Katalog
concept#Softwareentwicklung#Architektur#Zuverlässigkeit

Nebenläufigkeit

Konzept und Muster zur gleichzeitigen Ausführung von Programmteilen, inklusive Synchronisation und Nebenläufigkeitssteuerung.

Concurrency beschreibt die gleichzeitige Ausführung von Aufgaben in Software und Systemen, einschließlich paralleler Prozesse, Threads und asynchroner Abläufe.
Etabliert
Hoch

Klassifikation

  • Hoch
  • Technisch
  • Architektur
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Betriebssystem-Threads und SchedulerLaufzeitumgebungen wie JVM oder CLRNachrichtenbroker und asynchrone Warteschlangen

Prinzipien & Ziele

Geteilten Zustand minimieren und Immutability bevorzugen.Explizite Synchronisation nur dort, wo nötig; einfache Modelle bevorzugen.Design für Fehlertoleranz, Idempotenz und sichere Wiederholbarkeit.
Umsetzung
Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Deadlocks führen zu blockierten Ressourcen und Serviceausfällen.
  • Race Conditions verursachen inkonsistente Zustände und Datenkorruption.
  • Unsachgemäße Nutzung von Concurrency-Primitiven erhöht Wartbarkeitsschwierigkeiten.
  • Verwende unveränderliche Datenstrukturen, wo möglich.
  • Bevorzuge höhere Abstraktionen (Actors, Tasks) statt roher Locks.
  • Automatisiere deterministische Tests und Stress-Tests.

I/O & Ressourcen

  • Anforderungsprofil (Latenz, Durchsatz, Datenkonsistenz)
  • Systemarchitektur und vorhandene Laufzeitumgebung
  • Workload-Merkmale (I/O-bound vs CPU-bound)
  • Designentscheidungen zu Modellen und Synchronisationsmechanismen
  • Teststrategie mit deterministischen und heuristischen Tests
  • Metriken und Monitoring für Durchsatz, Latenz und Fehler

Beschreibung

Concurrency beschreibt die gleichzeitige Ausführung von Aufgaben in Software und Systemen, einschließlich paralleler Prozesse, Threads und asynchroner Abläufe. Es behandelt Synchronisation, Nebenläufigkeitsfehler und Koordination von Zuständen. Ziel ist korrektes, leistungsfähiges Verhalten unter gleichzeitigem Zugriff und begrenzten Ressourcen. Es umfasst Modelle, Primitiven und Designmuster zur Vermeidung von Deadlocks, Race Conditions und zum Gewährleisten von Konsistenz.

  • Bessere Ausnutzung von CPU- und I/O-Ressourcen durch Parallelität.
  • Höhere Systemreaktionsfähigkeit und Durchsatz.
  • Skalierbarkeit durch Verteilung von Arbeit auf mehrere Ausführungseinheiten.

  • Erhöhter Design- und Testaufwand durch Nebenläufigkeitsfehler.
  • Schwierige Reproduzierbarkeit von Race Conditions und Heisenbugs.
  • Overhead durch Synchronisation kann Performance schmälern.

  • Durchsatz

    Anzahl verarbeiteter Anfragen pro Zeiteinheit bei gleichzeitiger Last.

  • Latenz

    Zeit bis zur Fertigstellung einer Anfrage, insbesondere unter Konkurrenz.

  • Concurrency-bezogene Fehler

    Anzahl gefundener Race Conditions, Deadlocks und Inkonsistenzen im Betrieb und Test.

Webserver mit Worker-Threads

Ein HTTP-Server verwendet einen Pool von Worker-Threads zur Verarbeitung von Anfragen parallel.

Echtzeit-Handelssystem

Parallel verarbeitete Marktfeeds und Order-Handling mit focus auf Latenz und Konsistenz.

Map-Reduce Job

Daten werden auf mehrere Worker verteilt, reduziert und aggregiert.

1

Bedarfsanalyse: Identifizieren, welche Teile parallelisiert werden müssen.

2

Modellwahl: Threading, Actor-Model oder asynchrone Tasks auswählen.

3

Design: Gemeinsame Zustände minimieren, Schnittstellen klar definieren.

4

Implementierung: Primitives und Bibliotheken konsistent einsetzen.

5

Testen und Überwachen: Deterministische Tests, Lasttests und Runtime-Monitoring einrichten.

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Legacy-Code mit globalen Zuständen, der schwer zu parallelisieren ist.
  • Unzureichende Tests für Nebenläufigkeit, die spätere Fehler verursachen.
  • Ad-hoc-Synchronisation ohne Dokumentation oder Standardbibliotheken.
Mutex-ContentionI/O-boundLock-Convoy
  • Nicht getestete nebenläufige Änderungen in Produktionscode ohne Lasttests.
  • Vernachlässigte Fehlerbehandlung bei asynchronen Tasks, die zu stillen Datenverlusten führt.
  • Einsatz von Locks zur Lösung jedes Synchronisationsproblems ohne Designprüfung.
  • Falsches Vertrauen auf Tests, ohne nicht-deterministische Szenarien abzudecken.
  • Unterschätzen des Overheads durch Kontextwechsel und Synchronisation.
  • Fehlende Überwachung, sodass sporadische Deadlocks unentdeckt bleiben.
Erfahrung in nebenläufiger Programmierung und SynchronisationsprimitivenDebugging- und Analysefähigkeiten für Race Conditions und DeadlocksKenntnis von Performance-Messung und Lasttests
Niedrige LatenzHoher DurchsatzFehlertoleranz und Robustheit
  • Hardware-Limits: CPU-Kerne, Speicher und Cache-Kohärenz.
  • Sprach- und Laufzeitmodell (Memory Model) schränkt Verhalten ein.
  • Regulatorische Anforderungen an Konsistenz und Verfügbarkeit.