LLM-Training
Prozess zum Trainieren großer Sprachmodelle durch Optimierung von Modellparametern auf Basis großer Datensätze und definierter Lernziele.
Klassifikation
- KomplexitätMittel
- AuswirkungOrganisatorisch
- EntscheidungstypOrganisation
- OrganisationsreifeFortgeschritten
Technischer Kontext
Prinzipien & Ziele
Use Cases & Szenarien
Kompromisse
- Data Leakage führt zu überschätzter Leistung und Compliance-Risiken
- Bias und toxische Inhalte können Verhalten und Outputs verzerren
- Unzureichende Safety-Tests erhöhen Missbrauchs- und Reputationsrisiken
- Strikte Datenhygiene: Deduplizierung, Leakage-Checks, PII-Filter
- Reproduzierbare Runs mit deterministischen Seeds und Versionierung
- Mehrstufige Evaluation: Qualität, Safety, Robustheit, Kosten
I/O & Ressourcen
- Trainingsdaten, Datenlizenzen und Datenpipeline
- Compute (GPU/TPU), Trainingsstack und Konfiguration
- Zielmetriken, Evaluationssuite und Safety-Policies
- Model-Checkpoints und Release-Artefakte
- Evaluationsreports und Regression-Analysen
- Dokumentation, Audit- und Compliance-Artefakte
Beschreibung
LLM-Training bezeichnet den Prozess, ein großes Sprachmodell durch Optimierung seiner Parameter auf Basis großer Text- und ggf. Multimodal-Datensätze zu erstellen oder weiterzuentwickeln. Es umfasst die Auswahl und Aufbereitung von Trainingsdaten, die Festlegung von Zielfunktionen, das Durchführen von Pretraining und Fine-Tuning (z. B. supervised fine-tuning) sowie Evaluierung und Iteration. Häufig sind zusätzliche Schritte wie Alignment (z. B. Preference-Optimization) und Safety- sowie Qualitätsprüfungen integriert, um gewünschtes Verhalten, Robustheit und Compliance zu erreichen. Effektives LLM-Training erfordert reproduzierbare Pipelines, klare Metriken, kontrollierte Experimente und ein Bewusstsein für Risiken wie Data Leakage, Bias, Halluzinationen und Kosten.
✔Vorteile
- Bessere Aufgabenleistung und Domänenabdeckung durch gezieltes Training
- Konsistenteres Verhalten durch Alignment und Policy-Constraints
- Messbare Qualitätssteigerungen durch systematische Evaluation
✖Limitationen
- Hohe Kosten für Compute, Datenaufbereitung und Iterationen
- Ergebnisse sind stark abhängig von Datenqualität und Zieldefinition
- Training kann unerwünschte Regressionen und neue Failure-Modes erzeugen
Trade-offs
Metriken
- Loss/Perplexity
Trainings- und Validierungsmetriken zur Modellkonvergenz und Generalisierung.
- Task-Benchmarks
Vergleichbare Metriken auf definierten Aufgaben- und Evaluationssuiten.
- Safety- und Policy-Compliance
Erfüllung von Safety-Kriterien und Richtlinien anhand von Tests und Red-Teaming.
Beispiele & Implementierungen
SFT für Code-Assistenz
Ein Basismodell wird mit Prompt/Antwort-Paaren auf Coding-Tasks feinjustiert und gegen eine Evaluationssuite regressionsgetestet.
Fortgesetztes Pretraining für Fachsprache
Ein Modell wird auf kuratierten Domänendokumenten weitertrainiert, um Terminologie und Stil robuster zu beherrschen.
Alignment mit Präferenzdaten
Ein Modell wird mittels Präferenzoptimierung auf hilfreiches und sicheres Antwortverhalten ausgerichtet und mit Safety-Benchmarks überprüft.
Implementierungsschritte
Ziele, Metriken, Policies und Evaluationssuite definieren
Daten kuratieren, deduplizieren, filtern und versionieren
Training (Pretraining/Fine-Tuning) mit Checkpoints durchführen
Evaluation, Safety-Tests und Regression-Checks ausführen
Freigabe, Deployment, Monitoring und Iteration etablieren
⚠️ Technische Schulden & Engpässe
Tech Debt
- Unversionierte Datensätze und fehlende Reproduzierbarkeit
- Fehlende Model Registry und unklare Release-Artefakte
- Ad-hoc Evaluations ohne dauerhafte Benchmark-Suites
Bekannte Engpässe
Beispiele für Missbrauch
- Training auf sensiblen oder proprietären Daten ohne Rechteklärung
- Einsatz von Trainingsdaten, die Evaluation oder Benchmarking kontaminieren
- Release eines Modells ohne Safety-Validierung in produktiven Kontexten
Typische Fallen
- Datenlecks durch Überschneidung von Train/Validation/Test
- Schwache Generalisierung durch Overfitting auf kuratierte Samples
- Kostenexplosion durch unkontrollierte Experimente
Erforderliche Fähigkeiten
Drivers (Architectural Drivers)
Constraints
- • Compute-Budget und Laufzeitlimits
- • Datenrechte, Lizenzen und Datenschutz
- • Reproduzierbarkeit und Auditierbarkeit der Trainingsläufe