Katalog
method#Künstliche Intelligenz#Maschinelles Lernen#Architektur#Daten

RAG Implementation

Ein praktischer Leitfaden zur Implementierung von Retrieval-Augmented Generation (RAG). Beschreibt Architekturmuster, Datenflüsse und Evaluationskriterien für wissensgestützte Generative-AI-Systeme.

Retrieval-Augmented Generation (RAG) ist ein Verfahren, das generative Modelle durch externe Dokumentensuche mit faktischer Grundlage versorgt.
Aufstrebend
Hoch

Klassifikation

  • Hoch
  • Technisch
  • Architektur
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Vektor-Datenbanken (z. B. Milvus, FAISS, Pinecone)Model-Serving-Plattformen (z. B. Triton, Hugging Face Inference)Observability-Tools für Latenz und Fehleranalyse

Prinzipien & Ziele

Trennung von Retrieval und Generation zur besseren Nachvollziehbarkeit.Quellenverifikation und provenance-basierte Antworten priorisieren.Iterative Bewertung mit menschlichem Feedback zur Qualitätskontrolle.
Umsetzung
Team, Domäne

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Unkontrollierte Offenlegung sensitiver Informationen aus Quellen.
  • Übermäßiges Vertrauen in nicht verifizierte Retrieval-Treffer.
  • Kostensteigerung durch Speicher- und Anfrageaufwand für Indizes.
  • Quellen provenance-getreu verlinken und transparent ausweisen.
  • Index-Refresh-Intervall an Datencharakteristik anpassen.
  • Human-in-the-loop-Validierung für kritische Antworten einplanen.

I/O & Ressourcen

  • Quellenkorpus (Dokumente, KB, Logs)
  • Embedding-Modelle und Indexierungs-Pipeline
  • Generatives Modell und Konfigurationsparameter
  • Generierte, quellenreferenzierte Antworten
  • Relevanzmetriken und Audit-Logs
  • Aktualisierte Indices und Versionsartefakte

Beschreibung

Retrieval-Augmented Generation (RAG) ist ein Verfahren, das generative Modelle durch externe Dokumentensuche mit faktischer Grundlage versorgt. Es kombiniert einen Retriever und einen Generator, um Genauigkeit und Kontextbezug zu erhöhen. Die Methode beeinflusst Architektur, Datenpipelines und Evaluationsstrategien für wissensintensive produktive Anwendungen.

  • Verbesserte Faktenhaftigkeit gegenüber rein generativen Modellen.
  • Flexiblere Aktualisierung des Wissens durch Index-Updates.
  • Gesteigerte Kontextrelevanz bei domänenspezifischen Anfragen.

  • Abhängigkeit von Indexqualität und Coverage der Datenquelle.
  • Latenz durch Retrieval-Schritte kann hoch sein.
  • Fehlerhafte oder widersprüchliche Quellen führen zu inkonsistenten Antworten.

  • Factuality Rate

    Anteil der Antworten, die durch überprüfbare Quellen gestützt werden.

  • Retrieval Precision@k

    Präzision der gefundenen Treffer innerhalb der Top-k Ergebnisse.

  • End-to-End-Latenz

    Gesamtdauer von Anfrage bis Antwortauslieferung in Produktion.

Forschungs-Paper von Facebook AI (RAG)

Originalpublikation, die RAG als Kombination von Retriever und Generator beschreibt.

Hugging Face Transformers RAG-Integration

Praktische Implementierung und Beispiel-Code für RAG in Transformers.

Enterprise Knowledge Assistant Pilot

Fallstudie: Kundensupport-Bot kombiniert interne Richtlinien und Dokumente via RAG.

1

Ziel-Use-Cases definieren und Erfolgskriterien festlegen.

2

Datenquellen bewerten, aufbereiten und indexieren.

3

Retriever-Architektur wählen und Embeddings trainieren/auswählen.

4

Generatives Modell integrieren und Prompt-/Response-Strategien entwickeln.

5

Monitoring, Evaluation und Feedback-Loops einführen.

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Unstrukturierte Indizes ohne Partitionierungsstrategie.
  • Ad-hoc Retrieval-Tuning ohne Testcoverage.
  • Hardcodierte Prompts im Anwendungscode.
Index-AufbauRetrieval-LatenzKosten für Speichersysteme
  • Verwendung vertraulicher Dokumente ohne Maskierung im Index.
  • Produktion von Empfehlungen ohne Qualitätsprüfungen.
  • Einsatz von veralteten Indices für kritische Entscheidungen.
  • Überschätzung der Generatorfähigkeiten bei unzuverlässigen Treffern.
  • Fehlende Metriken zur Messung von Factuality.
  • Komplexe Konsistenzprobleme bei mehreren Quellen.
Verständnis von Informationsretrieval und Vektorrisierung.Kenntnisse in Prompt-Engineering und Evaluationsmetriken.Betriebskenntnisse für Deployment, Skalierung und Monitoring.
Antwortgenauigkeit und NachvollziehbarkeitLatenz- und SkalierbarkeitsanforderungenDatenqualität und Governance
  • Rechtliche Anforderungen an Datenzugriff und Speicherung.
  • Beschränkte Qualität bzw. Coverage der verfügbaren Quellen.
  • Betriebsbudget für Index- und Inferenzinfrastruktur.