Katalog
concept#Produktmanagement#Analytics#Daten

Behavioral Science

Evidenzbasierte Untersuchung menschlicher Entscheidungsprozesse zur Gestaltung von Interventionen, Experimenten und Choice-Architecture für bessere Produkte und Entscheidungen.

Behavioral Science untersucht Entscheidungsprozesse und wie kognitive Verzerrungen, soziale Einflüsse und Anreize Verhalten steuern.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Geschäftlich
  • Design
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Analyseplattformen (z. B. Google Analytics, Mixpanel)A/B-Test-Frameworks und Experiment-InfrastrukturProdukt- und CRM-Systeme zur Aktivierung von Interventionen

Prinzipien & Ziele

Evidenz vor Intuition: Entscheidungen auf Daten und Experimenten basierenKontextsensitivität: Interventionen sind kontextabhängig und müssen validiert werdenEthik und Transparenz: Respekt vor Autonomie und informierte Anwendung
Erkundung
Unternehmen, Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Unethische Manipulation oder Verletzung von Autonomie
  • Fehlinterpretation kausaler Zusammenhänge
  • Fokus auf kurzfristige Kennzahlen statt langfristiger Wirkung
  • Start mit klaren Hypothesen und messbaren KPIs
  • Kombination qualitativer und quantitativer Methoden
  • Beachtung ethischer Richtlinien und Nutzertransparenz

I/O & Ressourcen

  • Nutzerforschungsdaten (qualitativ)
  • Quantitative Verhaltensmetriken
  • Hypothesen und Theorien aus Psychologie/Sozialwissenschaft
  • Designs für Interventionen und Experimente
  • Evaluationsberichte und Entscheidungsempfehlungen
  • Implementierungs- und Monitoringpläne

Beschreibung

Behavioral Science untersucht Entscheidungsprozesse und wie kognitive Verzerrungen, soziale Einflüsse und Anreize Verhalten steuern. Es bietet evidenzbasierte Methoden für Interventionen, Experimente und Choice-Architecture, um Produktentscheidungen und politische Maßnahmen zu verbessern. Es unterstützt empirische Untersuchungen und A/B-Tests für bessere Nutzererlebnisse.

  • Bessere Nutzerzentrierte Entscheidungen durch empirische Evidenz
  • Höhere Effizienz bei Produktoptimierung durch gezielte Interventionen
  • Verbesserte Policy- und Geschäftsentscheidungen durch Verständnis von Biases

  • Kontextabhängigkeit begrenzt Generalisierbarkeit
  • Messbarkeit kleiner Effekte kann schwierig sein
  • Erfordert interdisziplinäre Expertise und Datenzugang

  • Konversionsrate

    Misst den Anteil der Nutzer, die gewünschte Aktionen ausführen.

  • Retention

    Beobachtet, wie viele Nutzer über einen Zeitraum aktiv bleiben.

  • Effektstärke (Cohen's d)

    Quantifiziert die praktische Relevanz eines beobachteten Effekts.

E-Commerce A/B-Test mit Default-Option

Ein Shop setzte Standardoptionen, um Entscheidungsaufwand zu senken; Conversion stieg nachweislich.

Öffentliche Informationskampagne mit Social Proof

Eine Kampagne zeigte Peer-Behaviour und erhöhte die Teilnahme an Programmen signifikant.

Produktoptimierung durch Nudging im Onboarding

Onboarding-Änderungen basierend auf Verhaltensdaten verbesserten Retention-Raten.

1

Problemdefinition und Hypothesenformulierung

2

Datensammlung und Baseline-Messung

3

Iterative Tests (A/B), Evaluierung und Skalierung erfolgreicher Ansätze

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Unstrukturierte Datenspeicherung erschwert Reproduzierbarkeit
  • Mangelnde Testinfrastruktur für robuste A/B-Analysen
  • Veraltete Mess- und Tracking-Implementierungen
DatenqualitätInterdisziplinäre ZusammenarbeitMessbarkeit langfristiger Effekte
  • Irreführende Defaults, die Nutzer zu unerwünschten Aktionen zwingen
  • Selektive Veröffentlichung nur positiver Testergebnisse
  • Nicht genehmigte Datennutzung zur Verhaltenssteuerung
  • Überschätzung der Übertragbarkeit von Studien
  • Fehlende Kontrolle für externe Einflussfaktoren
  • Unzureichende Stakeholder-Einbindung vor der Umsetzung
Kenntnisse in Verhaltenspsychologie und ExperimentaldesignDatenanalyse und StatistikProdukt- und Designverständnis zur Umsetzung
Variabilität menschlichen Verhaltens und KontextabhängigkeitVerfügbarkeit und Qualität von VerhaltensdatenEthische und rechtliche Rahmenbedingungen
  • Datenschutz- und Einwilligungsanforderungen
  • Begrenzte Skalierbarkeit hochindividualisierter Interventionen
  • Zeit- und Ressourceneinsatz für robuste Evaluationen