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concept#Architektur#Softwareentwicklung#Integration#Zuverlässigkeit

Multi-Agenten-Systeme

Architekturparadigma verteilter, autonomer Agenten, die kooperativ oder kompetitiv Aufgaben lösen. Fokus auf Koordination, Kommunikation und emergentem Verhalten in Software- und Robotersystemen.

Multi-Agenten-Systeme bezeichnen verteilte Verbünde autonomer, interagierender Agenten, die kooperieren oder konkurrieren, um komplexe Aufgaben zu lösen.
Etabliert
Hoch

Klassifikation

  • Hoch
  • Technisch
  • Architektur
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Nachrichtenbroker (MQTT, RabbitMQ) für asynchrone KommunikationContainer-Orchestrierung (Kubernetes) zur Skalierung von AgenteninstanzenROS (Robot Operating System) für robotische Agenten

Prinzipien & Ziele

Dezentralisierung fördert Robustheit und Skalierbarkeit.Klare Kommunikationsprotokolle und Ontologien sind notwendig.Agenten sollten autonome Entscheidungen mit globalen Zielen ausbalancieren.
Umsetzung
Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Unvorhersehbare Interaktionen führen zu Nebenwirkungen im System.
  • Schlechte Protokolle können Deadlocks oder Ressourcen-Konkurrenz erzeugen.
  • Sicherheitslücken in Agentenkommunikation erlauben Manipulation.
  • Klare Schnittstellen und robuste Fehlbehandlung für Agentenkommunikation.
  • Simulationen frühzeitig verwenden, um emergente Effekte zu evaluieren.
  • Monitoring und verteilte Tracing-Werkzeuge für Interaktionsanalysen integrieren.

I/O & Ressourcen

  • Agentendefinitionen und Verhaltensregeln
  • Kommunikationsprotokolle und Ontologien
  • Umgebungsinformationen und Sensordaten
  • Koordinierte Aktionen und Entscheidungen
  • Protokolle und Logdaten interagierender Agenten
  • Leistungsstatistiken und Simulationsergebnisse

Beschreibung

Multi-Agenten-Systeme bezeichnen verteilte Verbünde autonomer, interagierender Agenten, die kooperieren oder konkurrieren, um komplexe Aufgaben zu lösen. Sie liefern architektonische Prinzipien für Koordination, Verhandlung und emergentes Verhalten in Software- oder Robotersystemen. MAS werden in Simulation, Automatisierung und verteilten Steuerungen breit eingesetzt.

  • Skalierbare, modulare Systeme durch verteilte Agentenarchitektur.
  • Verbesserte Fehlertoleranz durch lokale Entscheidungen.
  • Flexibilität bei heterogenen und dynamischen Umgebungen.

  • Koordination kann in großen Netzen teuer und komplex sein.
  • Vorhersagbarkeit emergenten Verhaltens ist begrenzt.
  • Aufwand für Konsistenz und Sicherheit steigt mit Anzahl der Agenten.

  • Durchsatz pro Agent

    Messung der verarbeiteten Tasks pro Zeiteinheit und Agent; Indikator für Effizienz.

  • Koordinationslatenz

    Zeit zwischen Koordinationsanfrage und bestätigter Aktion; beeinflusst Reaktionsfähigkeit.

  • Fehlerquote durch Interaktionen

    Anteil fehlgeschlagener Interaktionen oder Deadlocks; Maß für Stabilität.

JADE (Java Agent Development Framework)

Ein Framework zur Implementierung verteilter Agenten und Agentenkommunikation in Java.

Multi-Agentensimulation für Verkehr

Verkehrssimulationen nutzen agentenbasierte Modelle zur Analyse von Stau und Routing.

Roboterkooperative Inspektion

Schwärme von Robotern führen kollaborative Inspektionen an kritischen Infrastrukturen durch.

1

Ziele und Agentenrollen definieren, Domänenziele und KPIs festlegen.

2

Kommunikationsprotokolle und Ontologie auswählen oder standardisieren.

3

Prototyp mit wenigen Agenten und Simulationsumgebung aufbauen.

4

Skalierungstests, Observability hinzufügen und schrittweise in Produktion überführen.

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Unvollständige Dokumentation von Agenten-APIs und Protokollen.
  • Ad-hoc Nachrichtenformate, die spätere Interoperabilität verhindern.
  • Fehlende Observability-Integration erschwert Fehlersuche.
KommunikationsbandbreiteGlobale KonsistenzBeobachtbarkeit verteilter Interaktionen
  • MAS für einfache, deterministische Workflows einsetzen, die zentrale Steuerung benötigen.
  • Keine Monitoring-Strategie implementieren und dadurch Interaktionsfehler übersehen.
  • Agenten mit kompletter Weltwahrnehmung ausstatten und damit Skalierbarkeit opfern.
  • Zu späte Definition gemeinsamer Kommunikationssemantik.
  • Ignorieren von Sicherheitsaspekten bei dezentraler Kommunikation.
  • Ohne Simulationsphase direkt in großmaßstäbliche Tests gehen.
Verteilte Systeme und NetzwerkprotokolleAgentenmodellierung und Multi-Agenten-DesignTesting, Observability und Simulation von Interaktionen
Fehlertoleranz durch DezentralisierungLatenzanforderungen und lokale EntscheidungsbedarfeSkalierbarkeit in dynamischen Umgebungen
  • Begrenzte Netzwerkbandbreite und Latenz
  • Ressourcenbeschränkungen einzelner Agenten
  • Regulatorische Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz