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concept#Architektur#Software-Engineering#Governance#Zuverlässigkeit

Architekturprinzipien

Leitlinien für Entscheidungen über Struktur, Schnittstellen und Qualitätsanforderungen von Systemen, die Konsistenz, Wartbarkeit und Skalierbarkeit fördern.

Architekturelle Prinzipien sind grundlegende Leitlinien, die Entscheidungen über Struktur, Schnittstellen und Qualitätsanforderungen eines Systems steuern.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Organisatorisch
  • Architektur
  • Reif

Technischer Kontext

Architektur-Repository oder WikiCI/CD-ToolchainGovernance-Review-Prozesse

Prinzipien & Ziele

Klar definierte Schnittstellen und GrenzenLose Kopplung, hohe KohäsionEvolution durch kleine, risikokontrollierte Änderungen
Erkundung
Unternehmen, Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Inkonsistente Interpretation führt zu Fragmentierung
  • Falsche Priorisierung kann technische Schulden erzeugen
  • Zu starke Vereinfachung vernachlässigt Qualitätsanforderungen
  • Prinzipien knapp, prägnant und begründet formulieren
  • Verknüpfung mit konkreten Richtlinien und Beispielen
  • Regelmäßige Überprüfung und Anpassung

I/O & Ressourcen

  • Geschäfts- und Produktziele
  • Bestehende Architektur- und Komponentenübersicht
  • Stakeholder-Anforderungen und Compliance-Vorgaben
  • Dokumentierte Architekturprinzipien
  • Richtlinien und Checklisten für Teams
  • Governance‑Anforderungen für Reviews

Beschreibung

Architekturelle Prinzipien sind grundlegende Leitlinien, die Entscheidungen über Struktur, Schnittstellen und Qualitätsanforderungen eines Systems steuern. Sie helfen, Konsistenz, Wartbarkeit und Skalierbarkeit sicherzustellen, indem sie priorisierte Regeln und Kompromisse definieren. Sie unterstützen Architekten und Produktteams bei Priorisierung und Kommunikation technischer Entscheidungen.

  • Verbesserte Wartbarkeit durch konsistente Regeln
  • Beschleunigte Entscheidungen dank wiederverwendbarer Leitlinien
  • Bessere Kommunikation zwischen Teams durch gemeinsame Sprache

  • Prinzipien sind abstrakt und erfordern Übersetzung in konkrete Richtlinien
  • Übermäßige Strenge kann Innovationsfähigkeit einschränken
  • Erfolg hängt von Akzeptanz und Disziplin im Team ab

  • Mean Time to Change

    Messzeit vom Vorschlag einer Änderung bis zur sicheren Auslieferung.

  • Service-Kopplung

    Grad der Abhängigkeiten zwischen Modulen oder Services.

  • Deployment-Frequenz

    Wie oft Änderungen produktiv bereitgestellt werden.

Microservice‑Architektur mit klaren Schnittstellen

Organisation definierte Prinzipien für API‑Boundaries und Versionierung, um Integration und Unabhängigkeit zu sichern.

Cloud‑First Prinzip in einer Migration

Strategie, nach der neue Module bevorzugt cloud-native Dienste nutzen, um Skalierbarkeit und Betrieb zu vereinfachen.

Datensicherheitsprinzip als Organisationsstandard

Unternehmen setzt Prinzipien zu Verschlüsselung und Zugriffskontrolle verbindlich für alle Teams durch.

1

Erfassen von Zielen und bestehenden Systemen

2

Ableiten und Priorisieren von Prinzipien

3

Dokumentieren, verankern und kommunizieren

4

Governance und Review-Prozesse etablieren

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Accumulation of legacy coupling due to ignored principles
  • Nicht adressierte Schnittstellen-Inkompatibilitäten
  • Veraltete Richtlinien, die Refactoring verhindern
Enge SchnittstellenMonolithische AbhängigkeitenUnklare Ownership
  • Prinzipien als Dokumentationsleiche ohne Anwendung
  • Blindes Befolgen ohne Kontextbewertung
  • Prinzipien zur Rechtfertigung schlechter Implementierung nutzen
  • Übermäßige Verallgemeinerung macht Prinzipien nutzlos
  • Unzureichende Messbarkeit der Auswirkungen
  • Fehlende Einbindung operativer Teams
Architektur- und SystemdenkenKommunikation mit StakeholdernBewertung von Qualitätsattributen
Skalierbarkeit und PerformanceSicherheit und ComplianceTime-to-Market und Agilität
  • Regulatorische Vorgaben
  • Vorhandene Legacy-Systeme
  • Begrenzte Entwicklerressourcen