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concept#Daten#Analyse#Observability#Softwaretechnik

Korrelation

Korrelation beschreibt die statistische Beziehung zwischen Variablen und quantifiziert Richtung und Stärke der Assoziation. Sie ist ein grundlegendes Analysewerkzeug für Explorative Datenanalyse und Feature-Auswahl.

Korrelation beschreibt die statistische Beziehung zwischen zwei oder mehr Variablen und quantifiziert Richtung und Stärke dieser Beziehung.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Technisch
  • Design
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Pandas / Python für Berechnung und VisualisierungSQL-Datenbanken für aggregierte AbfragenObservability-Plattformen (z. B. Grafana) zur Dashboard-Integration

Prinzipien & Ziele

Korrelation misst Assoziation, nicht Kausalität.Vor Interpretation sind Datenqualität und Stichprobengröße zu prüfen.Wähle das geeignete Korrelationsmaß entsprechend Verteilung und Skalenniveau.
Erkundung
Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Falschinterpretation führt zu inadäquaten Entscheidungen.
  • Übermäßiges Vertrauen in Korrelation statt weiterer Validierung.
  • Automatisierte Alerts basierend auf Korrelation können Fehlalarme erzeugen.
  • Überprüfe Verteilungen und verwende nichtparametrische Maße bei Bedarf.
  • Segmentiere Daten, um heterogene Subgruppen zu erkennen.
  • Kombiniere visuelle Inspektion mit statistischen Tests.

I/O & Ressourcen

  • Tabellarische Mess- oder Transaktionsdaten
  • Zeitstempel und Kontextinformationen
  • Meta-Informationen zu Skalen und Einheiten
  • Korrelationsmatrix (csv, json)
  • Visualisierungen (Heatmap, Scatterplots)
  • Interpretations- und Validierungsbericht

Beschreibung

Korrelation beschreibt die statistische Beziehung zwischen zwei oder mehr Variablen und quantifiziert Richtung und Stärke dieser Beziehung. Sie dient der explorativen Analyse, Hypothesenbildung und Feature-Auswahl, ersetzt aber keine Kausalitätsprüfung und erfordert Berücksichtigung von Stichprobengröße, Ausreißern und nichtlinearen Effekten. Verschiedene Maße (z. B. Pearson, Spearman) sowie Visualisierungen unterstützen Interpretation und Kommunikation.

  • Schnelle Identifikation potenzieller Zusammenhänge in großen Datensätzen.
  • Unterstützt Feature-Auswahl und Reduktion redundanter Variablen.
  • Einfach zu visualisieren und zu kommunizieren (Matrizen, Heatmaps).

  • Korrelation kann nicht zwischen Ursache und Wirkung unterscheiden.
  • Lineare Maße übersehen nichtlineare Beziehungen.
  • Anfällig für Ausreißer und verzerrte Stichproben.

  • Durchschnittliche absolute Korrelation

    Mittlerer Betrag der paarweisen Korrelationen als Maß für Gesamtabhängigkeit.

  • Anteil signifikanter Korrelationen

    Prozentsatz der Korrelationen, die statistisch signifikant sind.

  • Multikollinearitätsindex (VIF)

    Maß zur Bewertung der Redundanz zwischen Prädiktoren.

Pearson-Korrelation in BI-Report

Business-Intelligence-Team nutzt Pearson-Korrelation zur Darstellung linearer Beziehungen zwischen Umsatz und Marketingausgaben.

Spearman für Rangordnungsdaten

Bei nichtlinearen, ordinalen Metriken wird Spearman-Korrelation zur robusteren Analyse verwendet.

Korrelationsmatrix zur Feature-Auswahl

Data-Science-Projekt identifiziert durch eine Korrelationsmatrix redundante Features vor Modelltraining.

1

Datenbereinigung, Normalisierung und Umgang mit Ausreißern definieren.

2

Geeignete Korrelationsmaße auswählen (Pearson, Spearman, Kendall).

3

Paarweise Korrelationen berechnen, Matrix erstellen und visualisieren.

4

Ergebnisse validieren, Kontexteinflüsse prüfen und dokumentieren.

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Fehlende Standardisierung von Metriken erschwert Vergleichbarkeit.
  • Keine automatisierten Validierungsroutinen für Korrelationsergebnisse.
  • Unzureichende Dokumentation von Datenherkunft und Transformationsschritten.
DatenheterogenitätStichprobengrößeAusreißer und Rauschen
  • Plattformteam deaktiviert Alerts basierend auf einfacher Korrelation und übersieht kausale Ursachen.
  • Feature-Engineering entfernt prädiktive Variablen, weil sie mit anderen korrelieren, ohne Modelltests.
  • Reports behaupten „Korrelation = Ursache“ in Management-Dashboards.
  • Scheinkorrelationen durch Saisonalität oder gemeinsame Treiber übersehen.
  • Nichtbeachtung unterschiedlicher Zeitskalen bei Zeitreihen.
  • Konfundierende Variablen nicht kontrollieren.
Grundlagen der Statistik (Korrelation, Signifikanz)Datenaufbereitung und Feature-EngineeringVisualisierung und Ergebniskommunikation
Interpretierbarkeit von AnalyseergebnissenDatenqualität und RepräsentativitätSkalierbarkeit bei großen Metrik-Sets
  • Vertrauenswürdigkeit abhängig von Datenqualität.
  • Begrenzte Aussagekraft bei kleinen Stichproben.
  • Nicht alle Zusammenhänge sind linear oder stationär.