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method#Produkt#Lieferung#Qualitätssicherung#Softwaretechnik

Rapid Prototyping

Schnelle, iterative Erstellung einfacher Prototypen zur frühzeitigen Validierung von Annahmen und zur Einholung von Nutzerfeedback.

Rapid Prototyping ermöglicht schnelle, iterative Erstellung von greifbaren Modellen und Minimalprototypen, um Annahmen früh zu validieren.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Geschäftlich
  • Design
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Design-Tools (z. B. Figma)Kommunikationsplattformen (z. B. Slack)Issue-Tracker / Backlog (z. B. Jira, GitHub Issues)

Prinzipien & Ziele

Schnelles Testen statt perfekter AusarbeitungFokus auf Annahmen und LernzieleInterdisziplinäre Zusammenarbeit
Erkundung
Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Fehlinterpretation von Nutzerfeedback bei kleinen Stichproben
  • Zu frühe technische Festlegungen trotz Prototypen
  • Stakeholder verlangen unrealistische Detailtreue
  • Definiere klare Metriken vor Testbeginn
  • Beginne niedrig in der Fidelity und steigere bei Bedarf
  • Involviere Stakeholder früh und regelmäßig

I/O & Ressourcen

  • Problemdefinition und Hypothesen
  • Minimaler Design- oder Funktionsumfang
  • Zugängliche Testnutzer oder Stakeholder
  • Prototyp-Artefakte (klickbar, mockup, physisch)
  • Gesammeltes Nutzerfeedback und Erkenntnisse
  • Konkrete Empfehlungen für Umsetzung oder Ablehnung

Beschreibung

Rapid Prototyping ermöglicht schnelle, iterative Erstellung von greifbaren Modellen und Minimalprototypen, um Annahmen früh zu validieren. Es fokussiert auf schnelles Feedback von Nutzern und Stakeholdern, reduziert Unsicherheit und leitet gezielte Entscheidungen in Produkt- und Entwicklungsprozessen. Die Methode ist praxisnah, interdisziplinär und eignet sich besonders in der Discovery-Phase.

  • Frühe Validierung reduziert Fehlinvestitionen
  • Schnelles Nutzerfeedback verbessert Produktentscheidungen
  • Geringere Implementationsrisiken

  • Nicht alle technischen Randbedingungen lassen sich prototypisch abbilden
  • Hohe Fidelity-Prototypen erhöhen Kosten und Zeit
  • Ergebnisse sind abhängig von Testpersonen und Kontext

  • Time-to-feedback

    Zeitspanne vom Prototypstart bis zum ersten verwertbaren Nutzerfeedback.

  • Validierte Annahmen

    Anzahl der Annahmen, die durch Tests bestätigt oder verworfen wurden.

  • Teilnehmerzufriedenheit

    Subjektive Bewertung der Testpersonen zur Verständlichkeit und Nutzbarkeit des Prototyps.

E-Commerce Checkout-Flow

Team erstellt klickbaren Low-Fidelity-Prototyp, testet mit 10 Nutzern und validiert Checkout-Hypothesen vor Implementierung.

Mobile Onboarding

Schnelle Iterationen eines Onboarding-Flows, Messung von Abbruchraten und Anpassung vor Entwicklungsaufwand.

Hardware-Interaktionsmodell

Physischer Prototyp prüft ergonomische Annahmen und liefert konkrete Erkenntnisse für Fertigungsentscheidungen.

1

Formuliere klare Hypothesen und Lernziele

2

Wähle geeignete Fidelity und Prototyping-Technik

3

Erstelle Prototyp, führe kurze Tests durch und sammle Feedback

4

Analysiere Ergebnisse, iteriere oder entscheide über nächsten Schritt

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Nicht dokumentierte Testannahmen führen zu Unsicherheit
  • Prototyp-Implementierungen werden fälschlich als Produktionscode übernommen
  • Verwaiste Prototyp-Artefakte ohne Kontext
Beschränkte Ressourcen für TestsUnklare Anforderungen und ZielgruppenTooling- und Integrationsgrenzen
  • Prototyp als endgültige Spezifikation verwenden
  • Hohe Fidelity zum Zwecke des Eindrucks statt Lernens
  • Einzelne Nutzererfahrungen als allgemeingültig interpretieren
  • Zu kleine Testgruppen ohne Diversität
  • Ignorieren technischer Restriktionen beim Prototyping
  • Stakeholder-Feedback über Nutzerfeedback stellen
Moderation und Workshop-FacilitationGrundkenntnisse im UX-Design und Prototyping-ToolsSchnelles Testdesign und Auswertung
Zeit bis zur ersten RückmeldungRisikoreduktion vor ImplementierungStakeholder-Alignment und Entscheidungsgrundlage
  • Zeitliche Begrenzung der Discovery-Phase
  • Budget für Prototyping-Materialien und Nutzertests
  • Datenschutz bei Nutzerstudien