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concept#Daten#Plattform#Analytics#Architektur

Big Data Framework

Konzeptioneller Rahmen für Architektur und Organisation zur Verarbeitung großer, heterogener Datenmengen.

Ein Big Data Framework ist ein konzeptioneller Rahmen zur Verarbeitung, Speicherung und Analyse großer, heterogener Datenmengen.
Etabliert
Hoch

Klassifikation

  • Hoch
  • Technisch
  • Architektur
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Message-Broker (z. B. Apache Kafka)Verteilte Verarbeitung (z. B. Apache Spark, Flink)Object Storage / Data Lake (z. B. S3-kompatibel)

Prinzipien & Ziele

Separation von Storage und Compute zur unabhängigen SkalierungEindeutige Datenverantwortung und Governance (Ownership, Lineage)Design für Fehlertoleranz und wiederholbare Verarbeitung
Umsetzung
Unternehmen, Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Daten-Silos bei fehlender Governance
  • Ungenaue Analysen durch schlechte Datenqualität
  • Betriebsrisiken durch unzureichendes Monitoring
  • Versionierung von Schemas und Transformationen
  • Automatisiertes Testing und Replay-fähige Pipelines
  • Sichere Zugriffskontrollen und verschlüsselte Speicherung

I/O & Ressourcen

  • Quellsysteme (APIs, Datenbanken, Files)
  • Daten-Schema und Metadaten
  • Betriebs- und Skalierungsanforderungen
  • Aufbereitete Datensätze für Analysen
  • Echtzeit-Metriken und Dashboards
  • Auditierte Pipelines und Datenherkunft

Beschreibung

Ein Big Data Framework ist ein konzeptioneller Rahmen zur Verarbeitung, Speicherung und Analyse großer, heterogener Datenmengen. Es beschreibt Architekturprinzipien, Kommunikationsmuster und Integrationsanforderungen für skalierbare Datenpipelines und Batch-/Streaming-Workloads. Dabei sind Trade-offs zwischen Latenz, Kosten und Konsistenz zentral.

  • Skalierbare Verarbeitung großer Datenvolumen
  • Besserer Zugang zu Rohdaten und Self-Service-Analysen
  • Konsistente Architekturprinzipien für diverse Workloads

  • Hoher Betriebsaufwand und notwendige Spezialkompetenzen
  • Kosten für Storage und Rechenressourcen können steigen
  • Komplexität bei Konsistenz und Datenintegration

  • Durchsatz (Events/s)

    Messung der verarbeiteten Ereignisse pro Sekunde zur Beurteilung der Kapazität.

  • End-to-End-Latenz

    Zeit von Event-Eingang bis zur endgültigen Ausgabe/Ergebnislieferung.

  • Datenqualitätsrate

    Anteil der Datensätze, die Validierungsregeln bestehen.

Hadoop-basierter Data Lake

Batch-orientierter Data Lake mit verteiltem HDFS, YARN für Ressourcenmanagement und MapReduce/Spark für Verarbeitung.

Streaming-Plattform mit Apache Kafka

Event-basierte Architektur mit Kafka für Ingestion, Stream-Processing mit Flink/Spark Structured Streaming.

Cloud-native Data Platform

Kombination aus object storage, serverlosen Verarbeitungspipelines und orchestrierten Analyseservices.

1

Anforderungsanalyse und Architekturentwurf

2

Proof-of-Concept für Kernkomponenten (Ingestion, Storage, Processing)

3

Schrittweise Produktivsetzung mit Monitoring und Governance

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Nicht refaktorierte ETL-Jobs mit hartkodierten Pfaden
  • Unzureichende Modularisierung von Transformationslogik
  • Fehlende Automatisierung für Skalierungs- und Recovery-Prozesse
Ingestion-EngpassNetzwerk- und DurchsatzlimitSpeicher- und I/O-Flaschenhals
  • Speicherung aller Rohdaten ohne Qualitätsprüfung führt zu unbrauchbaren Analysen
  • Skalierung nur der Storage-Ebene, nicht der Verarbeitungskomponenten
  • Ignorieren von Kostenoptimierung bei dauerhaften Big-Data-Jobs
  • Unterschätzung des Netzwerk- und I/O-Bedarfs
  • Fehlende Schemaregistrierung für heterogene Quellen
  • Nicht berücksichtigte Datenretention- und Löschanforderungen
Verteilte Systeme und Cluster-BetriebDatenmodellierung und ETL/ELT-PraktikenMonitoring, Observability und Performance-Tuning
Durchsatz und LatenzanforderungenDatenqualität und GovernanceSkalierbarkeit und Kostenoptimierung
  • Vorhandene Datenschutz- und Compliance-Anforderungen
  • Limitierte Infrastruktur-Budgets
  • Legacy-Systeme mit eingeschränkter Integration