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concept#Architektur#Softwaretechnik#Zuverlässigkeit

Architekturmuster

Wiederverwendbare Lösungsprinzipien für strukturelle Entwurfsfragen in Softwaresystemen, die Komponentenorganisation, Verantwortlichkeiten und Interaktionen standardisieren.

Architekturmuster sind wiederverwendbare Lösungsprinzipien für häufige Strukturprobleme in Softwaresystemen.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Technisch
  • Architektur
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Cloud-Provider-Plattformen (z. B. Azure, AWS)CI/CD-Pipelines für automatisierte DeploymentsObservability-Tools (Logging, Metrics, Tracing)

Prinzipien & Ziele

Separation of Concerns: klare Verantwortlichkeiten zwischen Komponenten.Kompromissbewertung: Qualitätseigenschaften explizit gegeneinander abwägen.Kontextabhängigkeit: Patterns nur im konkreten Kontext anwenden, nicht als Dogma.
Umsetzung
Unternehmen, Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Falsche Wahl führt zu unnötiger Komplexität oder Performance-Problemen.
  • Inkompatibilität mit bestehenden Plattformen und Legacy-Systemen.
  • Vernachlässigung nicht-funktionaler Anforderungen im Auswahlprozess.
  • Pattern-Erklärung mit Konsequenzen dokumentieren
  • Kleine, messbare Schritte bei der Einführung
  • Kontinuierliche Validierung mittels Metriken und Tests

I/O & Ressourcen

  • Nicht-funktionale Anforderungen (Skalierung, Zuverlässigkeit)
  • Domänenmodelle und Geschäftszwecke
  • Bestehende technische Landschaft und Einschränkungen
  • Empfohlene Architekturpattern(s) mit Konsequenzen
  • Architekturdiagramme und Schnittstellenbeschreibungen
  • Migrations- und Implementierungsplan

Beschreibung

Architekturmuster sind wiederverwendbare Lösungsprinzipien für häufige Strukturprobleme in Softwaresystemen. Sie beschreiben bewährte Anordnungen von Komponenten, Verantwortlichkeiten und Schnittstellen, um Anforderungen wie Skalierbarkeit, Zuverlässigkeit und Änderbarkeit zu adressieren. Muster unterstützen Designentscheidungen, verdeutlichen Kompromisse und schaffen eine gemeinsame Sprache für Architekturgespräche und erleichtern damit Entscheidungen bei Entwurf und Betrieb.

  • Beschleunigte Entscheidungsfindung durch bewährte Lösungsraster.
  • Verbesserte Kommunikation durch gemeinsame Begrifflichkeit.
  • Erhöhte Wiederverwendbarkeit und Konsistenz über Projekte hinweg.

  • Mögliche Überanpassung: Pattern können unkritisch übernommen werden.
  • Nicht jede Domäne passt zu jedem Pattern; Kontext ist entscheidend.
  • Einführungskosten für Umstrukturierung und Schulung.

  • Durchsatz

    Anzahl verarbeiteter Anfragen pro Zeiteinheit.

  • Mean Time to Recovery (MTTR)

    Durchschnittliche Zeit bis zur Wiederherstellung nach einem Ausfall.

  • Latenz (95./99. Perzentil)

    Messung der Antwortzeiten für kritische Pfade.

Layered Architecture bei Unternehmenssoftware

Trennung von Präsentation, Geschäft und Persistenz zur klaren Verantwortungsaufteilung.

Microservices bei einem E‑Commerce-Anbieter

Zerlegung in domänenspezifische Services für unabhängige Deployments und Skalierung.

Event-Driven Architecture in einer Zahlungsplattform

Ereignisbasierte Integration reduziert Kopplung und unterstützt asynchrone Verarbeitung.

1

Kontext und Qualitätsanforderungen erfassen

2

Geeignete Pattern identifizieren und bewerten

3

Proof-of-Concept entwickeln und messen

4

Inkrementelle Einführung mit Monitoring

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Kurzfristige Ad-hoc-Glättung von Schnittstellen zur schnellen Auslieferung
  • Unvollständige Modularisierung führt zu versteckter Kopplung
  • Veraltete Patterns, die nicht mehr zu neuen Anforderungen passen
DatenzugriffNetzwerk-LatenzDeployment-Komplexität
  • Einführung von Event-Streaming ohne Aufbereitung der Konsistenzanforderungen
  • Verwendung eines verteilten Patterns bei geringer Last und hohen Kosten
  • Aufteilen in Microservices ohne organisatorische Ownership
  • Unterschätzung der Integrationskosten zwischen Komponenten
  • Vernachlässigung der Observability beim Patternwechsel
  • Fehlende Metriken zur Validierung der erwarteten Vorteile
Softwarearchitektur und DesignmusterkenntnisKenntnis von verteilten SystemenOperationales Verständnis (Deployments, Monitoring)
SkalierbarkeitZuverlässigkeitWartbarkeit/Änderbarkeit
  • Legacy-Systeme mit eingeschränkter Integrationsfähigkeit
  • Regulatorische Anforderungen an Datenhaltung
  • Budget- und Personalrestriktionen