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concept#Produkt#Softwaretechnik#Qualitätssicherung

Human Factors

Interdisziplinärer Ansatz zur Gestaltung von Systemen, die menschliche Fähigkeiten, Grenzen und Verhaltensweisen berücksichtigen.

Human Factors untersucht, wie Menschen mit Systemen, Produkten und Umgebungen interagieren, mit Fokus auf Gebrauchstauglichkeit, Ergonomie und kognitive Belastung.
Etabliert
Hoch

Klassifikation

  • Mittel
  • Organisatorisch
  • Design
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Designsysteme und PatternbibliothekenProduktanalyse‑ und TelemetrieplattformenUser‑Research‑Tools (Remote‑Tests, Umfragen)

Prinzipien & Ziele

Nutzerzentrierung: Bedürfnisse und Kontexte der Nutzer priorisieren.Fehlertoleranz: Systeme so gestalten, dass Fehler früh erkannt und korrigiert werden können.Konsistenz: Einheitliche Muster und Sprache reduzieren kognitive Last.
Erkundung
Unternehmen, Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Fehlinterpretation von Nutzerdaten führt zu falschen Designentscheidungen.
  • Overfitting auf Testbedingungen statt realer Nutzungsszenarien.
  • Vernachlässigung von Barrierefreiheit kann rechtliche Folgen haben.
  • Frühzeitig mit Low‑Fidelity‑Prototypen testen
  • Mischung aus qualitativen und quantitativen Methoden nutzen
  • Designentscheidungen mit klaren Metriken absichern

I/O & Ressourcen

  • Nutzerprofile und Personas
  • Prototypen oder produktive Interfaces
  • Aufgaben- und Nutzungsszenarien
  • Usability-Berichte und Handlungsempfehlungen
  • Priorisierte Verbesserungs-Backlog-Einträge
  • Metriken zur Überwachung von Nutzererfolg

Beschreibung

Human Factors untersucht, wie Menschen mit Systemen, Produkten und Umgebungen interagieren, mit Fokus auf Gebrauchstauglichkeit, Ergonomie und kognitive Belastung. Es leitet Gestaltungsentscheidungen zur Fehlerreduktion, Effizienzsteigerung und Nutzerzufriedenheit in technischen und organisatorischen Kontexten. Es liefert Bewertungskriterien, Anforderungen und Abwägungen für Produktentwicklung und Betrieb.

  • Geringere Fehlerhäufigkeit und sicherere Bedienung.
  • Erhöhte Effizienz und schnellere Aufgabenbearbeitung.
  • Höhere Nutzerzufriedenheit und bessere Akzeptanz von Produkten.

  • Erfordert Zugang zu repräsentativen Nutzern für valide Erkenntnisse.
  • Kann initial zeit- und ressourcenintensiv sein.
  • Nicht alle Erkenntnisse sind eins-zu-eins übertragbar zwischen Domänen.

  • Aufgaben-Erfolgsrate

    Prozentualer Anteil der Nutzer, die eine definierte Aufgabe erfolgreich abschließen.

  • Fehlerrate

    Anzahl kritischer und nicht‑kritischer Fehler pro Nutzer oder Aufgabe.

  • Zeit pro Aufgabe

    Durchschnittliche Zeit, die Nutzer benötigen, um eine Aufgabe abzuschließen.

Kassenprozess-Optimierung

Ein Online‑Händler reduzierte Abbrüche um 20 % durch Redesign und klare Fehlermeldungen.

Bedienfeld für industrielle Anlagen

Ein Hersteller senkte Bedienfehler durch standardisierte Layouts und farbliche Hierarchie.

Mobile App‑Onboarding

Optimierung der Onboarding-Schritte verringerte die Registrierungszeit und erhöhte Retention.

1

Stakeholder-Alignment zu Zielen und Zielgruppen erstellen

2

Repräsentative Nutzerprofile und Aufgaben definieren

3

Iterative Tests planen, durchführen und Erkenntnisse operationalisieren

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Keine dokumentierten Designprinzipien und Patterns
  • Veraltete Komponenten im Designsystem
  • Fehlende Telemetrie für Nutzerinteraktionen
Begrenzte NutzerforschungAltsysteme mit starren SchnittstellenKomplexe Arbeitsabläufe
  • Einmaliger Usability‑Test als ausreichende Validierung sehen
  • Feedback ausschließlich von Power‑Usern berücksichtigen
  • Designentscheidungen ohne Berücksichtigung organisatorischer Prozesse
  • Überbewertung kleiner A/B‑Effekte ohne Kontextanalyse
  • Ignorieren von Randnutzergruppen mit hohem Risiko
  • Unklare Metrikdefinitionen führen zu Fehlinterpretation
UX‑Forschung und Moderation von TestsInteraktionsdesign und InformationsarchitekturDatenanalyse für Nutzerverhalten
Erreichbare Bedienbarkeit für ZielnutzerFehlertoleranz und Wiederherstellbarkeit kritischer AbläufeBarrierefreiheit und rechtliche Anforderungen
  • Datenschutz und Testbedingungen mit echten Nutzern
  • Budget- und Zeitbegrenzungen für Studien
  • Technische Restriktionen bestehender Plattformen