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concept#Produkt#Lieferung#Governance#Software Engineering

Product Backlog

Eine priorisierte und fortlaufend gepflegte Liste von Produktanforderungen und Nutzerwerten, die als zentrale Planungsquelle im agilen Produktmanagement dient.

Das Product Backlog ist eine priorisierte, sich fortlaufend entwickelnde Liste von Produktanforderungen und Nutzerwerten.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Organisatorisch
  • Organisation
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Issue-Tracker (z. B. Jira, Azure Boards)Produkt-Analytics-PlattformenCI/CD-Pipelines zur Auslieferungssteuerung

Prinzipien & Ziele

Kontinuierliche Priorisierung nach Business-ValueKlares Verantwortungsmodell (Product Owner)Transparenz und sichtbare Entscheidungskriterien
Iteration
Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Verlust an Fokus durch zu viele niedrige Prioritäten
  • Dominanz einzelner Stakeholder ohne PO-Zusammenführung
  • Technische Schulden bleiben unberücksichtigt
  • Kleine, lieferbare Items statt großer Monolithen
  • Explizite Priorisierungsregeln und Bewertungsfaktoren
  • Regelmäßiges Aufräumen und Entfernen veralteter Items

I/O & Ressourcen

  • Produktvision und Strategie
  • Stakeholder-Anforderungen und Nutzerfeedback
  • Technische Erkenntnisse und Risiken
  • Priorisiertes Backlog
  • Schätzungen und Umsetzungspakete
  • Release- und Iterationsplanung

Beschreibung

Das Product Backlog ist eine priorisierte, sich fortlaufend entwickelnde Liste von Produktanforderungen und Nutzerwerten. Es dient als zentrale Steuerungs- und Planungsquelle für das Produktteam und ermöglicht transparentes Priorisieren, Schätzen und Nachführen von Aufgaben. Verantwortung liegt beim Product Owner. Es unterstützt Release-Planung, Stakeholder-Alignment und kontinuierliche Prioritätsprüfung.

  • Fördert fokussierte Wertlieferung durch Priorisierung
  • Verbessert Transparenz und Stakeholder-Alignment
  • Erleichtert Planbarkeit und Release-Steuerung

  • Wirtschaftlicher Wert kann schwer exakt gemessen werden
  • Benötigt Disziplin beim Pflegen und Refinement
  • Kann bei falscher Nutzung zu Überfüllung und Unübersichtlichkeit führen

  • Lead Time für Backlog-Items

    Zeit von der Erstellung bis zur Auslieferung eines Items.

  • Durchsatz (Completed Items)

    Anzahl abgeschlossener Items pro Iteration oder Zeitraum.

  • Anteil technischer Schulden im Backlog

    Prozentualer Anteil von technischen Schulden gegenüber neuen Features.

Kleines SaaS-Produkt

Ein Team pflegt ein klares, nach Business-Value priorisiertes Backlog zur schnellen Auslieferung kleiner Features.

Skalierendes Produktteam

Mehrere Teams nutzen ein gemeinsames Produkt-Backlog und koordinieren über einen Product Owner und Backlog-Slices.

Legacy-Migration

Backlog enthält technische Migrationsstories, die neben Neuentwicklungen priorisiert werden, um Risiko zu steuern.

1

Definiere Produktvision und grobe Ziele.

2

Erstelle Anfangs-Backlog mit priorisierten Epics/Features.

3

Etabliere Rollen (Product Owner) und Refinement-Zyklen.

4

Führe regelmäßige Priorisierungs- und Grooming-Sessions ein.

5

Messe Metriken und passe Prioritäten datenbasiert an.

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Alte Architekturentscheidungen blockieren schnelle Änderungen
  • Unbehebbare Abhängigkeiten durch veraltete Komponenten
  • Mangelhafte Testabdeckung für priorisierte Items
Unklare AkzeptanzkriterienMangelndes RefinementÜberfrachtetes Backlog
  • Unbegrenztes Anlegen von Tickets ohne Priorisierung
  • PO delegiert Priorisierung vollständig an Stakeholder
  • Technische Schulden dauerhaft niedriger Priorität
  • Verwechslung von Aufgaben mit Werttreibern
  • Zu viele gleichzeitig offene Top-Prioritäten
  • Fehlende Metriken zur Validierung von Prioritäten
Priorisierungs- und EntscheidungsfähigkeitFähigkeit zur Kommunikation mit StakeholdernGrundlegendes Verständnis für technische Abhängigkeiten
Business Value und NutzerbedürfnisseTechnische Abhängigkeiten und WartbarkeitZeitliche Release- und Marktanforderungen
  • Limitierte Teamkapazität
  • Abhängigkeiten zu externen Systemen
  • Regulatorische Anforderungen bei Features