API-Spezifikation
Formale Beschreibung von Schnittstellen, Datenmodellen und Kontrakten zur Interoperabilität und Automatisierung.
Klassifikation
- KomplexitätMittel
- AuswirkungTechnisch
- EntscheidungstypArchitektur
- OrganisationsreifeFortgeschritten
Technischer Kontext
Prinzipien & Ziele
Use Cases & Szenarien
Kompromisse
- Fehlende Abstimmung führt zu inkompatiblen Implementierungen.
- Übermäßige Starrheit verhindert notwendige Evolution.
- Ungeprüfte Spezifikationen geben falsche Sicherheit (z. B. ungetestete Kontrakte).
- Contract-first-Ansatz bevorzugen und Implementierung prüfen.
- Automatisiertes Linting und Contract-Tests in CI ausführen.
- Klare Versionierungsstrategie und Deprecation-Richtlinien festlegen.
I/O & Ressourcen
- Fachliche Use-Cases und API-Anforderungen
- Datenmodelle und JSON-Schemas
- Sicherheits- und Compliance-Anforderungen
- OpenAPI/AsyncAPI-Dokumente
- Generierte SDKs und Client-Stub-Code
- Automatisierte Tests und Mock-Services
Beschreibung
Eine API-Spezifikation beschreibt formal die Schnittstellen eines Systems: Endpunkte, Datenmodelle, Authentifizierung, Fehlercodes und Kontrakte. Sie dient als verifizierbare Vereinbarung zwischen Anbietern und Konsumenten und ermöglicht automatisierte Dokumentation, Tests und Code-Generierung. Sie sind zentral für Designentscheidungen, Versionierung, Sicherheitsbewertungen und erleichtern automatisierte Tests, Mocking und Integrationsworkflows im gesamten Entwicklungszyklus.
✔Vorteile
- Erhöhte Interoperabilität zwischen Systemen.
- Automatisierte Dokumentation, Tests und Code-Generierung.
- Verbesserte Governance und Nachvollziehbarkeit von Änderungen.
✖Limitationen
- Erfordert Disziplin bei Versionierung und Kompatibilität.
- Komplexe Datenmodelle können Spezifikationen schwer verständlich machen.
- Tools und Generatoren sind nicht in allen Sprachen gleich gut.
Trade-offs
Metriken
- Spezifikationsabdeckung
Anteil der Endpunkte und Modelle, die in der zentralen Spezifikation dokumentiert sind.
- Vertrags-Test-Erfolgsrate
Prozentualer Anteil erfolgreicher Contract-Tests in CI-Pipelines.
- Änderungsdurchlaufzeit
Zeit vom Vorschlag einer Spezifikationsänderung bis zur produktiven Nutzung.
Beispiele & Implementierungen
Stripe API
Gut dokumentierte REST-API mit klaren Spezifikationen und Beispielcode für Integratoren.
GitHub REST API
Öffentliche API mit Versionierung, Authentifizierung und umfangreicher Referenzdokumentation.
OpenAPI-getriebene Microservices
Interne Microservices, die Contracts als Single Source of Truth verwenden und daraus Clients generieren.
Implementierungsschritte
Use-Cases erfassen und Domain-Modelle definieren.
Spezifikation in OpenAPI schreiben und validieren.
Automatisierte Tests, Mocks und SDK-Generierung in CI integrieren.
⚠️ Technische Schulden & Engpässe
Tech Debt
- Veraltete Schemas ohne Migrationspfad
- Unzureichende Testabdeckung für Contract-Änderungen
- Manuell gepflegte Dokumentation, die nicht automatisch generiert wird
Bekannte Engpässe
Beispiele für Missbrauch
- Spezifikation ignorieren und direkte Implementationen unterschiedlicher Teams zulassen.
- Wichtige Sicherheitsanforderungen nicht in der Spezifikation abbilden.
- Versionierung nicht durchsetzen und Breaking-Änderungen unkoordiniert einführen.
Typische Fallen
- Annahmen in Spezifikation, die nicht durch Tests abgesichert sind.
- Zu frühe Spezifikation von internen Implementation-Details.
- Fehlende Synchronisation zwischen Spezifikation und Produktions-API.
Erforderliche Fähigkeiten
Drivers (Architectural Drivers)
Constraints
- • Rückwärtskompatibilität muss gewährleistet sein
- • Verfügbarkeit passender Toolchain (Linting, Generatoren)
- • Abstimmung mit rechtlichen und Privacy-Anforderungen