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concept#Architektur#Integration#Plattform#Zuverlässigkeit

Coexistence Architecture

Architekturmuster für das gleichzeitige Betreiben und die schrittweise Modernisierung von Legacy‑Systemen und neuen Komponenten.

Coexistence Architecture beschreibt Strategien, um bestehende Legacy‑Systeme und neue cloud‑native Komponenten gleichzeitig zu betreiben.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Technisch
  • Architektur
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

API‑Gateway / Service MeshEvent‑Bus / Message BrokerDatenreplikationstools (CDC)

Prinzipien & Ziele

Entkopplung durch klar definierte SchnittstellenSchrittweise Migration statt Big‑BangSichtbare Betriebsgrenzen und Observability
Umsetzung
Unternehmen, Domäne

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Inkonsistente Datenzustände zwischen Systemen
  • Versteckte Abhängigkeiten erschweren Extraktion
  • Operative Kosten durch parallelen Betrieb erhöhen sich
  • Automatisiertes Testing und Canary‑Releases nutzen
  • Klare Integrationsverträge und Versionierung etablieren
  • Observability entlang der Übergangsgrenzen sicherstellen

I/O & Ressourcen

  • Inventar von Schnittstellen und Abhängigkeiten
  • Betriebliche Anforderungen und SLAs
  • Datenmodell‑ und Replikationsstrategie
  • Definierte Integrationslayer und Übergangsarchitektur
  • Reduzierter Monolith‑Funktionsumfang
  • Metriken zu Konsistenz, Verfügbarkeit und Kosten

Beschreibung

Coexistence Architecture beschreibt Strategien, um bestehende Legacy‑Systeme und neue cloud‑native Komponenten gleichzeitig zu betreiben. Sie fokussiert auf Schnittstellenschichten, Entkopplung, Datenkonsistenz und schrittweise Migration, sodass Betrieb und Entwicklung koexistieren. Anwendungsfälle reichen von Strangler‑Patterns bis Hybrid‑Cloud‑Integrationen.

  • Reduziert Migrationsrisiko durch inkrementelle Änderungen
  • Ermöglicht parallelen Betrieb und kontinuierliche Lieferung
  • Schützt Investitionen in bestehende Systeme

  • Erfordert zusätzliche Integrations‑ und Betriebsaufwände
  • Kann kurzfristig Komplexität und Redundanzen erzeugen
  • Nicht alle Komponenten eignen sich für schrittweise Trennung

  • Mean Time to Migrate (MTTM)

    Durchschnittliche Zeit, um eine Funktion vom Altsystem in die neue Architektur zu überführen.

  • Dateninkonsistenz‑Vorfälle

    Anzahl und Schwere der Zwischenfälle mit inkonsistenten Datenzuständen.

  • Betriebs‑Kosten paralleler Systeme

    Monatliche Kosten für den parallelen Betrieb von Altsystem und neuen Komponenten.

Strangler‑Pattern bei Legacy‑Webshop

Ein Onlineshop extrahiert Checkout‑Funktionen schrittweise in neue Services, während der alte Shop weiterläuft.

Hybrid‑Cloud für ERP‑Kernsystem

Kritische ERP‑Module verbleiben On‑Premise, ergänzende Analytik läuft in der Cloud mit synchronisierten Schnittstellen.

Event‑Bridge zur Datenkopplung

Ereignisbasierte Replikation stellt near‑real‑time Konsistenz zwischen Altsystem und neuen Microservices her.

1

Analyse: Schnittstelleninventar und Abhängigkeiten erstellen

2

Design: Integrationslayer und Migrationspfade definieren

3

Pilot: Kleine Domäne extrahieren und Monitoring implementieren

4

Iterieren: Lessons learned aufnehmen und schrittweise erweitern

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Temporäre Adapterschichten werden nicht entfernt
  • Kurzfristige Datenkopien bleiben dauerhaft bestehen
  • Unaufgeräumte Schnittstellen‑Versionen führen zu Fragmentierung
DatenkonsistenzNetzwerk‑LatenzLegacy‑Abhängigkeiten
  • Paralleler Betrieb wird unbegrenzt verlängert und erhöht Kosten
  • Daten werden inkrementell dupliziert ohne Konfliktlösung
  • Altsystem bleibt unverändert, neue Komponenten werden als Fassade geführt
  • Unterschätzung versteckter Abhängigkeiten
  • Fehlende Automatisierung für Tests und Deployment
  • Unklare Verantwortlichkeiten zwischen Teams
Architekturwissen zu IntegrationsmusternBetriebs‑ und Cloud‑Know‑howErfahrung mit Datenmigration und Konsistenzstrategien
Minimierung von Ausfallzeiten bei MigrationEinhaltung regulatorischer DatenanforderungenSicherstellung von Interoperabilität zwischen Komponenten
  • Bestehende proprietäre Schnittstellen können Migration begrenzen
  • Betriebliche SLAs während Koexistenz müssen eingehalten werden
  • Compliance‑ und Datenschutzanforderungen beeinflussen Datenflüsse