Iterativer Edit-and-Test-Workflow
Kurzer, wiederholender Workflow aus Editieren, Testen und Feedback zur schnellen Fehlerbehebung und inkrementellen Verbesserung.
Klassifikation
- KomplexitätMittel
- AuswirkungOrganisatorisch
- EntscheidungstypOrganisation
- OrganisationsreifeFortgeschritten
Technischer Kontext
Prinzipien & Ziele
Use Cases & Szenarien
Kompromisse
- Unzureichende Tests führen zu Regressionen.
- Zu häufige, ungeprüfte Änderungen destabilisieren das System.
- Mangelnde Koordination erzeugt Merge-Konflikte und Inkonsistenzen.
- Kleine, atomare Commits erleichtern Reviews und Rollbacks.
- Schnelle, zuverlässige Tests priorisieren, langsame Tests entkoppeln.
- Feature-Toggles für risikoarme Releases einsetzen.
I/O & Ressourcen
- Zugänglicher Quellcode mit CI-Pipeline
- Automatisierte Tests oder Test-Frameworks
- Issue- oder Ticket-Beschreibung mit Reproduktionsschritten
- Getestete Commits und grüne CI-Pipeline
- Kleinere, dokumentierte Releases oder Patches
- Aktualisierte Tests und Metriken
Beschreibung
Der Iterative Edit-and-Test-Workflow ist ein pragmatischer Entwicklungsprozess, der kurze Editierzyklen mit schnellen Testläufen verbindet. Er fördert kontinuierliches Feedback, schnelle Fehlereindämmung und schrittweise Verbesserung des Codes. Der Ablauf umfasst kleine Änderungen, automatisierte Unit- und Integrationstests sowie wiederholte Code-Reviews.
✔Vorteile
- Schnellere Erkennung und Behebung von Fehlern.
- Kontinuierliche Verbesserung durch wiederholtes Feedback.
- Geringeres Risiko bei Deployments durch kleine Inkremente.
✖Limitationen
- Overhead bei sehr kleinen Änderungen kann steigen.
- Benötigt verlässliche Testautomatisierung und CI.
- Nicht geeignet für große, einmalige Architekturänderungen ohne Planung.
Trade-offs
Metriken
- Mean Time to Fix (MTTF)
Durchschnittliche Zeit von Fehlererkennung bis zur Bereitstellung des Fixes.
- Testabdeckung
Prozentualer Anteil des Codes, der durch automatisierte Tests abgedeckt ist.
- Durchschnittliche Änderungsgröße
Anzahl der geänderten Dateien/Lines pro Commit oder PR.
Beispiele & Implementierungen
Feature-Delivery in einem Scrum-Team
Ein Scrum-Team nutzt kurze Editierzyklen mit täglichen Tests und kurzen Reviews, um Features in kleinen Schritten auszuliefern.
CI-geführtes Bugfixing
Ein CI-Setup stellt sicher, dass jeder kleine Fix automatisiert geprüft wird, bevor er gemerged wird.
Refactoring mit Safety-Net
Schrittweises Refactoring mit Snapshot-Tests und Feature-Toggles minimiert Risiko beim schrittweisen Umbau.
Implementierungsschritte
Einrichtung einer zuverlässigen CI-Pipeline mit schnellen Feedbacks.
Definition einer Branch-Strategie und kleiner Pull-Request-Grenzen.
Automatisierung essenzieller Unit- und Integrationstests.
Einführung kurzer Review-Zyklen und Deployment-Richtlinien.
Metriken einführen und regelmäßig auswerten.
⚠️ Technische Schulden & Engpässe
Tech Debt
- Alte, fragile Tests verlangsamen Pipeline und erodieren Vertrauen.
- Fehlende Modularisierung erschwert isolierte Änderungen.
- Unklare Branch-Strategie führt zu Merge-Aufwand.
Bekannte Engpässe
Beispiele für Missbrauch
- Nur kosmetische Änderungen frequenter deployen ohne Tests.
- Tests zu spät im Prozess ergänzen und aufwändige Rollbacks provozieren.
- Durch zu viele kleine Änderungen eine instabile Hauptlinie erzeugen.
Typische Fallen
- Zu langsame Tests blockieren Feedback-Zyklen.
- Unklare Review-Kriterien führen zu inkonsistenter Qualität.
- Fehlende Testdaten machen Reproduzierbarkeit schwierig.
Erforderliche Fähigkeiten
Drivers (Architectural Drivers)
Constraints
- • Erforderliche CI-Infrastruktur muss vorhanden sein.
- • Testdaten und Umgebungen müssen reproduzierbar sein.
- • Zeitdruck kann Qualität und Tests beeinträchtigen.