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method#Zuverlässigkeit#Observability#DevOps#Governance

Incident Handling

Strukturierter Prozess zur Erkennung, Priorisierung, Eskalation und Behebung von IT- und Betriebsstörungen.

Incident Handling ist ein strukturiertes Verfahren zur Erkennung, Priorisierung, Eskalation und Behebung von IT- und Betriebsstörungen.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Organisatorisch
  • Organisation
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Monitoring-Systeme (z. B. Prometheus)Alarmierungs-Tools (z. B. PagerDuty)Kommunikationsplattformen (z. B. Slack/Teams)

Prinzipien & Ziele

Klare Rollen und Verantwortlichkeiten definierenSchnelle, aber dokumentierte Erstreaktion priorisierenLernschleifen durch Post-Incident-Reviews etablieren
Betrieb
Team, Domäne, Unternehmen

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Fehlende Eskalation führt zu verlängerten Ausfallzeiten
  • Unklare Kommunikation verursacht Verwirrung und Doppelarbeit
  • Unzureichende Nachbearbeitung verhindert nachhaltige Verbesserungen
  • Regelmäßige Post-Incident-Reviews mit klaren Aktionsplänen
  • Playbooks kurz, prägnant und versioniert halten
  • Monitoring-Alerts auf Relevanz und Rauschfreiheit optimieren

I/O & Ressourcen

  • Monitoring-Alerts und Logs
  • Playbooks/Runbooks
  • Eskalations- und Kommunikationsmatrix
  • Incident-Ticket mit Statusverlauf
  • Post-Incident-Report und Maßnahmenliste
  • Aktualisierte Playbooks und Checklisten

Beschreibung

Incident Handling ist ein strukturiertes Verfahren zur Erkennung, Priorisierung, Eskalation und Behebung von IT- und Betriebsstörungen. Es definiert Rollen, Kommunikationswege, Playbooks und Messgrößen, um Ausfallzeiten zu reduzieren und Wiederherstellungszeit zu optimieren. Der Ansatz integriert Monitoring, Incident-Management-Tools und Nachbearbeitungen über Teams und Organisationen hinweg.

  • Reduktion der Ausfallzeit und schnellere Wiederherstellung
  • Bessere Koordination über Teams hinweg
  • Kontinuierliche Verbesserung durch strukturiertes Lernen

  • Erfordert Pflege von Playbooks und Runbooks
  • Wirksamkeit hängt von Monitoring- und Alarmqualität ab
  • Kann organisatorische Abstimmung und Trainingsbedarf erzeugen

  • MTTR

    Durchschnittliche Zeit von Erkennen bis Wiederherstellung.

  • Anzahl Incidents pro Monat

    Zählt Vorfälle innerhalb eines definierten Zeitraums.

  • Zeit bis zur ersten Reaktion

    Zeit vom Alarm bis zur ersten bestätigten Reaktion eines Verantwortlichen.

SRE-Postmortem nach Produktionsausfall

Dokumentierter Vorfall mit Timeline, Ursachenanalyse und Maßnahmenplan zur Reduzierung zukünftiger Ausfälle.

Game-Day für Team-Resilienz

Simulierte Störung zur Überprüfung von Playbooks, Kommunikationswegen und Wiederherstellungszeiten.

Eskalation zu Incident-Commander

Klar definierte Eskalationskette mit Incident-Commander für kritische, langanhaltende Störungen.

1

Bestandsaufnahme der bestehenden Alarme und Eskalationswege

2

Erstellung und Testen von Playbooks für kritische Szenarien

3

Einführung von On-Call-Rollen, Trainings und Game-Days

4

Automatisierungsoptionen identifizieren und schrittweise einführen

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Unvollständige Observability für kritische Services
  • Veraltete Playbooks, die nicht zur Architektur passen
  • Manuelle Workarounds, die technische Schulden akkumulieren
KommunikationToolingTraining
  • Playbooks als reine Dokumentation ohne Tests
  • Vollständige Zentralisierung aller Entscheidungen bei jedem Vorfall
  • Automatisches Schließen von Tickets ohne Verifizierung
  • Zu viele, schlecht priorisierte Alerts
  • Unklare Eskalationsstufen
  • Mangelnde Einbindung von Stakeholdern
On-Call-Management und Triage-FähigkeitenTechnische Diagnose und DebuggingKommunikation unter Druck
Mean Time to Detect (MTTD)Mean Time to Recover (MTTR)Service-Abhängigkeiten und Fehlertoleranz
  • Verfügbare On-Call-Ressourcen
  • SLA- und Compliance-Anforderungen
  • Integrationsfähigkeit von Monitoring-Tools