AI Safety Evaluation
Strukturierte Methode zur Bewertung von Risiken, Robustheit und Governance von KI‑Systemen. Liefert priorisierte Maßnahmen und Entscheidungsgrundlagen für sichere Einführungen.
Klassifikation
- KomplexitätHoch
- AuswirkungOrganisatorisch
- EntscheidungstypOrganisation
- OrganisationsreifeFortgeschritten
Technischer Kontext
Prinzipien & Ziele
Use Cases & Szenarien
Kompromisse
- Falsche Beruhigung durch unvollständige Prüfungen.
- Mangelnde Verantwortlichkeit bei fehlender Governance‑Verankerung.
- Übermäßige Verzögerungen durch zu konservative Maßnahmen.
- Iterative Anwendung: Kleine, regelmässige Bewertungen statt seltener Grossaudits.
- Cross-funktionale Teams einbinden (Legal, Product, ML, Ops).
- Automatisierte Tests mit manueller Stichprobenprüfung kombinieren.
I/O & Ressourcen
- Modelldokumentation (Version, Architektur, Hyperparameter)
- Trainings- und Testdaten-Metadaten
- Betriebsmetriken, Monitoring- und Incident-Logs
- Risikobewertung mit Priorisierung
- Konkrete Remediations- und Monitoring-Empfehlungen
- Auditbericht für Governance und Compliance
Beschreibung
AI Safety Evaluation ist eine strukturierte Methode zur systematischen Bewertung von Risiken, Robustheit und Governance von KI-Systemen. Sie kombiniert Technik-, Daten- und Organisationsanalysen, um Schwachstellen, Compliance-Lücken und betriebliches Risiko aufzudecken. Ergebnis sind priorisierte Maßnahmen und Entscheidungsgrundlagen für sichere KI‑Einführungen. Sie ist für Unternehmen aller Größen geeignet.
✔Vorteile
- Früherkennung kritischer Schwachstellen vor Produktionsstart.
- Verbesserte Compliance- und Auditfähigkeit gegenüber Regulatoren.
- Klar priorisierte Maßnahmen zur risikobasierten Ressourcenallokation.
✖Limitationen
- Erkenntnislücken bei unbekannten Failure‑Modes neuer Modelle.
- Hoher Aufwand für tiefgehende technische Validierung und Datenanalysen.
- Ergebnisqualität hängt von Verfügbarkeit und Qualität der Eingabedaten ab.
Trade-offs
Metriken
- Fehlklassifikationsrate nach Gruppe
Misperformance-Metrik aufgeteilt nach relevanten Subgruppen zur Bias-Analyse.
- Robustheit gegenüber Eingabestörungen
Veränderung der Modellleistung unter definierten Störfällen.
- Zeit bis zur Erkennung eines Vorfalls
Mittelwert der Zeit vom Auftreten eines Problems bis zur Erkennung.
Beispiele & Implementierungen
Konzernweite Sicherheitsprüfung
Fallstudie: Bewertung mehrerer KI-Anwendungen in einem Finanzinstitut mit priorisierten Maßnahmen.
Start-up-Checklist
Kompakte Evaluation für kleine Teams, fokussiert auf datenbezogene Risiken und Monitoring.
Regulatorisches Audit-Template
Vorlage zur Nachweisführung gegenüber Aufsichtsbehörden, angepasst an Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen.
Implementierungsschritte
Initiales Scoping: Umfang, Stakeholder und Akzeptanzkriterien definieren.
Datensammlung: Modelldokumente, Testsets und Monitoring-Daten zusammenführen.
Technische Prüfungen: Robustheitstests, Bias-Analysen, Sicherheitschecks durchführen.
Organisatorische Prüfung: Verantwortlichkeiten, SLAs und Eskalationspfade bewerten.
Bericht & Maßnahmenplan: Priorisieren, kommunizieren und Umsetzungsfristen setzen.
⚠️ Technische Schulden & Engpässe
Tech Debt
- Fehlende Testdaten-Infrastruktur für Reproduzierbarkeit.
- Unzureichendes Monitoring für Langzeitverhalten.
- Nicht versionierte Modellartefakte erschweren Audits.
Bekannte Engpässe
Beispiele für Missbrauch
- Alleinige Abhängigkeit von Model-Card-Metriken für Sicherheitsentscheidungen.
- Unterdrückung kritischer Befunde aus Angst vor Verzögerungen.
- Unvollständige Datenansichten führen zu falscher Risikoeinschätzung.
Typische Fallen
- Übersehen subtiler Verteilungsverschiebungen im Produktionsbetrieb.
- Unklare Verantwortlichkeiten nach Identifikation von Mängeln.
- Zu enge Checklisten, die kreative Missbrauchsformen nicht erfassen.
Erforderliche Fähigkeiten
Drivers (Architectural Drivers)
Constraints
- • Vertraulichkeits- und IP-Beschränkungen bei Modell-Inputs
- • Limitierte Observability in produktiven Systemen
- • Zeitliche Ressourcen für tiefgehende Tests