu entfernen sind.
  • Temporäre Workarounds ohne langfristige Rotation umgesetzt.
  • Inkomplette Auditierung und fehlende Historie von Zugriffsänderungen.
Secret-SprawlRotationskomplexitätZugriffsmodell-Fehlkonfiguration
  • Speichern von API-Schlüsseln in Klartext in Git-Repos.
  • Manuelle Schlüsselrotation ohne Rollback-Mechanismus.
  • Zentralen Store ohne Hochverfügbarkeit und Backups betreiben.
  • Unterschätzen des Integrationsaufwands für Legacy-Systeme.
  • Zu restriktive Policies, die Automatisierung verhindern.
  • Fehlende Überwachung erlaubt unerkannte Missbräuche.
Betrieb und Konfiguration von Secret-Stores (z. B. Vault)Sicherheitsprinzipien wie RBAC, Least Privilege und KMSCI/CD- und Deployment-Automatisierung
Vertraulichkeit und ZugangskontrolleSkalierbarkeit der Verteilung und RotationAuditierbarkeit und Compliance
  • Legacy-Anwendungen ohne API-Unterstützung für externe Stores.
  • Regulatorische Vorgaben zur Datenspeicherung und -transfers.
  • Budget und Betriebskapazität für Hochverfügbarkeit.