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method#Governance#Produkt#Bereitstellung

Theory of Change

Eine strukturierte Methode zur Darstellung, wie Interventionen zu gewünschten Ergebnissen führen. Fokus auf Kausalpfade, Annahmen und Messgrößen zur besseren Planung und Evaluation.

Die Theory of Change ist eine strukturierte Methode, um zu beschreiben, wie und warum gewünschte gesellschaftliche oder organisatorische Veränderungen eintreten sollen.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Organisatorisch
  • Organisation
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Monitoring-Systeme (z. B. interne Dashboards)Reporting- und Fördermanagement-ToolsProjektplanungs- und Roadmap-Tools

Prinzipien & Ziele

Explizite Darstellung von AnnahmenKausalität statt reiner AktivitätslistenPartizipation relevanter Stakeholder
Erkundung
Unternehmen, Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Bestätigungsvoreingenommenheit bei Annahmen
  • Unzureichende Daten zur Validierung von Pfaden
  • Stakeholder-Konflikte über Prioritäten
  • Konkrete, messbare Zwischenziele definieren
  • Annäherung iterativ und evidenzbasiert gestalten
  • Dokumentation von Annahmen und Datenquellen sicherstellen

I/O & Ressourcen

  • Projektziele, Kontextanalyse, vorhandene Evidenz
  • Stakeholder-Interviews und Workshops
  • Baseline-Daten und Indikatorenvorschläge
  • TOC-Map mit Kausalpfaden
  • Liste expliziter Annahmen
  • Monitoringplan und Indikatorsatz

Beschreibung

Die Theory of Change ist eine strukturierte Methode, um zu beschreiben, wie und warum gewünschte gesellschaftliche oder organisatorische Veränderungen eintreten sollen. Sie verbindet Maßnahmen mit kurz‑ und langfristigen Ergebnissen, macht Annahmen transparent und dient Planung, Monitoring sowie Evaluation zur besseren strategischen Entscheidungsfindung.

  • Verbesserte Nachvollziehbarkeit von Wirkungslogiken
  • Bessere Grundlage für Monitoring und Evaluation
  • Klarere Kommunikationsgrundlage für Stakeholder

  • Kann zeitaufwändig und ressourcenintensiv sein
  • Übermäßige Komplexität reduziert Nutzbarkeit
  • Unsichere Annahmen können irreführend sein

  • Anzahl validierter Annahmen

    Anzahl der Annahmen, die durch Daten oder Evaluation bestätigt wurden.

  • Erfüllungsgrad kurzfr. Outcomes

    Prozentsatz der definierten kurzfristigen Ergebnisse, die erreicht wurden.

  • Stakeholder-Zustimmung

    Grad der Übereinstimmung relevanter Stakeholder mit der TOC.

Bildungsinitiative einer NGO

TOC nutzte Ursachenanalyse, um Lernziele, Lehrerfortbildung und Community-Aktivitäten zu verknüpfen.

Produktintroduktion eines Software-Tools

Product-Team modellierte Nutzerpfade bis zu Geschäftskennzahlen und plante Experimente zur Validierung.

Staatliches Förderprogramm

Förderagentur erstellte TOC, um Indikatoren zu standardisieren und Wirkungsberichte zu harmonisieren.

1

Stakeholder identifizieren und Kick-off durchführen.

2

Ziele und gewünschte Ergebnisse gemeinsam definieren.

3

Kausalpfade, Annahmen und Indikatoren iterativ entwickeln.

4

Monitoringplan erstellen und Verantwortlichkeiten festlegen.

5

Regelmäßige Überprüfung und Anpassung der TOC einplanen.

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Unvollständige Dokumentation von Annahmen
  • Keine Versionierung der TOC-Iterationen
  • Inkonsistente Indikatordefinitionen zwischen Projekten
Unklare AnnahmenBegrenzte DatenverfügbarkeitStakeholder-Fehlausrichtung
  • Nur Aktivitäten listen, ohne Kausalmechanismen zu beschreiben
  • Annahmen nicht testen und dennoch als Fakt behandeln
  • TOC nie aktualisieren, obwohl Evidenz widerspricht
  • Verwechslung von Zielen und Mitteln im Kausalpfad
  • Unrealistische Indikatoren ohne Datenzugang definieren
  • Stakeholder-Skepsis nicht adressieren
Methodenverständnis für WirkungsmodellierungModerations- und Workshop-FähigkeitenGrundkenntnisse Monitoring & Evaluation
Klarheit über gewünschte ErgebnisseStakeholder-Einbindung und LegitimitätVerfügbarkeit valider Indikatoren
  • Zeit- und Ressourcenbegrenzungen
  • Datenschutz- und Zugangsrestriktionen
  • Organisatorische Akzeptanzgrenzen