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concept#Softwaretechnik#Architektur#Observability#Zuverlässigkeit

Reactive Programming

Reactive Programming ist ein deklaratives Paradigma zur Verarbeitung asynchroner Datenströme und Ereignisse mit Fokus auf Backpressure, Komposition und Fehlertoleranz.

Reactive Programming ist ein deklaratives Programmierparadigma zur Verarbeitung asynchroner Datenströme und Ereignisse mit Unterstützung für Backpressure, Komposition und Fehlerpropagation.
Etabliert
Hoch

Klassifikation

  • Hoch
  • Technisch
  • Architektur
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Event-Broker (z. B. Kafka, RabbitMQ)Reactive-Client-Bibliotheken (z. B. RxJS, Reactor)Monitoring- und Tracing-Systeme (z. B. Prometheus, Jaeger)

Prinzipien & Ziele

Nicht-blockierende Verarbeitung und Reaktionsfähigkeit priorisierenBackpressure und Nachfrageorientierung als SteuermechanismusKomposition von Streams statt zentraler Zustandsverwaltung
Umsetzung
Unternehmen, Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Falsches Backpressure-Design kann zu Ressourcenengpässen führen
  • Fehler in Kompositionen können subtile Leistungsprobleme verursachen
  • Übermäßige Asynchronität erhöht Betriebsaufwand und Monitoring-Bedarf
  • Explizite Backpressure-Protokolle verwenden und testen
  • Kleine, testbare Stream-Operatoren komponieren
  • Observability für jeden relevanten Stream-Pfad sicherstellen

I/O & Ressourcen

  • Quellen für Ereignisströme (WebSockets, Kafka, HTTP-Streams)
  • Definitionen für Flow-Control und Backpressure
  • Fehlertoleranz- und Timeout-Strategien
  • Gesteuerte, vorhersehbare Verarbeitungspipelines
  • Metriken zu Latenz, Durchsatz und Fehlern
  • Sauber isolierte Fehlerpfade und Fallbacks

Beschreibung

Reactive Programming ist ein deklaratives Programmierparadigma zur Verarbeitung asynchroner Datenströme und Ereignisse mit Unterstützung für Backpressure, Komposition und Fehlerpropagation. Es fördert nicht-blockierende, skalierbare Architekturen und verbessert Reaktionsfähigkeit in verteilten Systemen. Einsatzbereiche reichen von UI-Streams bis zu hochskalierbaren Backend-Pipelines.

  • Bessere Skalierbarkeit durch nicht-blockierende Ressourcenverwendung
  • Feinere Kontrolle über Durchsatz und Latenz
  • Klare Modelle für Fehlerpropagation und Resilienz

  • Höhere kognitive Komplexität für Entwickler
  • Debugging und Tracebarkeit können schwieriger sein
  • Nicht immer sinnvoll für einfache, synchrone Workloads

  • Durchsatz (events/s)

    Misst die Anzahl verarbeiteter Ereignisse pro Sekunde als Indikator für Kapazität.

  • End-to-End-Latenz

    Zeitspanne vom Eintreffen bis zur Verarbeitung eines Events inklusive Warteschlangen.

  • Fehler- und Drop-Rate

    Anteil fehlgeschlagener oder verworfener Events im Stream.

Akka Streams für hochdurchsatzfähige Pipelines

Akka Streams demonstriert reaktive Flusssteuerung, Backpressure und komplexe Topologien im JVM-Umfeld.

RxJS in modernen Frontends

RxJS wird oft für Event-Streams, Formularvalidierung und asynchrone UI-Logik in Browser-Anwendungen eingesetzt.

Project Reactor in reaktiven Microservices

Project Reactor bietet eine Reactive Streams-konforme Basis für nicht-blockierende Server-Backends auf der JVM.

1

Konzeptuelle Schulung des Teams zu reaktiven Prinzipien und Backpressure.

2

Prototyp einer kleinen Pipeline mit reaktiven Bibliotheken erstellen und messen.

3

Observability und Metriken für asynchrone Flüsse implementieren.

4

Iterative Einführung in Produktivsysteme mit Alarmen und SLOs.

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Ad-hoc-Adapter für Legacy-Sync-Code ohne Robuste Fehlerbehandlung
  • Unklare Ownership von Stream-Operatoren und Pipelines
  • Fehlende standardisierte Metriken für reaktive Flüsse
Thread- und Scheduler-ContentionI/O-Latenz bei entfernten DienstenUnkontrollierte Puffernutzung
  • UI-Rendering komplett in komplexe Stream-Topologien packen, statt einfache Zustandsverwaltung zu nutzen
  • Unkontrolliertes Puffern großer Datenmengen im Speicher
  • Fehler-Handling unterdrücken und dadurch Inkonsistenzen provozieren
  • Verborgene Thread-Kontexte beim Brücken von blockierendem Code
  • Fehlende Backpressure-Tests in Lasttests
  • Unzureichende Instrumentierung reaktiver Pfade
Kenntnis asynchroner Programmiermodelle und Reactive StreamsErfahrung mit Debugging asynchroner FlüsseVerständnis von Backpressure-Mechanismen und Resource Management
Skalierbarkeit bei variabler LastNiedrige Latenz und hohe ReaktionsfähigkeitResilienz gegenüber Ausfällen
  • Vorhandene Bibliotheken müssen Reactive Streams unterstützen
  • Monitoring- und Tracing-Tooling muss asynchrone Flüsse darstellen können
  • Legacy-Synchroncode erfordert Adapter oder Kontekstwechsel