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concept#Produkt#Lieferung#Governance

Product Prioritization

Strukturierter Ansatz zur Bewertung und Reihenfolge von Produktideen, Features und Investitionen auf Basis von Wert, Aufwand und Risiko.

Product Prioritization ist ein strukturiertes Entscheidungsmodell zur Reihenfolge von Produktideen, Features und Investitionen.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Geschäftlich
  • Organisation
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Produkt-Roadmapping-Tools (z.B. Aha!, Productboard)Issue-Tracker und Backlog-Systeme (z.B. Jira)Analytics-Plattformen für Nutzungs- und Experimentdaten

Prinzipien & Ziele

Transparenz: Prioritäten und Gründe müssen für Stakeholder nachvollziehbar sein.Zweckorientierung: Priorisierung richtet sich an klaren Geschäftszielen und Nutzerbedürfnissen aus.Evidenzbasiert: Entscheidungen stützen sich auf Daten, Hypothesen und Risikoabschätzung.
Erkundung
Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Übergewichtung quantitativer Metriken führt zu Vernachlässigung strategischer Ziele.
  • Stakeholder-Konflikte, wenn Ziele nicht klar abgestimmt sind.
  • Priorisierung kann Innovationspotenzial einschränken, wenn nur kurzfristiger ROI zählt.
  • Kombinieren Sie quantitative Scores mit qualitativer Expertenbewertung.
  • Regelmäßige Neuausrichtung statt einmaliger Entscheidungen.
  • Transparente Dokumentation der Annahmen und Entscheidungskriterien.

I/O & Ressourcen

  • Geschäftsziele und KPI-Targets
  • Nutzerforschung, Feedback und Nutzungsdaten
  • Aufwandsschätzungen und technische Abhängigkeiten
  • Priorisierte Roadmap oder Backlog mit Begründungen
  • Entscheidungsdokumente und Kommunikationsmaterial
  • Metriken zur Nachverfolgung von Auswirkungen nach Umsetzung

Beschreibung

Product Prioritization ist ein strukturiertes Entscheidungsmodell zur Reihenfolge von Produktideen, Features und Investitionen. Es kombiniert Geschäftsziele, Kundennutzen, Risiken und Aufwand, um begrenzte Ressourcen zielgerichtet zu verteilen. Methoden wie RICE, Kano oder Value vs. Effort helfen, transparente und nachvollziehbare Prioritäten zu setzen.

  • Bessere Ressourcennutzung durch fokussierte Umsetzung der wichtigsten Maßnahmen.
  • Verbesserte Stakeholder-Alignment durch klare Prioritäten und Entscheidungslogik.
  • Schnellere Validierung von Annahmen durch gezielte MVP-Auswahl.

  • Modelle sind nur so gut wie ihre Annahmen und Datenqualität.
  • Kurzfristiger Druck kann rationale Prioritäten verzerren.
  • Nicht alle qualitativen Werte lassen sich numerisch abbilden.

  • Impact Score

    Schätzung des geschäftlichen oder Nutzerwerts einer Initiative.

  • Effort / Aufwand

    Geschätzter Entwicklungsaufwand in Team-Tagen oder Kosten.

  • Confidence / Vertrauen

    Grad der Sicherheit in der Schätzung oder Hypothese.

RICE-Scoring in einem Growth-Team

Ein Growth-Team wendet RICE an, um Maßnahmen nach Reichweite, Impact, Vertrauensniveau und Aufwand zu ordnen.

Kano-Modell zur Feature-Priorisierung

Ein Produktteam nutzt Kano, um Basis-, Leistungs- und Begeisterungsmerkmale zu unterscheiden und Investitionen zu steuern.

Value-vs-Effort-Matrix für MVP-Entscheidungen

MVP-Featureauswahl erfolgt durch Platzierung von Ideen in einer Matrix zur schnellen Identifikation hoher Wirkung bei niedrigem Aufwand.

1

Definieren Sie klare Ziele und Auswahlkriterien.

2

Sammeln Sie Ideen, Daten und Aufwandsschätzungen.

3

Wenden Sie eine geeignete Bewertungsmethode an und überprüfen Sie Ergebnisse mit Stakeholdern.

4

Dokumentieren Sie Entscheidungen, kommunizieren Sie Prioritäten und messen Sie Auswirkungen.

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Technische Schulden durch beschleunigte Umsetzung schlecht priorisierter Features.
  • Architekturkompromisse, um kurzfristige Prioritäten zu erfüllen.
  • Wartungslasten durch unklare Verantwortlichkeiten in nachträglich priorisierten Items.
Unklare ZieleMangel an validen DatenStakeholder-Konflikte
  • Features mit hohem Aufwand aber geringem strategischem Wert priorisieren wegen kurzfristiger KPIs.
  • Score-Werte manipulieren, um bereits favorisierte Vorschläge durchzusetzen.
  • Keine Anpassung des Modells bei geänderten Rahmenbedingungen.
  • Verwechslung von Dringlichkeit und Wichtigkeit.
  • Übermäßiges Vertrauen in unvollständige Nutzerdaten.
  • Zu viele Stakeholder ohne klare Moderation einbinden.
Produktstrategie und Stakeholder-ManagementGrundkenntnisse in Nutzerforschung und MetrikenModeration und Entscheidungsfindung in Workshops
Geschäftsziele und KPIsKundennutzen und NutzerforschungRessourcenverfügbarkeit und technische Machbarkeit
  • Begrenztes Budget und Teamkapazität
  • Regulatorische Vorgaben und Compliance-Anforderungen
  • Technische Abhängigkeiten zu bestehenden Systemen