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concept#Daten#Sicherheit#Architektur#Governance

Datenintegrität

Grundprinzip zur Sicherstellung der Genauigkeit, Konsistenz und Vertrauenswürdigkeit von Daten über deren Lebenszyklus.

Datenintegrität beschreibt die Genauigkeit, Konsistenz und Zuverlässigkeit von Daten über ihren gesamten Lebenszyklus.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Technisch
  • Architektur
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Relationale und NoSQL-DatenbankenBackup- und ArchivierungssystemeMonitoring- und SIEM-Plattformen

Prinzipien & Ziele

Eindeutigkeit von Datenzuständen erzwingenVerifikation entlang der DatenflussketteTrennung von Verantwortlichkeiten für Korrektheit und Zugriff
Betrieb
Unternehmen, Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Falsche Annahmen über Integritätsgarantien führen zu Datenverlust
  • Fehlende End-to-End-Prüfung in verteilten Systemen
  • Übermäßige Komplexität durch redundante Integritätsmechanismen
  • Prinzip der minimalen Rechte und Auditierung durchsetzen
  • Checksummen und Signaturen für kritische Daten verwenden
  • Versionierung und Transaktionslogs für Nachvollziehbarkeit

I/O & Ressourcen

  • Datenmodell und Schemadefinition
  • Audit-Logs und Änderungsprotokolle
  • Backup-Strategien und Prüfsummen
  • Integritätsberichte und Alerts
  • Korrigierte und verifizierte Datenbestände
  • Audit-Trails für Compliance

Beschreibung

Datenintegrität beschreibt die Genauigkeit, Konsistenz und Zuverlässigkeit von Daten über ihren gesamten Lebenszyklus. Sie umfasst Schutzmaßnahmen gegen unbeabsichtigte oder böswillige Änderungen sowie Mechanismen zur Fehlererkennung und -korrektur. Datenintegrität ist zentral für Vertrauen, Compliance und fundierte Entscheidungen in Systemen und Prozessen.

  • Erhöhtes Vertrauen in Entscheidungsvorlagen
  • Reduzierung von Fehlern durch frühzeitige Detektion
  • Unterstützung von Compliance- und Audit-Anforderungen

  • Zusätzlicher Speicher- und Rechenaufwand für Prüfmechanismen
  • Erhöhter Implementierungsaufwand in heterogenen Umgebungen
  • Nicht alle Arten von Fehlern sind vollständig automatisierbar

  • Integritätsprüfungsrate

    Anteil der Datensätze, die periodisch auf Integrität geprüft werden.

  • Detektionszeit

    Zeitspanne zwischen Auftreten einer Integritätsverletzung und ihrer Erkennung.

  • Wiederherstellungsdauer

    Zeit zur vollständigen Wiederherstellung eines konsistenten Zustands nach einem Vorfall.

Datenbank-Constraints zur Vermeidung inkonsistenter Zustände

Einsatz von NOT NULL, FOREIGN KEY und UNIQUE zur Erzwingung struktureller Integrität.

Prüfsummen in verteiltem Dateisystem

Regelmäßige Hash-Vergleiche zur Erkennung von Bit-Rot und Korruption.

Provenance-Tracking für Datenpipelines

Nachverfolgung von Herkunft, Transformationen und Autorenschaft für Audit-Zwecke.

1

Analyse der kritischen Datenpfade und Anforderungen

2

Festlegung von Konsistenz- und Prüfungsstrategien

3

Implementierung von Prüfmechanismen und Monitoring

4

Regelmäßiges Testen von Wiederherstellungsprozessen

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Fehlende Prüfungen in historischen Datenpipelines
  • Unvollständige Audit-Logs ohne Integritätsinformationen
  • Ad-hoc-Skripte zur Korrektur statt stabiler Prozesse
I/O-PerformanceDatenmigrationenVerteilte Konsistenz
  • Nur lokale Checksummen verwenden in verteiltem System
  • Schemaveränderungen ohne Migrationsplan durchführen
  • Integritätsprüfungen nur periodisch und nie in Echtzeit
  • Annahme, dass Datenbank-ACID alle Integritätsprobleme löst
  • Ignorieren von Metadaten und Provenance
  • Unzureichende Tests der Wiederherstellungsprozesse
Datenbankdesign und TransaktionsmodelleSicherheits- und Kryptographie-GrundlagenBetriebswissen zu Backup und Recovery
Nachvollziehbarkeit und Audit-FähigkeitVerfügbarkeit und Performance-AnforderungenSicherheits- und Compliance-Vorgaben
  • Begrenzte Rechen- und Speicherressourcen
  • Regulatorische Aufbewahrungsfristen
  • Heterogene Systemlandschaft mit unterschiedlichen Guarantees