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concept#Daten#Integration#Architektur#Plattform

Datenaufnahme

Konzept zur strukturierten Erfassung und Übertragung von Daten aus Quellen in Zielsysteme; umfasst Batch- und Streaming-Mechanismen.

Data Ingestion bezeichnet den Prozess, Daten aus verschiedenen Quellen systematisch zu erfassen, zu übertragen und in Zielsysteme einzuspielen.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Technisch
  • Architektur
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Apache KafkaApache NiFiCloud-Objektspeicher (z. B. S3)

Prinzipien & Ziele

Vermeide Monolithen: Trenne Aufnahme, Verarbeitung und Speicherung.Explizite SLA-Definition für Latenz und Durchsatz.Fehlerisolation durch Dead-Letter-Queues und Retries.
Umsetzung
Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Datenverlust bei unzureichender Persistenz oder Rücksetzpunkten.
  • Ungenügende Validierung führt zu Garbage-in-Garbage-out.
  • Kostenexplosion durch falsch dimensionierte Infrastruktur.
  • Verwende idempotente Produzenten und eindeutige Schlüssel für Wiederholbarkeit.
  • Trenne Streaming- und Batch-Pfade klar und dokumentiere Unterschiede.
  • Implementiere Observability: Latenz, Durchsatz und Fehlerraten messen.

I/O & Ressourcen

  • Quellendaten (APIs, Logs, Dateien, Streams)
  • Metadaten und Schemadefinitionen
  • Berechtigungs- und Verbindungsinformationen
  • Persistente Datensätze in Zielsystemen
  • Monitoring- und Audit-Logs
  • Benachrichtigungen bei Fehlern und Grenzwerten

Beschreibung

Data Ingestion bezeichnet den Prozess, Daten aus verschiedenen Quellen systematisch zu erfassen, zu übertragen und in Zielsysteme einzuspielen. Dazu gehören Batch- und Streaming-Ansätze, Schema-Handling, Transformationen und Validierung. Entscheidend sind Latenz, Durchsatz, Konsistenz und Kosten, die die Architektur- und Betriebsentscheidungen prägen. Gute Data-Ingestion-Strategien maximieren Datenverfügbarkeit bei kontrollierten Risiken.

  • Schnellere Verfügbarkeit relevanter Daten für Analyse und ML.
  • Standardisierte Pipelines reduzieren Integrationsaufwand.
  • Skalierbarkeit bei wachsendem Datenvolumen durch geeignete Architektur.

  • Komplexität bei heterogenen Datenquellen und Formaten.
  • Betriebskosten können bei hohen Durchsätzen steigen.
  • Schema-Evolution erfordert koordinierte Governance.

  • Durchsatz (Events/Sekunde)

    Messung der verarbeiteten Ereignisse pro Zeiteinheit.

  • End-to-End-Latenz

    Zeit von Erzeugung bis zur Verfügbarkeit im Zielsystem.

  • Fehlerrate / DLQ-Volumen

    Anteil der Datensätze, die in Fehlerpfade gelangen.

Streaming-Ingestion mit Apache Kafka

Ereignisquellen publizieren Nachrichten an Kafka-Topics; Connect- und Stream-Processing-Komponenten verteilen die Daten an Analyse- oder Speichersysteme.

Batch-ETL in ein Data Warehouse

Nächtliche Extraktion von Produktionssystemen, Transformation und Laden strukturierter Tabellen in ein Data Warehouse für Reporting und BI.

Edge-zu-Cloud-Ingestion für IoT

Edge-Gateways aggregieren Sensordaten, filtern lokal und senden verdichtete Daten in die Cloud für Verarbeitung und Langzeitarchiv.

1

Anforderungen und SLAs definieren (Latenz, Durchsatz, Qualität).

2

Quellen analysieren, Datenmodelle und Validierungsregeln festlegen.

3

Ingest-Pfad implementieren, Monitoring konfigurieren und Tests durchführen.

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Ad-hoc-Ingest-Skripte ohne Tests und Monitoring.
  • Kein zentrales Schema-Repository oder Governance-Prozess.
  • Tight-Coupling zwischen Produzenten und Zielschemata.
NetzwerkbandbreiteTransformations-EngpässeZielspeicher-I/O
  • Echtzeitanalyse erwartet, während nur ein nächtlicher Batch-Prozess existiert.
  • Alle Rohdaten ungefiltert speichern und später bereinigen (führt zu Kosten und Komplexität).
  • Quellen direkt in mehrere Zielsysteme ohne zentrale Steuerung duplizieren.
  • Unterschätzung der Kosten für langfristige Speicherung großer Datenmengen.
  • Ignorieren von Schema-Evolution führt zu Laufzeitfehlern.
  • Fehlende Backpressure-Mechanismen bei Streaming-Quellen.
Kenntnisse in verteilten Systemen und MessagingErfahrung mit Datenformaten und Schema-DesignBetriebswissen zu Observability und Fehlerbehandlung
DurchsatzanforderungenLatenz- bzw. Freshness-ZieleDatenqualität und Schema-Governance
  • Heterogene Quellformate und -protokolle
  • Compliance- und Datenschutzanforderungen
  • Budget- und Betriebsressourcen