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method#Produkt#Delivery#Governance#Integration

User Research

Strukturierte Methode zur Gewinnung von Nutzererkenntnissen mittels Interviews, Tests und Beobachtung zur Unterstützung von Produktentscheidungen und Design.

Nutzerforschung sammelt qualitative und quantitative Erkenntnisse über Bedürfnisse, Verhalten und Nutzungskontexte, um Produktentscheidungen zu fundieren.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Organisatorisch
  • Organisation
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Produkt-Backlog (z. B. Jira)Analytics-Plattformen (z. B. Google Analytics, Matomo)Prototyping-Tools (z. B. Figma)

Prinzipien & Ziele

Früh und oft testenHypothesenbasiertes VorgehenKontext vor Annahme
Erkundung
Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Falsche Stichprobenauswahl verzerrt Erkenntnisse
  • Stakeholder-Interpretationen ohne Methodenkontext
  • Ethik- und Datenschutzverletzungen bei unsachgemäßer Durchführung
  • Kleine, schnelle Iterationen statt seltener großer Studien
  • Kombination qualitativer und quantitativer Methoden
  • Ergebnisse klar für Entscheidungsprozesse aufbereiten

I/O & Ressourcen

  • Forschungsfragen und Hypothesen
  • Rekrutierte Teilnehmer und Screening-Kriterien
  • Prototypen oder Artefakte zum Testen
  • Evidenzbasierte Empfehlungen
  • Personas und Nutzungsszenarien
  • Priorisierte Maßnahmen für Roadmap/Backlog

Beschreibung

Nutzerforschung sammelt qualitative und quantitative Erkenntnisse über Bedürfnisse, Verhalten und Nutzungskontexte, um Produktentscheidungen zu fundieren. Sie kombiniert Interviews, Befragungen, Beobachtung und Tests, um Annahmen zu überprüfen und Prioritäten zu setzen. Die Ergebnisse steuern Design, Strategie und Messung in Discovery- und Delivery-Phasen.

  • Reduziert Unsicherheit bei Produktentscheidungen
  • Verbessert Nutzerzentrierte Priorisierung
  • Frühe Identifikation von Risiken und Nebenwirkungen

  • Ergebnisse sind oft kontextabhängig und nicht immer verallgemeinerbar
  • Benötigt Zeit und Ressourcen für Rekrutierung und Analyse
  • Qualitative Insights müssen in Prioritäten übersetzt werden

  • Actionable-Insight-Rate

    Anteil der Forschungsergebnisse, die zu konkreten Produktentscheidungen führen.

  • Time-to-Insight

    Zeit vom Forschungsstart bis zur Ableitung umsetzbarer Empfehlungen.

  • Teilnehmerdiversität

    Grad der Repräsentation verschiedener Nutzersegmente in Studien.

E-Commerce Checkout-Optimierung

Moderierte Usability-Tests identifizierten Verwirrungspunkte, führten zu vereinfachten Flows und reduzierten Abbruchraten.

B2B-Portal Nutzerinterviews

Tiefeninterviews enthüllten unerkannte Arbeitsprozesse; das Produktteam passte Features an reale Prozesse an.

Mobile App Feldbeobachtung

Beobachtungen im Kontext zeigten Abweichungen zwischen deklarativem Verhalten und tatsächlicher Nutzung, was zu Designänderungen führte.

1

Ziele und Fragestellungen definieren.

2

Studiendesign, Rekrutierung und Ethik prüfen.

3

Durchführung, Auswertung und Ableitung von Maßnahmen.

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Fehlende zentrale Dokumentation von Research-Ergebnissen
  • Keine standardisierten Templates für Studien
  • Veraltete Teilnehmer-Pools und fehlende Pflege
TeilnehmerrekrutierungAnalysekapazitätStakeholderverständnis
  • Nur Freundes- und Familienkreise als Teilnehmer
  • Erkenntnisse als endgültige Wahrheiten statt Hinweise nutzen
  • Kein Follow-up nach Erkenntnisableitung
  • Confirmation Bias bei Frageformulierung
  • Überinterpretation kleiner Stichproben
  • Unklare Erfolgskriterien vor Studienbeginn
Moderation und InterviewführungAnalyse qualitativer DatenGrundlagen quantitativer Auswertung
Stakeholder-Alignment für EntscheidungenZugriff auf reale NutzerkontexteMöglichkeiten zur schnellen Iteration
  • Datenschutz- und Ethikauflagen
  • Begrenzte Zeit und Budget
  • Erreichbarkeit realistischer Teilnehmer