Katalog
method#Produkt#Governance#Lieferung

GAP Analyse

Strukturierte Methode zur Identifikation und Priorisierung von Abweichungen zwischen Ist- und Sollzustand.

Die GAP‑Analyse ist eine strukturierte Methode zur Identifikation von Abweichungen zwischen Ist‑ und Soll‑Zustand in Produkten, Prozessen oder Organisationen.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Organisatorisch
  • Organisation
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Jira für Backlog und MaßnahmenverfolgungConfluence oder Wiki für DokumentationGoogle Sheets / Excel für Gap‑Matrizen

Prinzipien & Ziele

Explizite Definition von Ist- und SollzustandMessbare Kriterien zur Bewertung verwendenStakeholder früh einbeziehen und Verantwortungen klären
Erkundung
Unternehmen, Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Falsche Priorisierung aufgrund unvollständiger Informationen
  • Stakeholderkonflikte verzögern Umsetzung
  • Maßnahmen bleiben ohne klare Maßnahmenverantwortung wirkungslos
  • Nutze sowohl quantitative als auch qualitative Daten
  • Arbeite iterativ: kleine Experimente statt großer Big‑Bangs
  • Dokumentiere Annahmen und Bewertungsregeln transparent

I/O & Ressourcen

  • Dokumentation Ist‑Prozesse und Systeme
  • Anforderungen oder Zielkatalog (Soll‑Zustand)
  • Stakeholder‑Interviews und Leistungskennzahlen
  • Priorisierte Gap‑Liste
  • Maßnahmenplan mit Zeitplanschätzungen
  • Risikoabschätzung und Verantwortungszuweisung

Beschreibung

Die GAP‑Analyse ist eine strukturierte Methode zur Identifikation von Abweichungen zwischen Ist‑ und Soll‑Zustand in Produkten, Prozessen oder Organisationen. Sie liefert priorisierte Handlungsfelder und konkrete Maßnahmenempfehlungen. Typischerweise wird sie in strategischen Workshops mit Stakeholdern und messbaren Kriterien durchgeführt. Das Vorgehen umfasst Bewertungskriterien, Gap‑Kategorisierung und Umsetzungsschritte zur Schließung identifizierter Lücken.

  • Klare Priorisierung von Handlungsfeldern
  • Verbesserte Ressourcenallokation
  • Transparente Entscheidungsgrundlage für Maßnahmen

  • Ergebnis hängt von Datenqualität und Beteiligung ab
  • Kann zu oberflächlichen Lösungen führen, wenn Ursachen nicht analysiert werden
  • Erfordert moderations‑ und methodische Fähigkeiten

  • Anzahl identifizierter Gaps

    Zählt alle während der Analyse erfassten Lücken und Kategorien.

  • Umsetzungsrate

    Prozentualer Anteil der geplanten Maßnahmen, die umgesetzt wurden.

  • Time‑to‑close

    Durchschnittliche Zeit bis zur Schließung eines identifizierten Gaps.

Produktstrategie‑Workshops eines SaaS‑Anbieters

Mehrere Workshops führten zu priorisierten Feature‑Gaps und einer überarbeiteten Roadmap.

ISO‑Vorbereitung in einer Behörde

Gap‑Analyse enthüllte fehlende Kontrollen; kurzfristige Maßnahmen ermöglichten die Audit‑Freigabe.

Support‑Prozessoptimierung bei einem Telco

Identifizierte Informationslücken reduzierten Eskalationen und Durchlaufzeiten signifikant.

1

Vorbereitung: Ziele, Umfang, Stakeholder festlegen

2

Daten- und Informationssammlung

3

Workshop: Ist‑ und Soll‑Zustand dokumentieren

4

Lücken identifizieren, klassifizieren und priorisieren

5

Maßnahmen planen, Verantwortungen zuweisen und Metriken definieren

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Unvollständige Datensammlung erschwert Wiederholbarkeit
  • Fehlende Integrationspunkte erschweren Maßnahmenverfolgung
  • Keine Metriken definiert → Keine Erfolgsmessung
unzureichende Datenqualitätfehlende RessourcenStakeholder‑Konflikte
  • GAP‑Analyse als bürokratische Pflichtübung ohne Umsetzungsbudget
  • Nur auf oberflächliche Symptome fokussiert, Ursachen unbeachtet
  • Ergebnisse in langen Reports vergraben statt als Aktionsplan einsetzen
  • Zu breite Scope ohne klare Prioritäten
  • Nicht repräsentative Stakeholder befragen
  • Mangel an messbaren Kriterien führt zu Meinungsstreit
Moderations‑ und Workshop‑SkillsFachkenntnis im betrachteten DomänenbereichGrundlegende Datenanalysekompetenz
Klarheit über ZielzustandStakeholder‑AlignmentMessbare Bewertungskriterien
  • Begrenzte Zeit für Workshops
  • Begrenztes Budget für Untersuchungen
  • Zugriffsbeschränkungen auf relevante Daten