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concept#Architektur#Softwareentwicklung#Governance#Integration

Model Context Protocol (MCP)

Protokoll zur formalen Abstimmung von Modellgrenzen, Verträgen und Verantwortlichkeiten zwischen Domänen.

Das Model Context Protocol (MCP) ist ein strukturelles Muster zur formalen Abstimmung von Modellgrenzen, Domain-Kontexten und Schnittstellen zwischen Teams und Systemen.
Aufstrebend
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Organisatorisch
  • Organisation
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Schema-Registry (z. B. Confluent Schema Registry)API-Gateway für VertragsdurchsetzungCI/CD-Pipelines mit Kompatibilitätsprüfungen

Prinzipien & Ziele

Klare Abgrenzung von Modellverantwortung und Ownership.Explizite Verträge und Versionierung zwischen Kontexten.Minimierung impliziter Übersetzungslogik durch definierte Adapter.
Umsetzung
Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Zu starre Verträge verhindern notwendige Flexibilität.
  • Unzureichende Tests führen zu Kompatibilitätsproblemen.
  • Fehlende Ownership für Übersetzungsadapter verursacht Verzögerungen.
  • Beginnen mit einem schlanken Satz kritischer Contracts und iterieren.
  • Automatisierte Regressionstests gegen Referenzimplementierungen pflegen.
  • Dokumentation der Übersetzungsregeln und Beispieltransformationen bereitstellen.

I/O & Ressourcen

  • Bestehende Datenmodell- und API-Spezifikationen
  • Stakeholder- und Ownership-Matrix
  • Test- und Kompatibilitäts-Tooling
  • Formalisierter Model-Contract mit Versionierungsregeln
  • Adapter- und Übersetzungs-Spezifikationen
  • Governance-Checkliste für Modelländerungen

Beschreibung

Das Model Context Protocol (MCP) ist ein strukturelles Muster zur formalen Abstimmung von Modellgrenzen, Domain-Kontexten und Schnittstellen zwischen Teams und Systemen. Es definiert verbindliche Regeln für Verträge, Namenskonventionen, Übersetzungslogik und Versionsstrategien, um Inkonsistenzen, Integrationsaufwand und Verantwortlichkeitskonflikte über Domänen hinweg zu reduzieren.

  • Reduziert Integrationsaufwand und unerwartete Seiteneffekte.
  • Verbessert Verantwortlichkeit und Governance beim Modellwandel.
  • Ermöglicht kontrollierte Evolution und Versionierung über Domänen.

  • Erfordert disziplinierte Governance und kontinuierliche Pflege.
  • Kann initialen Overhead in Aufwand und Dokumentation erzeugen.
  • Nicht geeignet für sehr einfache oder monolithische Systeme.

  • Integrationsfehlerrate

    Anteil fehlgeschlagener Integrationsläufe nach Modelländerungen.

  • Time-to-Compatibility

    Zeitspanne von Änderung bis vollständiger Kompatibilitätsfreigabe.

  • Vertragsabdeckungsgrad

    Prozentsatz kritischer Schnittstellen, die durch MCP-Verträge abgedeckt sind.

Microservice-Commerce-Plattform

Teams definierten MCP-Verträge zwischen Order- und Inventory-Domänen, um Bestandsinkonsistenzen zu vermeiden.

Datenplattform mit mehreren Konsumenten

Die Plattform nutzte MCP-Regeln zur Versionierung und Übersetzung von Schemata für unterschiedliche Konsumenten.

Organisatorische Domänentrennung

Während einer Reorganisation half MCP, Ownership und Integrationsverantwortung formal festzulegen.

1

Schrittweise Definition eines minimalen MCP-Katalogs für kritische Schnittstellen.

2

Einführung von Contract-Tests und automatisierten Kompatibilitätsprüfungen.

3

Etablierung von Review- und Governance-Routinen für Modelländerungen.

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Ungetestete Adaptersammlungen ohne zentrale Dokumentation.
  • Veraltete Contract-Spezifikationen ohne Versionierungskennzeichnung.
  • Fehlendes automatisiertes Monitoring für Modellinkompatibilitäten.
Adapter-ImplementierungGovernance-ReviewTest- und Kompatibilitätsaufwand
  • Ein Team erzwingt starre Contracts und blockiert notwendige lokale Anpassungen.
  • MCP nur als Dokumentation, ohne automatisierte Tests und Durchsetzung.
  • Versuch, alle Schnittstellen sofort zu standardisieren statt iterativ vorzugehen.
  • Unterschätzung des Testaufwands für Übersetzungs- und Adapterlogik.
  • Fehlende Abwärtskompatibilität bei Versionierung ignorieren.
  • Governance nur als Papierregel ohne Durchsetzungsmechanismen etablieren.
Domänenmodellierung und DDD-GrundlagenAPI-Design und VersionierungsstrategienTestautomatisierung und Integrationsprüfung
Interoperabilität zwischen DomänenNachvollziehbare VerantwortlichkeitenSkalierbare Integrations- und Migrationspfade
  • Vorhandene Legacy-Schemata mit begrenzter Änderbarkeit
  • Fehlendes zentrales Schema-Registry oder Katalog
  • Begrenzte organisatorische Governance für Verträge