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Web Content Accessibility Guidelines (WCAG)

WCAG beschreibt Prinzipien und Erfolgskriterien zur barrierefreien Gestaltung von Webinhalten. Ziel ist die bessere Nutzbarkeit und rechtliche Konformität über verschiedene Benutzergruppen hinweg.

Die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) definieren Prinzipien und Erfolgskriterien zur barrierefreien Gestaltung von Webinhalten.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Organisatorisch
  • Architektur
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Designsysteme (z. B. Storybook)Automatisierte Testtools (z. B. axe, Pa11y)Content-Management-Systeme

Prinzipien & Ziele

Wahrnehmbar: Inhalte müssen für alle Sinnesmodalitäten verfügbar sein.Bedienbar: Interaktionselemente müssen zugänglich und steuerbar sein.Verständlich: Inhalte und Bedienung müssen verständlich gestaltet sein.
Umsetzung
Unternehmen, Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Unvollständige Tests führen zu falscher Konformitätseinschätzung.
  • Fehlende Schulung des Teams verringert nachhaltige Umsetzung.
  • Fokus nur auf Automatisierung übersieht nutzerzentrierte Probleme.
  • Accessibility bereits im Design-Review berücksichtigen
  • Automatisierte und manuelle Tests kombinieren
  • Komponenten einmal barrierefrei implementieren und wiederverwenden

I/O & Ressourcen

  • Designs, Prototypen und Quellcode
  • WCAG-Prüfkriterien und Checklisten
  • Testumgebungen und Assistenztechnologien
  • Konformitätsberichte und Migrationspläne
  • Barrierefreie Komponentenbibliotheken
  • Schulungsunterlagen und Richtlinien

Beschreibung

Die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) definieren Prinzipien und Erfolgskriterien zur barrierefreien Gestaltung von Webinhalten. Sie unterstützen Entwickler und Organisationen bei der Planung, Bewertung und Umsetzung zugänglicher Nutzeroberflächen. WCAG fördert rechtliche Konformität, inklusive Nutzererfahrung und technische Interoperabilität. Sie sind als internationaler Standard weit verbreitet.

  • Erhöhte Reichweite und bessere Nutzerzufriedenheit für alle Nutzergruppen.
  • Reduzierung rechtlicher Risiken durch Einhaltung von Standards.
  • Verbesserte Qualität und Robustheit von Frontend-Implementierungen.

  • Vollständige WCAG-Konformität kann zeit- und kostenintensiv sein.
  • Einige Erfolgskriterien erfordern subjektive Bewertungen.
  • Legacy-Systeme lassen sich nicht immer vollständig ohne Refactoring anpassen.

  • Konformitätsstufe

    Anteil der Kriterien, die auf Stufe A/AA/AAA erfüllt sind.

  • Automatisierte Fehler pro Seite

    Anzahl der durch Tools gefundenen Probleme pro Seite.

  • Benutzer-Test-Score

    Ergebnis aus qualitativen Tests mit assistiven Nutzern.

Regierungswebseiten mit WCAG-Standard

Viele öffentliche Stellen veröffentlichen erreichbarkeitskonforme Seiten als rechtliche Vorgabe.

E-Commerce-Checkout mit Screenreader-Unterstützung

Beispiele zeigen, wie Checkout-Flows für Assistenztechnologien optimiert werden.

Designsysteme mit zugänglichen Komponenten

Unternehmen integrieren WCAG-Prinzipien in ihre Komponentenbibliotheken.

1

WCAG-Anforderungen sichten und Scope definieren

2

Designsystem anpassen und Komponenten auditieren

3

Automatisierte Tests integrieren und manuelle Tests planen

4

Schulungen durchführen und Accessibility in Prozessen verankern

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Nicht-semantische HTML-Strukturen in Legacy-Code
  • Fehlende ARIA-Attribute oder falsche Nutzung
  • Unzureichende Testabdeckung für Assistenztechnologien
Fehlendes DesignsystemUnzureichende TestabdeckungLegacy-Frontends ohne semantische Struktur
  • Icons ohne Textalternativen hinzufügen
  • Fokus-Management ignorieren und Tastaturnavigation brechen
  • Nur Farben zur Informationsvermittlung nutzen
  • Automatische Tool-Ergebnisse blind übernehmen
  • WCAG-Punkte isoliert betrachten statt im Nutzungskontext
  • A/B-Tests ohne Barrierefreiheit durchführen
HTML/CSS-Semantik und ARIA-KenntnisseErfahrung mit Accessibility-Tests und NutzertestsRechtliche Grundlagen und Compliance-Verständnis
Barrierefreiheit als Anforderung an UI-ArchitekturInteroperabilität mit AssistenztechnologienNachweisbarkeit und Compliance-Anforderungen
  • Rechtliche Vorgaben und Fristen
  • Begrenzte Entwicklungsressourcen
  • Technische Einschränkungen durch Drittanbieter-Komponenten